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12.09.12 06:21

, von Wolf-Dieter Roth

Panasonic HD-Camcorder HC-X909 im Test (3/5): Als Fotoapparat nicht optimal

Bei Videoaufnahmen macht dem Panasonic HD-Camcorder HC-X909 so leicht keiner was vor. Ist er auch als vollwertiger Fotoapparat geeignet? Genügend Pixel und die gute Zeiss-Optik hat er dazu ja.

1/2000 s, Blende 2,4, Zoom entsprechend 212 mm Kleinbild - aber viel zu dunkel (Bild: wor)So wie ein moderner Digital-Fotoapparat meist auch filmen kann, wenn auch nicht so gut wie ein echter Camcorder, kann ein moderner Camcorder meist auch fotografieren, wenn auch nicht ganz so gut wie ein richtiger Fotoapparat. Der Panasonic HC-X909 kann es auf dem Papier sogar ausgezeichnet, dank der hohen Sensorauflösung und der guten Optik: Auflösungen von 16 Megapixeln mit insgesamt 4.896 x 3.264 Pixeln sind möglich. Auch ein kleiner Blitz ist vorgesehen, so man im Foto-Modus fotografiert.

Im Video-Modus kann dagegen auch während eines laufenden Video-Drehs eine Foto-Aufnahme gemacht werden - dann allerdings nur mit 16:9 und 14,7 Megapixeln (5.120 x 2.880 Pixel) - immer noch recht ordentlich. Es gibt dann auch leichte Einschränkungen in der Bildqualität, weil die Belichtungszeit zu den Videoaufnahmen passen muss - und die Möglichkeit zu blitzen entfällt. Für jemand wie mich, der Blitzaufnahmen ohnehin nicht leiden kann, wäre dies kein Verlust. Allerdings kann man mit dem HC-X909 auch nachträglich aus einer Videoaufnahme Einzelbilder "herausschießen" - dann natürlich nur mit 1.920 x 1.080 Pixel.

Schwieriger ist es schon, ohne zu verwackeln einhändig auf die Foto-Taste des Panasonic HC-X909 zu drücken. Das ist ein prinzipielles Problem der Camcorder: Sie sind halt zum einhändigen Filmen gebaut, nicht zum beidhändigen Fotografieren.

In der Praxis war die Fotofunktion allerdings eher enttäuschend: Der Panasonic HD-Camcorder HC-X909 nimmt Fotos im Automatikbetrieb meist zu dunkel auf, insbesondere in Gegenlichtsituationen, und mit schlechten und zu kalten Farben. Ob die Aufnahme dabei im Foto-Modus oder im Videomodus geschossen wurde (bei den Musterfotos sind die beiden Kuka-Roboter-Fotos im Videomodus aufgenommen, die restlichen im Fotomodus), spielt dabei keine entscheidende Rolle.

Vergleicht man die Fotoaufnahmen des Panasonic HC-X909 mit den Videoaufnahmen derselben Szenerien, ist der Unterschied deutlich wahrnehmbar. Wieso hier nicht dieselbe harmonische Abstimmung möglich ist wie bei Videoaufnahmen, erschließt sich mir nicht.

Bei manueller Einstellung der Belichtung sollte die Bildqualität besser sein, allerdings wird man genau dies beim "schnellen Schuss zwischendurch" zwischen Videoaufnahmen kaum tun. Besser als mit einer Handykamera sind die Aufnahmen jedoch allemal, sofern man nicht in den Modus schaltet, in dem das Zoom "intelligent" gleich 25-fach arbeiten soll: Da liefert der HC-X909 nämlich nur noch 640 x 480 Pixel, und das reicht heutzutage nicht mal mehr fürs Web.

Am Tag sind also die Videos des HC-X909 sehr gut und die Fotos noch akteptabel. Doch wie sieht es mit Aufnahmen am Abend und in der Nacht aus? Hier sollte die Drei-Chip-Aufnahmetechnik ja ihre Stärken ausspielen. Das Ergebnis verrät der vierte Teil unseres Tests.

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