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16.01.12Leser-Kommentare

Razer Project Fiona: PC-Spiele auf dem Tablet

Razer glaubt, Spieler bräuchten ein Gamingtablet, auf dem anspruchsvolle PC-Spiele hezockt werden können. Project Fiona soll den heimischen PC unterwegs ersetzen.

 

Razer Project Fiona {pd Razer;http://www.razerzone.com/press/detail/press-releases/razer-showcases-pc-gaming-tablet-concept-design-at-ces-2012}

Der auf Spiele-Zubehör spezialisierte Hersteller Razer will es wissen! Die perfekt ergonomische Maus und die Tastatur mit gefühlten drei Millionen Hotkeys zur Seite gelegt, jetzt kommt das Tablet für Gamer. Das auf den vorläufigen Namen Project Fiona getaufte Gerät richtet sich explizit an anspruchsvolle Spieler, die auch bereit sind, an die 1000 Dollar beziehungsweise Euro auszugeben und keine Kompromisse eingehen wollen.

 

Doch für den ungewöhnlich happigen Preis möchte Razer freilich ein beeindruckendes Stück Technik servieren. Verbaut wird ein Intel i7-Prozessor der dritten Generation mit noch unbekannter Taktrate und Kern-Anzahl. Dafür erläuterte das Unternehmen auf der CES 2012 in Las Vegas die grosse Besonderheit, also DAS Alleinstellungsmerkmal. Denn an den Seiten des 10,1 Zoll grossen Multitouch-Displays befinden sich zwei Spielecontroller, die jeweils über diverse Knöpfe und einen Analogstick verfügen. Vom Layout her erinnern diese Eingabegeräte entfernt an PlayStation Move der PlayStation 3 oder gar an den noch nicht erhältlichen WiiU-Controller.

Weiterhin erhält Project Fiona Beschleunigungssensoren und Force-Feedback. Zweitgenanntes ist schon eine Überraschung, schliesslich ist der bei Spielern beliebte «Rumble»-Effekt bei Tablets nicht üblich. Abgerundet wird das Gerät mit Dolby 7.1 Surround-Sound, WiFi und Bluetooth 3.0.

Razer betont, dass Project Fiona in der Lage sei, sämtliche aktuelle PC-Spiele optimal darzustellen, durch die Steuerungsoptionen soll niemand auf einem Tablet mehr Probleme mit der Bedienung haben. Zudem bietet das Unternehmen Entwicklern die Möglichkeit, ihre Spiele für Fiona anzupassen.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird auf dem Touchscreen-Computer Windows installiert sein, wenn er im 4. Quartal 2012 in den Handel kommt. Denkbar wäre hier auch eine Unterstützung für das anstehende und für Tablets optimierte Windows 8, das vermutlich im Oktober 2012 auf den Markt kommen wird – wenn man den verklausulierten Bemerkungen glauben darf, die ein Microsoft-Mitarbeiter an der CES von sich gegeben hat.

Keine Frage: Project Fiona ist ein reizvolles Spielegerät. Doch der Preis ist abschreckend, sollte er denn schlussendlich bei 1000 Euro zu liegen kommen. Zudem machen ein paar Angaben skeptisch: Während Hersteller wie Samsung auf HD-fähige Tablet-Displays setzen, wird das High-End-Monster von Razer nur eine Bildauflösung von 1280 x 800 px besitzen.

Ferner ist derzeit noch offen, ob die nächste CPU-Generation von Intel überhaupt in der Lage sein wird, neben einer hohen Leistung auch eine entsprechend zufriedenstellende Akkulaufzeit im Touchscreenrechner-Segment zu gewährleisten. Und natürlich stellt sich die grösste aller Fragen: Wird Fiona bei der Hauptzielgruppe der «Coregamer» überhaupt ankommen? Oder bleiben diese doch eher bei Spiele-tauglichen Laptops und Desktop-Rechnern?

Hier geht's zur Pressemitteilung von Razer.

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Kommentare

  • blek

    17.01.12 (10:52:08)

    ich glaube nicht das das ding bei den coregeamern gut ankommt, für 1000 bekommt man einen guten gamer pc oder einen mittelmäsiges laptop zum zocken.

  • Sven Wernicke

    17.01.12 (10:55:00)

    Mittlerweile gibts für 1000 Euro auch sehr gute Spiele-Laptops. Quadcore-CPUs und flotte DX11-Grafikkarten werden auch zu diesem Preis verbaut. Aber genau deshalb bin ich auch etwas skeptisch, was Fiona betrifft. Aber wenn der Preis noch Richtung 500-600 Euro geht, dann könnte es interessanter werden. Nur dann bezweifle ich, dass die verbaute Technik leistungsfähig genug für ein Battlefield 3 in hohen Auflösungen ist. Wobei...der Touchscreen unterstützt ja nicht einmal FullHD... :)

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