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01.09.14Leser-Kommentar

Penclic Mouse B3 ausprobiert: Bluetooth-Maus in Stiftform soll Mausarm verhindern

Das schwedische Unternehmen Penclic stellt Eingabegeräte her, die modernes Design mit hoher Ergonomie verbinden. Penclic Mouse B3 ist eine Bluetooth-Maus für Rechts- und Linkshänder, mit der sich ganz anders arbeitet als mit herkömmlichen Mäusen. Wir haben ausprobiert, wie genau.

Penclic Mouse B3 (Bilder: Frank Müller)

„Mausarm“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Repetitive Strain Injury Syndrom. Dabei verursacht die dauernde Arbeit mit Maus oder Tastatur Beschwerden in Nacken, Schulter, Arm und Hand. Die Penclic B3 Bluetooth-Maus wird gehalten und geführt wie ein Stift. Durch diese Bedienung soll sie das Risiko eines Mausarms deutlich herabsetzen.

Die Verpackung ist schon mal sehr schön und durchdacht. Und es ist alles dabei, was man benötigt, um loszulegen: Die Penclic B3 selbst, ein ausziehbares Micro-USB-Kabel sowie ein Stoffbeutel für den Transport. Nach dem Aufladen der Batterie ist die Maus für rund einen Monat einsatzfähig. Jetzt noch den Schalter auf der Unterseite auf „On“ stellen, durch Druck auf den „Connect“-Knopf mit dem Rechner verbinden und neugierig ausprobieren.

Und was passiert? Der Zeiger saust kreuz und quer über den Bildschirm. Kein Wunder, die Empfindlichkeit lässt sich in drei Stufen einstellen, und ist von Haus aus auf sehr empfindlich gestellt. Denn die Penclic B3 ist dazu gedacht, mit minimalen Bewegungen der Fingerspitzen gesteuert zu werden. Nicht, indem man das Unterteil mit Schulter- und Armmuskeln über den Tisch schiebt wie eine herkömmliche Maus. Darauf muss man sich erst einmal einlassen.

Penclic spricht davon, dass diese minimalen Bewegungen ganz natürlich seien. Ich denke eher, dass sie ab der ersten Schulklasse erlernt wurden. Auf jeden Fall unterscheiden sie sich von der üblichen Art, eine Maus zu führen. Nach einer Weile kam ich aber ganz gut damit zurecht.

Das stiftförmige Oberteil der Penclic B3 lässt sich um rund 270 Grad drehen, so dass man die Maus an seine individuelle Stifthaltung anpassen kann. Lässt man die Penclic los, hält das Unterteil den Stift griffbereit wie ein normaler Stifthalter.

Der Linksklick wird wie gewohnt mit dem Zeigefinger ausgeführt, der bei der Penclic allerdings auf der rechten Maustaste liegt. Der Rechtsklick erfolgt dann mit dem Daumen, der auf die linke Taste drückt. Die primäre Maustaste sowie die Geschwindigkeit von Zeiger, Scrollrad und Doppelklick-Intervall lässt sich in den OS-X-Systemeinstellungen ohne zusätzliche Treiber anpassen. Das Scrollrad kann zwar als dritte Taste programmiert werden, dazu benötigt man aber eine Zusatzsoftware wie USB Overdrive (16 Euro).

Laut Penclic funktioniert die Penclic Bluetooth-Maus mit Windows, Linux und Mac OS X, getestet habe ich sie allerdings nur mit OS X.

Da ich normalerweise einen Stift mit Daumen und Zeigefinger führe, bereitet es immer noch ein wenig Probleme, wenn es darum geht, markierte Textteile oder Dateien bei gedrückter rechter Penclic-Taste zu bewegen, ohne mit dem Daumen gleichzeitig die linke Taste zu drücken.

Fazit: Gewöhnungsbedürftig, aber interessant

Weil ich selbst eine Weile Mausprobleme hatte, habe ich eine Zeit lang die Maus abwechselnd mit der linken und der rechten Hand benutzt, auch schon mit mehreren Eingabegeräten experimentiert. Aber obwohl ich mit dem Trackpad gut zurecht komme, bin ich am Schreibtisch doch immer wieder zur Maus zurückgekehrt. Ob die Penclic B3 Apples Magic Mouse auf Dauer verdrängen wird, kann ich noch nicht sagen. Aber sie hält sich auf jeden Fall schon länger als Apples Magic Mouse.

Mehr Infos über die Penclic B3 gibt es auf der Herstellerseite. Leider ist die B3 selbst im Shop auf der Website noch nicht zu finden, nur die Vorgängerversion für im Design für Rechtshänder mit fünf Tasten. Die kostet im Online Shop von Penclic rund 90 Euro, bei Apples Magic Mouse.

Kommentare

  • Wolfgang D.

    01.09.14 (09:44:06)

    Schade, wieder keine echte Alternative zur Maus. Das einzige was wirklich dauerhaft gegen die Schmerzen hilft, ist weniger Bildschirmarbeit.

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