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21.03.12 07:00

, von Frank Busch

PSB M4U 2 im Test (2/2): So gut schlägt sich der Kopfhörer in der Praxis

Der Lautsprecher-Spezialist PSB wagt sich mit seinem erste Kopfhörer auf neues Terrain. Wie sich der «tragbare Lautsprecher» im täglichen Gebrauch schlägt, lest ihr in diesem zweiten Teil meines Tests eines Vorserienmodells.

 

PSB M4U 2 (Quelle: pd PSB)Der Kopfhörer lässt sich einerseits als reiner Kopfhörer verwenden: am MP3-Player oder, mit dem mitgelieferten Adapter, auch am Entertainement-System auf dem nächsten Langstreckenflug. So kann der PSB M4U 2 auf dem Flug zum nächsten Messetermin dank aktiver Geräuschunterdrückung für eine deutliche Reduzierung des Lärms an Bord der Linienmaschine sorgen. Der weitgehend niederfrequente Geräuschpegel von Turboprop-Motoren wird deutlich abgeschwächt und bewirkt somit einigen Komfortgewinn. In Flugzeugen mit Strahltriebwerken fällt aber auf, dass der höherfrequente Teil des Triebwerklärms weniger stark gedämpft wird.

Wer zusätzlich darauf baut, den Kopfhörer auch zu Hause im Kreise der Familie einzusetzen, wird leider enttäuscht: Staubsaugerlärm und Kindergeschrei werden deutlich weniger gefiltert. Eine Reduzierung dieser heimatlichen Umgebungsgeräusche ist in erster Linie durch die geschlossene Bauweise des Kopfhörers zu verzeichnen. Eine weitere Reduzierung des Lärms durch die Nutzung der aktiven Geräuschunterdrückung fällt nur noch marginal aus.

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Klangqualität

Durchaus positiv fällt auf, dass man den Kopfhörer trotz seines integrierten Verstärkers auch ohne diesen sinnvoll nutzen kann. Am MP3-Player oder dem Smartphone betrieben klingt er dann weitgehend neutral, jedoch mit einer ausgeprägten Schwäche in den tieferen Frequenzbereichen. Das ändert sich schlagartig, wenn der digitale Verstärker aktiv ist: Bässe erreichen das Ohr satt und subtil, Mitten werden unaufdringlich und neutral abgebildet, während die Höhen wiederum sehr sauber und klar klingen.

PSB M4U 2 (Quelle: frb)Verwendet man den PSB als Headset am Smartphone zum Musikhören und Telefonieren, ist die Gesprächsqualität frei von Tadel. Auf Nachfragen hin bekam ich von einem Gesprächspartner jedoch das Feedback ich klänge blechern, so als würde ich aus einer Dose reden.

Kritik

Leider ist der Kopfhörer nicht unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. So war bei der Benutzung in der Nähe einer DECT-Basisstation ein leichtes pulsierendes Zwitschern im Kopfhörer zu vernehmen. Im Abstand von rund 2 m war das Störgeräusch wieder verschwunden. Auf Rückfrage hin versprach der Hersteller dieses Phänomen noch einmal selbst zu prüfen.

Darüber hinaus verursachte das mir vorliegende Exemplar des M4U 2 beim Betätigen sowohl des Hauptschalters als auch des Stereo-Monitor-Schalters gelegentlich ein unangenehmes Ploppen in den Hörmuscheln.

Fazit

PSBs erster Anlauf, im Kopfhörer-Segment Fuss zu fassen, hinterlässt einen durchaus achtbaren Eindruck. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, das verwendete Material topp und die Bedienung kinderleicht. Auch wenn die aktive Geräuschdämpfung durchaus noch Potenzial hat, sorgt sie im Flugzeug für eine deutlich geringere Lärmbelästigung. Für Vielflieger ist der Kopfhörer aus meiner Sicht eine lohnende Investition.

Der PSB M4U 2 wird in den nächsten Tagen im qualifizierten Fachhandel erhältlich sein. Avisiert ist derzeit ein Einstandspreis von rund EUR 450.

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