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11.09.13Leser-Kommentare

Phonebloks Concept: Das komplett modulare Smartphone braucht deine Stimme

Mit einer massiven Welle in Social Media will der niederländische Designer Dave Hakkens Unternehmen weltweit auf einen bislang unbefriedigten Bedarf aufmerksam machen: ein modulares Smartphone, dessen Komponenten sich individuell zusammenstellen und leicht austauschen lassen.

Bei der Phonebloks-Idee stecken die Komponenten in Blöcken, die man individuell zusammenstellen und jederzeit austauschen kann. Bei der Phonebloks-Idee stecken die Komponenten in Blöcken, die man individuell zusammenstellen und jederzeit austauschen kann.

Warum gibt es bei Smartphones keinen Hardware-Konfigurator? So hatte ich im März 2013 gefragt und zu dem Zeitpunkt konnte man noch die Hoffnung haben, dass das Moto X einen bieten würde. Wie wir inzwischen wissen, kam ein langweiliges Smartphone heraus, in dessen Konfigurator man die Gehäusefarbe auswählen kann. Mein Gedanke war: Was es bei PCs wie Laptops gibt, muss doch auch für andere Geräte möglich sein? Natürlich sind die Innereien von Smartphones hoch integriert, damit die Geräte so kompakt wie möglich werden. Wäre es auf der andern Seite nicht auch ein Wert, wenn wir sie nach unseren Bedürfnissen anpassen könnten?

Vor ein paar Tagen stieß ich auf Google+ auf den Post eines indischen Schülers. Seine Idee ging sogar noch weiter, als nur die Komponente selbst auswählen zu können. Er überlegte, dass man sie so gestalten sollte, dass man sie jederzeit austauschen könnte. Ist etwas defekt oder entspricht etwas nicht mehr den eigenen Ansprüchen, greift man nicht zu einem komplett neuen Gerät, sondern zu neuen Komponenten.

"Ein Smartphone zum Behalten"

Über Social Media will Designer Dave Hakken auf seine Idee aufmerksam machen. Über Social Media will Designer Dave Hakken auf seine Idee aufmerksam machen.

Eine sehr ähnliche Idee bewirbt nun der niederländische Designer Dave Hakkens mit seinen Phonebloks. In seinem Modell besteht ein Smartphone aus einer Basisplatte, die alle Komponenten miteinander verbindet. Die wiederum lassen sich einfach aufstecken.

Das Ergebnis mag nicht so elegant aussehen und gewinnt keinen Preis für das dünnste Smartphone der Welt. Dafür aber kann man sich die Komponenten selbst aussuchen, sie ersetzen, austauschen oder das komplette Gerät umkonfigurieren.

Wer einen größeren Akku haben möchte, baut sich eben diese Komponente ein und verzichtet dafür auf andere Bestandteile. Dave Hakkens stellt sich Phonbloks als offene Plattform vor, an der sich zahlreiche Firmen beteiligen und individuelle Komponenten liefern können.

Das folgende Video stellt das Projekt vor:

Ich persönlich kann nicht beurteilen, welche technischen Schwierigkeiten in dieser Idee stecken. Aber das wird dann jetzt sicherlich klar werden, wenn in breiterem Maß über die Idee diskutiert wird.

Und das ist genau das, was Dave Hakkens erreichen möchte: Bis zum 29. Oktober will er eine massive Social-Media-Welle aufbauen, damit möglichst viele Unternehmen darauf aufmerksam werden. Er nutzt dazu die Plattform Thunderclap, auf der man vorab einen Twitter- oder Facebook-Post für exakt diesen Tag einplanen lassen kann. Und schon nach nur einem Tag hat die Resonanz seine kühnsten Träume übertroffen: Über 10 Millionen Posts sind via Thunderclap bereits abgegeben, mehr als doppelt so viel wie er bis Ende Oktober erreichen wollte...

Wer die Idee ebenfalls unterstützen möchte, kann das hier auf phonebloks.com tun. Sollte diese Seite erneut nicht erreichbar sein, geht es alternativ hier direkt auf Thunderclap.

Gefunden bei Slashgear.

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Kommentare

  • Dominik Horn

    11.09.13 (11:10:08)

    Ich schwinge zuerst die "gab es schonmal"-Keule: http://en.wikipedia.org/wiki/Synapse-Phones Aber es ist trotzdem richtig und wichtig, diese Idee weiterzuverfolgen. Ein so personalisierbares Smartphone wäre mir wichtiger, als ein vollendetes Design. Wobei das vermutlich auch mit der Zeit behoben werden würde. Die Frage ist nur, ob die Industrie das überhaupt möchte. Wird das ein Erfolg, gingen die Absätze von Neugeräten ja ordentlich in den Keller.

  • Boa505

    11.09.13 (18:02:57)

    Find ich eine Super idee. Ich würds kaufen!!!

  • JinRoh3181

    11.09.13 (19:44:48)

    Das ist mal ein super Idee - die ja anscheinend auch schon Durchdacht wurde. Technische Probleme sehe ich (mit meinem Laien Wissen) da eigentlich nur gering - da die Aktuellen Phones ja auch in 'Blocken' Produziert werden. Schade ist das Google+ nicht unterstützt wird - so werde ich da leider nicht Teilnehmen können. Danke für den Artikel - wäre nett wenn ihr das verfolgen würdet. MfG JinRoh3181

  • Ege

    12.09.13 (14:46:12)

    das ist ne super idee mit den Blocks so kann man sein handy selbst nach den eigenen wünschen neu erfinden nur meine frage wär was eine preiss Vorstellung man hat bei so nem handy wer es weis soll mal das unter mein Kommentar Danke Ege Ü.

  • Mike

    12.09.13 (20:33:17)

    Das ist mal ne super Idee! Ich denke zwar das dieses extreme Konfigurieren nicht so leicht möglich ist, da sich viele Funktionen nicht so leicht in Bausteine auflösen lassen (sieht ein bischen nach Lego aus) aber grundsätzlich sollte doch an Individualität mehr gehen als eine blöde Farbhülle aus Plastik äh.. ich meine natürlich Polycarbonat. Konfigurieren kann man schließlich auch bei Küchen, Computern, Autos etc. Nur bei Smartphones muß man immer viele Funktionen mitkaufen, die man nie haben wollte und am liebsten gegen einen besseren Akku eintauschen würde....

  • Oliver Weber

    13.09.13 (20:12:17)

    Ich denke, da es bis jetzt nur eine Idee ist ohne Plan zur industriellen Herstellung wird es keinerlei möglichkeiten geben es einzustufen. Was man denke ich sagen kann, ist dass es kein 200 Euro Handy wird

  • RebRob

    05.11.13 (07:40:31)

    Di Idee is super. Jetzt kommt aber auf einmal Google mit der selben Idee.

  • Frontstager

    07.03.14 (19:35:28)

    Die Industrie würde ja ständig verbesserte Blöcke bauen, also bleibt genug Space für Umsatz.

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