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10.09.13Leser-Kommentar

PrioVR: Der nächste Schritt zum Holodeck

Eintauchen in eine virtuelle Realität - das ist der Traum vieler Menschen. Seit Jahrzehnten. Die Spinnereien so mancher Science-Fiction-Filme wie zum Beispiel "Der Rasenmäher-Mann" sind zum Glück vergessen, mittlerweile geht es um das Erleben realistisch anmutender Welten. Mithilfe von Sensoren, VR-Brillen und moderner Computertechnik soll die perfekte Illusion entstehen. Das Unternehmen YEI Technology möchte mit PrioVR einen Beitrag beisteuern.

Das kann gefährlich werden. (Foto: YEI Technology) Das kann gefährlich werden. (Foto: YEI Technology)

PrioVR soll, wenn es 2015 im besten Fall die Marktreife erreicht hat, das Bewegen in digitalen Szenarien deutlich realistischer gestalten. Möglich machen dies in erster Linie Bänder, die an Kopf, Arm, Bauch und Füßen befestigt werden. Diese wiederum verfügen über Sensoren, die schnurlos Daten zum Computer schicken und dort in Echtzeit zum Beispiel an ein Spiel übertragen werden. Dies soll ähnlich wie das Motion Capturing-Verfahren funktionieren und zugleich zahlreiche Vorteile gegenüber beispielsweise Microsofts Kinect haben. Beispielsweise benötigt man keine Kameras und hat nicht mehr einen gewissen, beschränkenden Radius. Theoretisch kann man sich frei bewegen - sowohl in der echten, als auch der virtuellen Welt.

In Kombination mit VR-Brillen

Ausgelegt ist PrioVR für die Verwendung mit einer eigenen Aussagen zufolge beliebigen VR-Brille wie zum Beispiel Oculus Rift. Diese katapultiert Nutzer in eine gewünschte Welt, PrioVR übernimmt die Steuerung. Einschränkungen wie bei dem aktuell etwas gehypten VR-Laufband Virtuix Omni soll es nicht mehr geben. In frühen Demo-Videos zeigen die Verantwortlichen, wie sie sich das alles vorstellen. So kann man in einem Raum mit einer „echten“ Waffe herumlaufen und Abenteuer bestehen. Nur ob das beispielsweise in der eigenen Wohnung eine gute Idee ist?

Geld!

Für PrioVR benötigt YEI Technologies noch 225.000 US-Dollar, die die Firma bei Kickstarter einsammelt. Preislich geht es hier bei 450 US-Dollar los. Dafür bekommt man einen Prototypen für Entwicklungszwecke. Nach einem Massenmarkt-tauglichen Produkt klingt das noch nicht. In einem Jahr möchte man ohnehin erst mit der Testphase beginnen, mit einem Verkaufsstart ist nicht vor 2015 zu rechnen. Bis dahin sollen die Sensoren kleiner, leichter und leistungsfähiger werden. Später soll uns eine einfach zu tragende und aufzuladende Peripherie erwarten, die modular aufgebaut ist. Das heißt: Abhängig vom Bedarf entscheidet man sich wohl für ein Modell mit weniger oder mehr Sensoren.

Interessierte können das Projekt schon jetzt unterstützen und vielleicht etwas Zukunftsmusik erleben. Technische Details und die Möglichkeit, Geld vorzuschießen, erhält man bei Kickstarter.

Ganz so weit weg sind wir offensichtlich nicht mehr vom Holo-Deck aus Star Trek...

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Kommentare

  • SCORPiON

    10.09.13 (17:55:34)

    Virtuelle Realität wird erst dann wirklich real werden, wenn die Synapsen (Neuronale Verbindungen) digital per Plugin angesteuert werden können. Wie will man dem Gehirn ansonsten vorgaukeln, dass man wirklich geht? Klar: Wer eine halle von utopischem Ausmaß besitzt, wird hier weniger ein Problem haben. Aber was ist mit einem Sprung in einen virtuellen See? Was ist mit dem Fliegen? Was ist mit Hitze oder Kälte? Schmerz? Druck? Andere Empfindungen wie etwa Wind, der die Haare fliegen lässt? VR ist am richtigen Weg. Bis zur Vollendung werden wohl aber noch einige Generationen daran arbeiten müssen. Das werde ich nicht mehr erleben und meine Kinder sicher auch nicht. Deren Kinder könnten dann eventuell einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen, wie sich echte Virtualität anfühlt. Die Frage ist nur: Will man das auch? Denn verbunden mit einer reellen virtuellen Realität (Plädiere für das Unwort des Jahres!) kommt auch die Tatsache, dass man Synapsen so angesteuert werden können, dass man bei einem virtuellen Tot auch reell stirbt.

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