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05.05.15

Ottobox: Steckdosen mit smarten Funktionen nachrüsten

Das Smart Home ist einer der Trends der Zukunft. Einen Haushalt soll man mit Ottobox schnell nachrüsten können, indem man Steckdosen mit einer Art Adapter versieht.

Unauffällig und für jeden Einsatz geeignet. (Foto: Ottobox) Unauffällig und für jeden Einsatz geeignet. (Foto: Ottobox)

Einfach und schnell soll Ottobox die eigenen vier Wände in ein Smart Home verwandeln. Dazu steckt man das Gerät in eine reguläre Steckdose, den Rest kann man via App am Smartphone erledigen.

 

Wozu das Ganze?

Ottobox wird im Grunde genommen zwischen Steckdose und einem beliebigen Elektrogerät „geschaltet“. Also zwischen Kaffeemaschine, Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher und so weiter. In jeder Ottobox steckt ein WIFI-Modul, über das man mittels eines Smartphones oder Tablets Kontakt zur Steckdose aufnehmen kann – auch dann, wenn man beispielsweise im Urlaub ist und vergessen hat, die Waschmaschine vom Strom zu nehmen. So soll man auf diese Weise Geräte komplett ausschalten und damit auch Strom sparen können. Bis hierhin erinnert das Ganze an Belkins WeMo Switch, aber Ottobox unterscheidet sich doch in einigen Punkten. Daheim nutzt man alternativ die Bluetooth 4.0-Verbindung, genauso stehen zwei USB-Ports zur Verfügung, die ebenfalls ein- und ausgeschaltet werden dürfen. Ferner werden LEDs integriert, die darüber Aufschluss geben, ob eine Verbindung zwischen Endgeräten und Smartphone besteht.

Mehrere Ottobox-Geräte machen Sinn. (Foto: Ottobox) Mehrere Ottobox-Geräte machen Sinn. (Foto: Ottobox)

Ottobox möchte also eine Art Schaltzentrale sein, mit der man von einem beliebigen Ort aus die Kontrolle auf Küchenmaschinen, Lampen oder der HIFI-Anlage erhält. Interessant ist zusätzlich, dass man den aktuellen Stromverbrauch messen kann und Ottobox auf Wunsch lernt. So reagieren Geräte im besten Fall selbständig, wenn man sie ohnehin verwenden würde. Beispielsweise jeden Tag um 19 Uhr schaltet sich die Nachttischlampe ein oder der Wasserkocher ab. Wie man es benötigt.

Teuer und…

Ottobox soll mal wieder bei Kickstarter finanziert werden. Der noch sehr junge Schöpfer Ameer Sami und sein Team sind bemüht, ein überzeugendes Produkt fertigzustellen. Dafür benötigen sie 50.000 US-Dollar, was klappen könnte. Eine Ottobox soll preislich bei 49 US-Dollar beginnen (rund 40 Euro), allerdings dürften mehrere Devices für einen vernünftigen und umfassenden Gebrauch nötig sein. Und das kann dann schon ins Geld gehen, dürfte im Vergleich zu manchen Konkurrenten wie Nest allerdings sehr viel günstiger ausfallen. Bedauerlich wiederum: Aktuell unterstützt man noch keine hierzulande üblichen Steckdosen-Fassungen, obwohl man sich diese Ottobox-Exemplare auch nach Deutschland schicken lassen kann. Bei Erfolg der Kampagne berücksichtigt man sicherlich auch andere Märkte, zumindest bei den Spannungen wurde an 110v, 220v und 230v gedacht.

Trotzdem: Vor allem in größeren Wohnungen möchte man vielleicht fünf, sechs oder gar zehn Ottobox-Geräte nutzen. Das ist letztlich nicht billig. Und wieso die LEDs unbedingt nötig sind? Sie verbrauchen ebenfalls Energie, obwohl die Ottobox doch welche sparen möchte? So recht schlüssig klingt mir das ja nicht.

Weitere Details gibt’s bei Kickstarter und auf der extra eingerichteten Webseite. Ottobox ist in mehreren Farbvarianten geplant.

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