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23.07.15

PocketBook Touch Lux 3 angeschaut: Der pfiffige Kombi unter den eBook-Readern

Wenn man über eBook-Reader redet, fällt meist zuerst der Begriff Kindle. Doch neben den Amazon-Geräten gibt es weitere Modelle auf dem Markt, auf die sich ein Blick lohnt. Zum Beispiel auf die Tolino-Reihe. Und wie sieht es mit dem PocketBook Touch Lux 3 aus? Wir haben uns den eBook-Reader angeschaut und sind davon angetan.

PocketBook Touch Lux 3 (Bild: PocketBook) PocketBook Touch Lux 3 (Bild: PocketBook)

Rund 115 Euro kostet der Touch Look 3. Mit diesem Preis positioniert PocketBook seinen Reader genau zwischen dem Tolino Shine und dem Kindle Paperwhite mit WLAN-Funktion. Will man sich hier bewusst in die Mangel nehmen lassen? Oder kann der – laut Webseite – viertgrößte Premium-Hersteller von eBook-Readern den Kampf aufnehmen?

Nach dem Auspacken muss man sagen: Ja, das scheint ein ebenbürtiger Mitbewerber zu sein. Der Touch Look 3 sieht wohlgeformt aus, mit seinen rund 200 Gramm Gewicht und den gummierten Rückseite liegt er angenehm in der Hand. Was ebenso für eine gute Stimmung sorgt: Innerhalb weniger Sekunden ist das Gerät einsatzbereit.

Viele Freiheiten

Im Gegensatz zu manchem Mitbewerbern muss hier nicht zuerst eine Zwangs-Registrierung bei einem Online-Store absolviert werden, um starten zu können. Wer möchte, kann sich bei zwar bei „Bookland“ anmelden, muss das aber nicht. Dank der offenen Struktur des Handschmeichlers kommen die elektronischen Bücher auch auf anderem Weg auf den 4GB großen internen Speicher.

Zum einen bietet der Touch Look 3 einen Slot für microSD-Karten, zum anderen kann man auch über den USB-Anschluss Daten auf den Reader bringen. Das geht schnell und einfach, zudem sorgt die Vielfalt an unterstützten Formaten für Freude: Von E-Pub und Mobi über DOC und DOCX sowie RTF und TXT bis hin zu PDF sind alle geläufigen Formate lesbar.

Schmökern, Schach spielen und im Internet surfen

Was ebenso ungewöhnlich ist: Das auf Linux-basierende Gerät besitzt im unteren Bereich vier Tasten. Mit denen lässt sich es sich schneller als mit der Touch-Eingabe blättern und durch die Menüs navigieren.

Apropos: Der Touch Look 3 ist nicht nur ein eBook-Reader, sondern tendiert auch in Richtung Tablet. So ist es beispielsweise möglich mit dem Browser im Internet zu surfen, seine Daten aus der Dropbox zu laden und sich in der Galerie Bilder im JPG-, BMP-, PNG-, TIFF-Format anzuschauen (natürlich nur im typischen E-Ink Schwarz-Weiß-Look).

Zudem gibt es vorinstallierte Apps für Notizen, RSS-Nachrichten, einen Taschenrechner und eine Scribble-Funktion sowie drei Games („Sudoku“, „Schach“ und „Klondike“).

Doch der kleine Tausendsassa hat auch seine Schattenseiten: Er reagiert stellenweise langsam oder gar nicht auf Eingaben, auch beim Blättern hakt es gelegentlich. Dazu fielen immer wieder Geisterbilder („Ghosting“) auf.

Fazit

Um gegen die mächtigen Konkurrenzen Kindle und Tolino bestehen zu können, muss man mit pfiffigen Ideen punkten. Das gelingt PocketBook mit dem Touch Lux 3 sehr gut.

Durch die Vielseitigkeit und durch die offen gehaltene Struktur kann man sich – wenn man will – in der Vielfalt an Möglichkeiten verlieren. Dafür muss man kleine Einbußen in der Usability und der Geschwindigkeit hinnehmen.

Während man den Kindle als Sportwagen der eBook-Reader bezeichnen kann, ist der Touch Lux 3 eben eher ein Kombi. Und das ist auch gut so.

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