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11.12.13

Basteldings: Miniatur-Arcade-Automat mit Raspberry Pi selbst bauen

Unter dem Namen "Porta Pi Arcade" gibt es ein neues Kickstarter-Projekt, das vor allem Fans klassischer Spiele, Bastelfreunde und Raspberry-Pi-Nutzer begeistern sollte: Es ist ein Selbstbauset für einen Miniatur-Arcade-Automaten.

Das Aussehen der Porta Pi Arcade bestimmt man selbst.

Ryan Bates aus Pittsburgh verspricht: Dank seiner Vorarbeit sollte es vergleichsweise leicht fallen, sich auf Basis eines Raspberry Pi Minimal-Computers seinen eigenen, kleinen Arcade-Automaten zu bauen. Sein "Porta Pi Arcade"-Set bringt dabei alle Bauteile mit, die man benötigt. Nur den Raspberry Pi muss man sich noch selbst besorgen.

Das Gehäuse selbst besteht in der Standardversion aus etlichen Kiefernholzplatten, die man nur zusammenstecken und verleimen muss. Bei der Außengestaltung ist der Phantasie dann keine Grenze gesetzt – oder man belässt es beim Holzlook. In einer Sonderedition gibt es das Gehäuse zudem in durchsichtigem, neonfarbenem Kunststoff. Ryan Bates führt sein Projekt im folgenden Video so ungelenk wie sympathisch vor:

Spiele wie das hier gezeigte sind allein schon aus Gründen des Urheberrechts übrigens nicht enthalten. Auf seiner Kickstarter-Seite erklärt Ryan, dass man statt eines Raspberry Pi auch beispielsweise eine klassische Spielekonsole der eigenen Wahl einbauen könnte. Aber das dürfte dann sicherlich wirklich nur etwas für fortgeschrittene Bastler wie Ryan Bates sein. Er hat 2008 seinen ersten Arcade-Automaten im Miniaturformat selbst gebaut. Der hatte damals noch einen PC mit Pentium-III-Prozessor im Innern. Weitere folgten und seine Freunde waren stets begeistert – allerdings waren die Modelle alle zu groß und zu teuer. Also machte sich Ryan schließlich 2011 an das Projekt, aus dem nun nach mehreren Iterationen der Porta Pi Arcade hervorgegangen ist.

Ryan Bates und sein neuestes Projekt.

Über Kickstarter will er das Geld einsammeln, um die Massenproduktion starten zu können. Es ist sein zweiter Anlauf, beim ersten Versuch kam die gewünschte Summe nicht zusammen. Nun hat er die Kosten reduziert und verzichtet beispielsweise darauf, sich selbst einen Lasercutter anzuschaffen. Stattdessen nutzt er einen in einem örtlichen Hacker Space.

Wer nur den Gehäuse-Bausatz haben möchte, soll inklusive internationalem Versand umgerechnet rund 70 Euro vorschießen. Ein Kit mit Gehäuse und 7-Zoll-HD-Display gibt es für 175 Euro. Sollen alle Bauteile bis auf den Raspberry Pi beiligen, sind es rund 265 Euro. Wer es nicht selbst basteln möchte, kann es auch schon komplett zusammgebaut für 335 Euro bestellen. Und schließlich gibt es die "Limited Edition" in Neon-Acryl statt Holz für 580 Euro. Ausgeliefert wird das alles laut Plan ab April 2014.

Weitere Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite zum Porta Pi Arcade.

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