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27.04.09

OQO und Ugobe Pleo: Die Krise fordert ihre Opfer

In Zeiten wie diesen scheint man kein Interesse mehr an besonderer Technik zu haben. So wird für gleich zwei Hersteller das nahe oder sichere Aus vermeldet: Ugobe beerdigt sich und seinen Pleo, und auch dem Hersteller OQO geht es nicht besonders gut.

OQO stellte schon Ultra Mobile PCs (UMPCs) her, da gab es diese Kategorie noch gar nicht. Die Geräte boten hohe Leistung, volle Ausstattung und Windows XP bzw. in der neusten Version sogar Vista, doch wurde das teure und exklusive Gerät von der Welle an Netbooks und Smartphones überrollt. Inzwischen werden von Distributoren keine Bestellungen mehr für das noch im Januar mit Pauken und Trompeten vorgestellte O2+ angenommen, Der CEO musste seinen Hut nehmen, Gerüchte über eine Akquisition machen die Runde.

Ugobe ist da schon weiter: der Hersteller des Dino-Roboters musste nicht nur Gläubigerschutz nach US-Recht beantragen, sondern ist inzwischen auch insolvent.

Die OQOs seien zu groß für ein Smartphone und zu klein, um vernünftig drauf tippen zu können wie auf einem Netbook, glauben Experten wie z. B. IDC-Analyst Rick Shim. Um nicht auf Orders sitzen zu bleiben, die dann doch nicht ausgeliefert werden können, werden Bestellungen für das +02 nicht mehr angenommen. Denn OQO hat selbst Aufträge storniert, obwohl es mit seinem 5-Zoll-OLED-Display der Star der CES im Januar war. Und im Militär- oder Medizinsektor besteht ein Bedarf für solche Geräte - wahrscheinlich werden dann entsprechende Entscheidungen getroffen, wenn es OQO in dieser Form nicht mehr gibt.

Warum die beiden Firmen untergingen, wird man sicher noch untersuchen, doch eines ist sicher: Nur auf ein einzelnes Produkt zu setzen war sicher nicht die glücklichste Strategie. Und das hat auch wenig mit der immer gern als Grund genommenen Krise zu tun.

[via Wired und Computer Reseller News]

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