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19.07.15

Phoenix Double Open Comb Rasierhobel ausprobiert:Aggressiver Look, sanfte Rasur

Der Phoenix Double Open Comb ist ein dreiteiliger Rasierhobel mit offenem Kamm und - das ist ungewöhnlich - offener Kopfplatte. Das Design basiert auf einem Rasierhobel aus den Vierzigerjahren. Wir haben den Hobel ausprobiert.

Phoenix Double Open Comb Rasierhobel Vorschau

Die Männerwelt teilt sich in Nass- und Trockenrasierer. Und unter den Nassrasierern gibt es immer mehr, die sich von den Vielklingen-Systemrasierern abwenden, um auf Bewährtes zurückzugreifen: Das Rasiermesser oder den Rasierhobel, in den sehr günstige Rasierklingen eingelegt werden. Im Allgemeinen teilen sich Rasierhobel in solche mit geschlossener Schaumkante und in solche mit offenem Kamm. Die Kopfplatte dagegen ist eigentlich immer geschlossen.

1944 stellte Joseph Mellon einen Patentantrag für einen Rasierhobel, der durch Schlitze in der Kopfplatte Wasser und Schaum wie in einem Reservoir halten und dadurch besser auf der Haut gleiten sollte. Nur für wenige Jahre wurde der darauf basierende Rasierhobel verkauft, aber jetzt wird das Design mit den Schlitzen in der Kopfplatte wieder aufgegriffen. Der Phoenix Double Open Comb Rasierhobel soll trotz seines aggressiven Aussehens ausgesprochen gutmütig sein.

 

Der Phoenix Double Open Comb Rasierhobel ist ein typischer Dreiteiler. Sein Kopf besteht aus einer Kopfplatte und der Unterseite mit dem offenen Kamm. Daran wird der Griff geschraubt.

Der relativ kurze Griff des Phoenix Double Open Comb ist mit einer Ziselierung versehen, die den Rasierhobel sehr griffig macht. Auch bei nassen Händen besteht so kaum die Gefahr, dass er aus den Händen rutscht.

Im Gegensatz so ziemlich allen anderen Rasierhobeln ist beim Phoenix Double Open Comb nicht nur das Unterteil des Kopfes gezahnt, sondern auch die Kopfplatte. Das gibt ihm ein ziemlich bissiges und gefährliches Aussehen, dem sein Rasierverhalten allerdings überhaupt nicht entspricht. Im Gegenteil, der Phoenix Double Open Comb ist der gutmütigste Rasierhobel, den ich bisher ausprobieren konnte. 

Der Phoenix Double Open Comb rasiert deutlich hörbar, jedoch etwas weniger gründlich als das schabende Geräusch vermuten lässt. Auch beim zweiten Durchgang ist es noch hörbar. Dafür läuft man jedoch, anders als bei den anderen Kandidaten, so gut wie keine Gefahr, sich durch Unachtsamkeit einen Schnitt zuzuziehen. Der Phoenix Double Open Comb Rasierhobel ist extrem gutmütig. Einer der Gründe besteht möglicherweise darin, dass die Rasierklinge beim Zusammenschrauben des Hobels stark gebogen wird, wie man auf den Bildern erkennen kann.

Die gezahnte Kopfplatte hält tatsächlich Wasser und Schaum, der Phoenix gleitet sanft über die Haut. Vielleicht rasiert er nicht ganz so nachhaltig, aber spätestens nach dem dritten Durchgang ist die Haut babypopoglatt. Und dann kommt es ja auch noch auf die Klinge an. Ich habe ihn mit einer Ladas ausprobiert und war sehr angetan. Meiner Meinung nach ist der Phoenix Double Open Comb ein sehr gutmütiger Rasierhobel, der sich trotz seines aggressiven Aussehens ausgezeichnet für Einsteiger in die klassische Hobelrasur eignet. Oder für alle, die einen wenig aggressiven Rasierhobel bevorzugen.

Den Phoenix Double Open Comb Rasierhobel gibt es direkt beim Hersteller Phoenix Artisan Accoutrements für rund 31 Euro. Dort kann man auch noch diverse Rasierseifen, After Shaves, Klingen und alles rund um die klassische Nassrasur bestellen.

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