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30.04.15

Phonesoap im Test: Diese "Sonnenbank" killt (angeblich) Keime auf Smartphones

Phonesoap sieht aus wie eine geschrumpfte Sonnenbank, hat aber eine ganz andere Funktion: Mit UV-C-Licht sollen Keime auf Smartphones abgetötet werden. Wir haben uns das Reinigungsgerät angeschaut.

Phonesoap (Bild: Jürgen Kroder) Phonesoap (Bild: Jürgen Kroder)

Sind wir mal ehrlich: Viele Smartphone-Besitzer nutzen ihr Gerät nicht nur auf der Couch oder im Büro. Es gibt sicherlich viele, die ihr Handy auf der Toilette im Einsatz haben. Oder auf Konzerten, bei Festivals, in Bus und Bahn oder an anderen Orten, wo es nicht gerade sauber zugeht. Deswegen tummeln sich auf Smartphones mehr als nur Apps und Mails: Wie verschiedene Studien herausgefunden haben , beherbergen Mobiltelefone teilweise mehr Krankheitskeime als Türgriffe, Hundeschüsseln oder öffentliche Toiletten.

Wer sein Smartphone sauber halten will, sollte nicht nur seine Hände regelmäßig waschen, sondern auch sein mobiles Device reinigen. Zum Beispiel mit Reinigungstüchern. Oder dem Phonesoap. Nachdem ich kürzlich hier darüber berichtete, habe ich mir ein Modell bestellt und genauer angeschaut.

Ready, steady, go!

Die Verpackung des Phonesoap wirkt aufgeräumt und übersichtlich: Neben dem Reinigungsgerät selbst sind noch ein Ladegerät und eine Anleitung im Flyer-Format in der Schachtel enthalten. Nicht mehr. Und das ist auch gut so. Denn das bedeutet, dass es hier nichts zum Aufbauen und Montieren gibt, alles ist sofort Einsatzbereit. Fast.

Da Phonesoap aus den USA stammt, liegt nur ein Stromstecker für das amerikanische System bei. Da der mit Spannungen von 110 bis 220 Volt zurechtkommt, kann er mittels eines Adapters an die heimische Steckdose.

Die Inbetriebnahme des Gerätes fällt so einfach wie auf dem beigelegten „Quick Guide“ aus: Deckel öffnen, Smartphone einlegen, Decke schließen – los geht’s.

Für den Start muss keine Taste betätigt werden. Und man hört keinen Mucks. Während des fünfminütigen Reinigungsvorganges sieht man lediglich ein blaues Lämpchen aufleuchten, mehr nicht. Auch wenn mir klar ist, dass hier mittels UV-C-Strahlung die Viren und Bakterien abgetötet werden, was ja keinen Lärm verursacht, so hätte ich mir zu Beginn und Ende einen Ton gewünscht: ein sanftes „Biep“ oder meinetwegen ein „Bing“ wie bei meiner Mikrowelle.

Gereinigt oder nicht?

Nach dem Vorgang holt man das Handy aus dem Inneren und … merkt nichts. Weder ist das Smartphone wärmer als zuvor, noch sind andere Veränderungen wahrnehmbar. Irgendwie verständlich, immerhin kann man Keime – egal, ob tot oder lebendig – nicht sehen. Trotzdem mutet das seltsam an.

Insgeheim wünscht man sich irgendetwas sehen oder spüren zu können, um das Gefühl zu haben, in der Kammer sei etwas geschehen. So muss man darauf vertrauen, dass Phonesoap wirklich wie versprochen funktioniert.

Ladefunktion als Zusatzfeature

Was man aber wahrnehmen kann: Wer möchte, kann während der Reinigung (und auch darüber hinaus) sein Smartphone aufladen. Das geschieht über den integrierten Micro-USB-Stecker. Wer ein iPhone mit neuer Energie versorgen will, kann über den USB-Anschluss im Inneren ein passendes Kabel anschließen. 

Erstklassiger Eindruck, aber...

Phonesoap lässt sich von Anfang an kinderleicht bedienen, das würde ich mir für viele Gadget wünschen. Auch die Verarbeitung wirkt tadellos. Nur fehlt mir jede Art von Feedback: Angefangen vom fehlenden Start/Stopp-Ton bis hin zu der Sicherheit, dass meine Smartphone wirklich gereinigt wurde.

Wer sich das Reinigungsgerät zulegt, braucht also das innere Vertrauen, dass der Hersteller sein Versprechen einhält. Denn ohne Untersuchung mit Labor-Methoden lässt sich nicht sagen, ob Phonesoap wirklich Keime auf Smartphones beseitigt.

Phonesoap kann über den Onlineshop des Herstellers für 59,95 US-Dollar bestellt werden. Inklusive der Versand- und Zollkosten schlägt das Reinigungsgerät mit insgesamt rund 90 Euro zu Buche.

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