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22.05.14

Basteldings: Mini-Drohne als Plattform für „fliegende Apps“

Die Mini-Drohne Phenox aus Japan kommt ohne Fernbedienung daher. Stattdessen kann sie automatisch auf Gesten oder auch eine Stimme reagieren. Programmierer können sie dank Linux-Basis um eigene Funktionen erweitern.

Die Mini-Drohne Phenox lässt sich wortwörtlich per Hand steuern. Die Mini-Drohne Phenox lässt sich wortwörtlich per Hand steuern.

Der Markt der Multicopter-Drohnen wird zusehends vielfältiger. Kürzlich hatten wir euch beispielsweise die Parrot Bebop vorgestellt, eine „Spaß-Drohne“, die sich besonders einfach steuern lassen soll und vor allem mit ihrer eingebauten HD-Kamera überzeugen will. Ein Team aus Tokyo sucht nun auf Kickstarter nach Unterstützern für ihre Mini-Drohne „Phenox“. Ihre Besonderheit: Sie ist als Plattform für „fliegende Applikationen“ gedacht und soll vor allem Bastler und Programmierer ansprechen. Das folgende Video stellt sie vor – leider sind die Sprecher aufgrund der lauten Hintergrundmusik teilweise schwer zu verstehen. Kleiner Tipp: Mit Klick auf „CC“ in der Steuerungsleiste direkt auf YouTube könnt ihr Untertitel hinzuschalten.

www.youtube.com/watch

Besonders interessant ist dabei zum einen, dass die Phenox auf Geräusche reagieren kann wie zum Beispiel eine Trillerpfeife oder auch einen Sprachbefehl. Zum anderen dienen ihre eingebauten Kameras der Mustererkennung. Das nutzt sie beispielsweise, um sich selbst über einem Punkt im Raum zu stabilisieren. Wie man im obigen Video ab etwa 3:00 min sieht, kann man sie auf diese Weise aber auch wortwörtlich „manuell“ steuern: Sie erkennt eine Hand unter sich und folgt ihr, mit einer Geste kann man sie weiterfliegen lassen.

Im Kern arbeitet die Drohne offenbar auf Basis von Ubuntu Linux. Die Programme gibt man ihr per SD-Card weiter. Mit 60 g inklusive Akku ist sie federleicht, kann allerdings auch nur maximal 25 g Last tragen. Die Flugzeit per Akkuladung beträgt laut der offiziellen Angaben fünf Minuten. Den Weg über Kickstarter haben die Macher nach eigenen Worten nicht nur gewählt, um Geld für die weitere Entwicklung und Produktion einzusammeln, sondern auch, um eine Community um die Drohne zu versammeln.

Und das scheint besser zu gelingen, als das Phenox-Team selbst für möglich gehalten hat: Das „Laboratory Model“ für umgerechnet rund 550 Euro ist bereits ausverkauft. Es waren allerdings auch nur 30 Stück verfügbar. Laut Beschreibungstext sucht man nun nach Wegen, weitere Exemplare zu produzieren und anzubieten. Wer daran interessiert ist, kann sich eines der anderen angebotenen Unterstützungslevel aussuchen und wird dann auf dem Laufenden gehalten.

Weitere Informationen findet ihr auf der Kickstarter-Projektseite sowie der offiziellen Website.

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