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20.03.12Kommentieren

PSB M4U 2 im Test (1/2): High-End-Kopfhörer unter der Lupe

Die erste «tragbare Lautsprechervariante» des Lautsprecher-Spezialisten PSB habe ich hier bereits vor einigen Wochen vorgestellt. Inzwischen hatte ich die Gelegenheit, ein Vorserienmodell dieses Kopfhörers einem eingehenden Test zu unterziehen.

PSB M4U 2 (Quelle: pd PSD)Der Kopfhörer PSB M4U 2 weist einige Besonderheiten auf, die ihn für einen Test besonders interessant machen. Dazu gehört beispielsweise die aktive Dämpfung der Umgebungsgeräusche. Zudem verspricht der Hersteller PSB aus Hofheim am Südrand des Taunus ein besonderes Klangerlebnis. In meinem Beitrag vom 4. Februar 2012 könnt ihr die Eckdaten noch einmal nachlesen. Mit einem Verkaufspreis von EUR 450 peilt der Hersteller eine anspruchsvolle Kundschaft an.

Was an dem Kopfhörer sofort auffällt, ist die angenehm solide Verarbeitung. Ein stabiler Kopfbügel aus Polycarbonat mit einer weichen Polsterung aus Kunstleder beherbergt einen soliden Verstell- und Klappmechanismus aus Aluminium. Der Klappmechanismus rastet in der Trageposition merkbar ein und verhindert so ein versehentliches Zusammenklappen.

Die Ohrmuscheln sind innerhalb des Kopfhörers in zwei Achsen beweglich gelagert und passen sich so jeder Kopfform an. Die Polsterung aus Kunstleder ist recht weich und angenehm und umschliesst das Ohr vollständig. Wem es ähnlich geht wie mir, der Motorradhelme in XXL kaufen muss und andere Kopfbedeckungen im gleichen XXL-Format nur mit viel Glück findet, dem werden die Kopfhörer recht eng am Kopf anliegen, was auf Dauer auch unangenehm werden kann. Wessen oberes Körperende aber etwas weniger voluminös daher kommt, hat dieses Problem nicht und der Kopfhörer ist auch über längere Zeiträume angenehm zu tragen.

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Empfindliche Oberfläche

Leider stellte sich heraus, dass die glänzende Kunststoff-Oberfläche des Kopfbügels gerne etwas unempfindlicher gegen Kratzer sein dürfte. Die zum Lieferumfang gehörende Tragebox würde ihn zwar gegen ebensolche Kratzer schützen, da diese reichlich überdimensioniert ist, wird der Kopfhörer gelegentlich auch ohne Tragebox in der Tasche verschwinden und dann sind Kratzer praktisch unvermeidlich.

Die Tragebox selbst bietet Platz für den zusammengeklappten Kopfhörer, die mitgelieferten Anschlusskabel sowie für ein Paar Ersatzohrmuscheln, die erfreulicherweise zum Lieferumfang gehören.

Übrigens sollte man das Anschlusskabel vor dem Zusammenklappen des Geräts aus seiner Buchse herausziehen. Ansonsten ist das Kabel direkt oberhalb des Steckers stark geknickt, was über kurz oder lang zu Kabelbrüchen an dieser Stelle sorgen dürfte.

Bedienelemente und Funktionen

PSB M4U 2 (Quelle: frb)Der Kopfhörer kommt mit wenigen Bedienelementen aus: Ein dreistufiger Schalter an der Rückseite der rechten Ohrmuschel schaltet den Verstärkerteil ein oder aus und aktiviert bei eingeschaltetem Verstärker auf Wunsch die aktive Geräuschunterdrückung. Zusätzlich macht eines der beiden mitgelieferten Kabel aus dem Kopfhörer ein telefoniertaugliches Headset mit einem weiteren Bedienelement: Direkt bei dem im Kabel untergebrachten Mikrofon findet sich ein Knopf zur Gesprächsannahme bzw. Musiksteuerung. Er funktioniert wie folgt:

  • Einmal drücken: Play/Pause oder Gesprächsannahme/Auflegen
  • Zweimal drücken: nächster Song
  • Dreimal drücken: vorhergehender Song
  • Lautstärke regeln: leider nicht möglich

Gerade bei einem Kopfhörer mit integriertem Verstärker hätte sich eine Lautstärkeregelung im Kabel aus meiner Sicht angeboten. Aber so hat der Hersteller noch Potenzial für einen Nachfolger des M4U 2...

Das letzte Bedienelement ist wiederum in beiden mitgelieferten Kabeln zu finden: Eine kleine im Kabel integrierte Taste nahe dem Kopfhörer-seitigen Klinkenstecker aktiviert die sogenannte Stereo-Monitor-Funktion. Durch einen Druck auf diese Taste wird die gerade gehörte Musik ausgeblendet und stattdessen werden die externen Mikrofone genutzt, um nach aussen zu hören. So kann man Ansagen im Flugzeug oder in der Bahn mithören, ohne den Kopfhörer abzunehmen.

Wie sich der PSB M4U 2 im Einsatz schlägt, lest ihr morgen im zweiten Teil dieses Tests.

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