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01.10.15Kommentieren

RePhone Kit: Baut euch ein eigenes Mobiltelefon

Mit dem RePhone Kit präsentiert das chinesische Unternehmen Seed ein modulares Mobiltelefon-Konzept für Bastelfreunde.

So klein. (Foto: Seeed) So klein. (Foto: Seeed)

Während Google mit Project Ara wohl noch viele Monate benötigt, stellte Seeed nun eine durchaus reizvolle Alternative vor, bei der ihr allerdings selbst euer Telefon im Baukastenstil zusammenbauen sollt. Schwierig und teuer soll das nicht sein. Dafür reden wir hier nicht über ein Highend-Smartphone.

 

DIY-Telefon mit offenen Strukturen

RePhone ist, entfernt mit besagtem Project Ara vergleichbar, modular aufgebaut. Das Herzstück ist das Telefonmodul, das als GSM-Version mit Bluetooth LE oder als UMTS-Alternative ohne Bluetooth angeboten wird. Das Mainboard kann durch weitere Komponenten ausgebaut werden, unter anderem stehen Touchscreen, Sensoren, NFC, GPS oder eine LED für Benachrichtigungen zur Verfügung. Über Flachbandkabel werden die Teile zusammengebracht, alternativ werden die vorhandenen Lötkontakte verwendet. Erfahrenere Tüftler benutzen leitendes Garn oder das Breadboard.

Verschiedene Wege, das Telefon zusammenzubauen. (Foto: Seeed) Verschiedene Wege, das Telefon zusammenzubauen. (Foto: Seeed)

Wer ein Gehäuse benötigt, kann eines aus Pappe nutzen und dieses sogar individualisieren. Andere Lösungen, zum Beispiel aus einem 3D-Drucker, dürften wohl auch denkbar sein. Generell gibt sich RePhone sehr flexibel. Die Erfinder möchten, dass ihr eurer Kreativität freien Lauf lasst. Wenn ihr kein Mobiltelefon wünscht, dann nutzt die Komponenten bei anderen Konstruktionen aus dem IoT-Bereich. Wie wäre es mit einem Fahrradcomputer oder als Teil von IFTTT? Sogar als Hundehalsband mit GPS-Tracking kann RePhone eingesetzt werden.

Offen für…

Da RePhone mit Pebble Time und Arduino kompatibel ist, bietet das Konzept genügend Flexibilität und Offenheit für Programmierer. Seeed möchte ebenfalls ein SDK für Entwickler zur Verfügung stellen. Was letztlich daraus entsteht? Das werden wohl die kommenden Monate zeigen. Erst einmal wird die Idee aktuell bei Kickstarter finanziert, das RePhone Kit erreichte die Zielsumme von 50.000 US-Dollar bereits nach kurzer Zeit. Das liegt gewiss an dem attraktiven Einsteigerpreis: Bereits für 39 US-Dollar könnt ihr euch ein Set sichern, mit dem ihr ein voll funktionsfähiges Gerät bauen könnt. Die eigentliche Platine gibt’s schon für weniger, genauer ab 12 US-Dollar. Und für 59 US-Dollar sind noch allerlei Sensoren mit dabei. Das klingt attraktiv, wie ich finde.

Bei Kickstarter erhaltet ihr weitere Details zu dem Mobiltelefon-Bausatz, zu dem übrigens ein 520 mAh starker Akku gehört. Für diese Technik dürfte dieser wohl auch längere Zeit genügen.

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