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07.11.15

Pulse: Das Musikinstrument der Zukunft?!

Von einem revolutionären Musikinstrument sprechen die Erfinder von Pulse. Das Gerät bietet zahllose Optionen zum Erschaffen von Melodien.

Vielseitig und vollgestopft mit Technik. (Foto: Titan Reality) Vielseitig und vollgestopft mit Technik. (Foto: Titan Reality)

Die Besonderheit von Pulse ist die 30 x 30 Zentimeter große Fläche, auf der man sich regelrecht austoben darf. Was man hier mit den Händen anstellt? Das ist einem selbst überlassen.

 

Was man will

Besagte Fläche ist offiziellen Aussagen zufolge mit dem modernsten 3D-Sensor ausgestattet, der gegenwärtig erhältlich ist. Dieser ist in der Lage, sogar schneller und präziser Eingaben wahrzunehmen, als beispielsweise in aktuelle Game-Controller. Praktisch ist die Funktionsweise in der Tat interessant: Sämtliche eurer Handbewegungen werden erkannt – egal, ob ihr oberhalb von Pulse zum Beispiel eure Finger bewegt, die Hand hoch und runter lenkt oder Gesten zeichnet. Position, Distanz und auch die Art der Berührung des Eingabegeräts werden registriert. Ob ihr nun mit Kraft auf Pulse drückt, Gegenstände benutzt oder eure Hand über dem Device schweben lasst – alles kann dazu dienen, Musik zu erzeugen.

Zumindest in dem offiziellen Video der Macher von Titan Reality wirkt Pulse überaus eindrucksvoll, sollten die Eingaben wirklich so verzögerungsfrei und präzise getätigt werden können.

Wofür soll das gut sein?

Alles schön und gut, aber welche Einsatzgebiete sehen die Verantwortlichen vor? Pulse soll sich perfekt als Schlagzeug, 3D-Synthesizer, Grid Pad, sogar als 3D-Harfe und DJ-Mischpult eignen. Soundmixer, Drum Machine, Gitarre und viele mehr sind vorstellbar, was auch abhängig von den vorhandenen Anwendungen ist. Verbunden wird der Controller via USB mit Endgeräten – das kann ein Mac-Rechner, ein Android- bzw. iOS- Tablet oder ein Windows-PC sein. Plugins für bekannte Programme (Pro Tools, Ableton Live, Logic Pro X, Garage Band) sind vorgesehen, auch wird der MIDI-Standard berücksichtigt.

Auch als Schlagzeug verwendbar. (Foto: Titan Reality) Auch als Schlagzeug verwendbar. (Foto: Titan Reality)

Zusätzlich möchte Titan Reality einen digitalen Service zur Verfügung stellen, bei dem ihr über 100 Instrumente quasi herunterladet und mit Pulse „simuliert“. Ebenfalls könnt ihr Werke anderer downloaden, hören und ggf. bearbeiten.

Für meinen Geschmack klingt Pulse eigentlich sehr reizvoll, auch für diejenigen, die vielleicht weniger musikalisch sind, aber kreativ aktiv werden möchten. Umso verwunderlicher ist es, dass die Kickstarter-Kampagne so gar nicht anlaufen möchte. Während das Artiphon vor einigen Monaten zu einem regelrechten Hit wurde, muss sich noch zeigen, ob die Erfinder des Instruments ihre anvisierten 100.000 Britischen Pfund einsammeln können. Denn sonst klappt es nicht mit der Fertigstellung von Pulse, das im Dezember 2016 ausgeliefert werden soll. Vielleicht liegt es ja am hohen Preis? Bei 750 Britischen Pfund (rund 900 Euro) soll es mindestens losgehen – das ist eine ganze Menge, vielleicht etwas zu viel für Interessierte?

Weitere Details erhaltet ihr bei Kickstarter und auf der Hersteller-Webseite.

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