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22.09.12 08:31

, von Sven Wernicke

RetroBall: Pong als elektronisches Brettspiel

Als eines der ersten Videospiele überhaupt sorgte Anfang der 1970er Jahre "Pong" für Furore, mittlerweile erlebt man das simple Urgestein im Browser - oder auf einem Wohnzimmertisch. Wenn man möchte und die Erfinder von RetroBall die 30.000 US-Dollar für ihr Kickstarter-Projekt zusammen bekommen.

Durch 1024 LEDs ist RetroBall an sich sehr flexibel. (Foto: Kickstarter)Bereits seit über einer Woche läuft die Geldsammel-Phase für die Tischvariante von Pong bei dem Crowdfunding-Portal, doch nicht einmal 10 Prozent der anvisierten Summe wurden erreicht. Dabei klingt RetroBall doch nach einem amüsanten Spaß für Hobbybastler und natürlich Spieler. Es handelt sich um ein Brettspiel für bis zu vier Teilnehmer, die gleichzeitig gegeneinander Pong spielen können. Auf dem 40x40cm großen Spielbrett befinden sich insgesamt 1024 LEDs, die maximal fünf Bälle gleichzeitig, die gewonnenen Punkte, das Spielfeld und die bewegbaren Plattformen darstellen. Entsprechende Controller wurden an den Außenseiten des 2,7kg schweren Geräts befestigt.

 

Retro-Spaß?

Spaß soll durch mehrere Spielmodi und Schwierigkeitsgrade entstehen. Mindestens zwei Spieler versuchen wie beim originalen Pong durch das Bewegen von Plattformen einen Ball zum Gegner zu schleudern und aus dessen Einflussbereich zu feuern. Durch weitere Spielarten können vier Spieler gleichzeitig loslegen, was in der Theorie nach lustigem Party-Spaß klingt. Interessant ebenfalls: Dank OpenSource-Basis können Programmierer selbst andere Spiele entwerfen und diese mit RetroBall verwenden. Ähnliche und gänzlich neue Konzepte wären somit denkbar.

Abschreckender Preis?

Trotzdem: RetroBall ist recht teuer. Für 109 Dollar, die interessierte Spieler bei Kickstarter vorschießen können, erhält man ein Paket zum selbst zusammen bauen. Das dürfte nicht jedem liegen. Ein fertiges Spielpaket liegt bei 149 Dollar, was doch recht happig klingt für einen potentiell kurzfristigen Spaß mit Freunden.

Zugute halten sollte man den Schöpfern Stacy Dudley und Brad Slattery, dass sie auf ihrer Kickstarter-Seite wirklich alle Einzelheiten erläutern. Welche Komponenten verbauen sie? Wie teuer ist die Fertigung in China? Was kostet der Versand? Welchen Gewinn erzielen sie bei Erfolg ihres Projektes und dem zukünftigen Verkauf ab Dezember 2012? Solche Transparenz findet man bei Kickstarter nicht immer. Und vielleicht klappt es ja doch mit der RetroBall-Erfindung? Wer würde das Brettspiel nicht gerne einmal ausprobieren wollen?

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