Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

16.04.12Kommentieren

RIM BlackBerry Curve 9380 im Test (2): Schuster bleib' bei deinen Leisten...

Der BlackBerry Curve 9380 zeigte sich im ersten Teil unseres Tests recht vielversprechend, doch bei den inneren Werten fehlt es ihm dann doch an Überzeugungskraft.

BB Curve 9380 (Bild: kaz)BlackBerrys umgibt eine ganz eigene Aura. Einerseits wirken sie konservativer, andererseits vielversprechend robust - "Understatement" eben. Doch wie so oft kommt es auch auf die inneren Werte an.

Kamera-Dings

Nachdem fast jedes Tele- und Smartphone eine Kamera beinhaltet, sollte man meinen, einen gewissen Grundstandard erwarten zu können. Der Curve gibt mit seinen 5 Megapixel jedoch nicht viel her: stark begrenzter Schärfebereich, klar zu erkennender Schärfefilter, wenig Details, Rauschen, überbetonte Rotwerte. Einzig der Weißabgleich überzeugt mich, doch im Vergleich zum Preis von rund 300 Euro (399 Euro sind die unverbindliche Preisempfehlung) ist das am falschen Ende gespart. Selbst das ZTE Skate für nur 200 Euro liefert eine deutlich bessere Detailqualität. Bei Sonnenschein und entsprechendem Motiv kann man jedoch durchaus ein paar gute Schnappschüsse erreichen, die sich auch für Ausdrucke eignen.

Audio-Bums

BB Curve 9380 - Fummeliger Kopfhörerausgang (Bild: kaz)Nun ist es ja so, dass man den höheren Preis zugunsten besserer Qualität in Kauf nimmt. Doch wie sehr der Hersteller RIM auch versucht das Image zu ändern: Das Hauptaugenmerk der BlackBerrys liegt auf Produktivität und Robustheit, nicht Multimedia. Der Kopfhörerausgang ist hakelig: Schnell verkantet sich der Klinkenstecker, wenn man nicht bewusst gerade aufs Loch zielt. So etwas kenne ich sonst nur von minderwertigen Geräten. Dieser Eindruck setzt sich fort beim Klang, denn die Höhen klingen beschnitten, der Mittenbereich flach und lustlos. Der einzige Ausweg ist die Bluetooth-Übertragung per A2DP-Protokoll, trotz Komprimierung klingt das Ergebnis besser, als aus dem Kopfhöhrerausgang. Wichtig für Podcast-Hörer und Autokapitäne: Der Lautsprecher klingt sehr laut und unverzerrt.

Marathon-Läufer

Dabei wäre der Curve 9380, zumindest von der Akkulaufzeit her, ideal für Dauerberieselung. Trotz Internetsurfen, Chatten, E-Mailverkehr und auch etwas Video und Musik ließ sich der Curve nicht aus der Ruhe bringen und lief und lief und... Mit rund anderthalb Tagen Laufzeit lässt RIM die Muskeln spielen und zeigt den anderen, wer hier die längste Ausdauer hat.

Fazit

Der Curve 9380 ist ein Arbeitswolf, gefangen im Pelz eines Multimedia-Schafes. Der Curve liefert Zuverlässigkeit und Ausdauer für die Arbeit und dem BlackBerry OS wird von vielen Seiten der hohe Sicherheitstandard bestätigt. Bei der Video- und Musikwiedergabe dagegen fällt die Hardware hinter der gut durchdachten Oberfläche zurück. Kehren also auch wir wieder zum alten Vorurteil zurück? Sind BlackBerrys nur für hochmotivierte Workaholics mit ein wenig Lust auf Videos und Fotos? Nein, das stimmt so nicht, aber dann muss man tiefer in die Tasche greifen. Es geht nämlich besser und der kommende Test des BlackBerry Bold 9790 wird das unter Beweis stellen.

[postlist "BlackBerry Curve 9380 im Test"]

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer