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16.03.06Kommentieren

OQO im Test: Fazit -- Der Roadster unter den PCs

Und hier der letzte Teil unseres OQO-Tests (Links: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5).

Aus unserem mehrteiligen Test des OQO Model 01+ ist eins hervorgegangen: Dieser kleinste Windows-XP-PC auf dem Markt ist ein aussergewöhnliches Produkt, das viele Stärken, aber natürlich auch seine Fehler hat. Exzellent ist, wie viel Funktionalität und (relative) Bedienungsfreundlichkeit die OQO-Ingenieure in dieses winzige Gerät eingebaut haben. Bei CPU-Performance, Batterielebensdauer und Grafikleistung muss man hingegen mit Kompromissen leben.

Wie auch immer: Der OQO ist eine echte Pionierleistung im Bereich der ultraportablen PCs, und mit der neu angekündigten UMPC-Plattform dürften wir in dieser Kategorie bald noch sehr viel mehr Produktvarianten sehen.

Bleibt die Frage: Wer braucht ein so vergleichsweise exotisches Gerät? Nun, vermutlich kann man die potentiellen OQO-Kunden in zwei grundverschiedene Gruppen aufteilen:

Die erste Gruppe, und gleichzeitig auch diejenige, die OQO in Zukunft primär ansprechen will, sind Profi-User mit branchenspezifischen Anwendungen. OQO nennt da beispielsweise das Gesundheitswesen, Versicherungen, Aussendienstteams oder mobile Servicemitarbeiter. Heute arbeiten solche Leute entweder mit Laptops, die aber oft zu gross und schwer sind, oder aber mit PDAs, die aber natürlich applikatorisch ihre Grenzen haben und schwierig zu supporten sind. Eine wirklich kleine Windows-XP-Maschine wie der OQO kann da in vielen Fällen echte Verbesserungen bringen.

Ein Beispiel: Wie die Zeitschrift "Health Data" berichtet, hat nach dem Hurricane Katrina ein Ärzteteam vor Ort im Katastrophengebiet mit OQOs gearbeitet. Die Geräte konnte von den Ärzten problemlos überall hin mitgenommen werden und erlaubte ihnen Zugang zu Patientendaten auf dem Internet-basierten Informationssystem. Der OQO mit seiner geringen Grösse und relativ robusten Bauweise ist für solche Einsätze bestens geeignet.

Die zweite Kundengruppe sind, natürlich, Gadget-Fans. Und seien wir ehrlich: Braucht man als echter Gadgeteer wirklich eine rationale Begründung, um den weltkleinsten PC einfach haben zu wollen? Natürlich nicht.

Um den Vergleich mit dem Automobilmarkt zu wagen: Der OQO ist keinesfalls ein Kleinwagen, sondern würde eher einem sportlichen Roadster entsprechen: Teuer, laut, überall zu eng, aber einfach faszinierend. Kein Mensch kauft sich einen Porsche Boxster oder BMW Z4 wegen des hohen Nutzwerts. Und so ist aus Gadget-Fan-Perspektive auch der OQO zu sehen: Ein faszinierendes Stück Technik, das so seine Eigenarten hat, aber einfach Spass macht.

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