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09.02.12Kommentieren

Olympus E-M5: Das OM-System von Olympus ist wieder da

Olympus hatte einst einen guten Ruf als einer der ersten Anbieter vollautomatischer System-Spiegelreflexkameras, dem OM-System. Mit der E-M5 möchte der Hersteller da nun wieder anknüpfen.

Mit einer OM-D liegen einem Mann die Frauen zu Füßen... (Bild: Olympus)Das Olympus-OM-System mit Spiegelreflexkameras für 35-mm-Film, Wechselobjektive und weiteren zwischen den Modellen austauschbaren Systemkomponenten startete 1972 mit der OM-1 und endete 2002 mit der OM-4Ti. Diese Kameras überzeugten mit ausgefeilten Systemblitzgeräten inklusive Makroblitzen, guten Objektiven und vielen anderen Systemkomponenten; Autofokus war allerdings noch nicht zu haben.


OM-Kameras mit höheren Nummern gehörten nicht zum eigentlichen OM-System, bei ihnen waren nur einige Komponenten austauschbar. IS-Spiegelreflexkameras des Herstellers hatten dagegen nicht wechselbare, fest angebaute Optiken. Die Objektive des OM-Systems können mit einem Adapter auch am E-System und an den neuen Micro-Four-Thirds-PEN-Kameras verwendet werden, aber ohne Automatikbetrieb.

Die neue Olympus E-M5, ansich eine Micro-Four-Thirds-Kamera, wie die letzten spiegellosen Systemkameras aus dem Hause Olympus, bekam nun kurzerhand – wie als Gerücht schon vor einigen Tagen aufgetaucht – die zweite Typenbezeichnung OM-D verpasst. Damit versucht Olympus an die OM-Legende anzuknüpfen:

Natürlich ist dies ebenso ein Marketing- und Design-Gag wie der, zuvor die Micro-Four-Thirds-Kameras der E-P-Reihe von der Bezeichung und dem Design her an die ebenfalls einst recht erfolgreichen PEN-Halbformat-Kleinbildkameras anzuhängen.

Allerdings ist so nun auch klar, dass es bei Olympus nach der E-5 erstmal keine grossen, «echten» DSLRs im Four-Thirds-Format mehr geben wird, sondern im Micro-Four-Thirds-Format weitergearbeitet wird. Eine vernünftige Entscheidung, denn so kommen bei gleicher optischer Qualität und gleich grossem Bildsensor kleinere, leichtere und kompaktere Kameras zustande.

Doch was bietet die neue Kamera nun konkret? Mehr Pixel - 16,1 Megapixel, höhere Empfindlichkeit bis ISO 25'600. Wie diese beiden Eigenschaften zusammengehen und ob so noch ein brauchbares Bild zusammenkommt, wird zu prüfen sein.

Dazu kommt ein integrierter elektronische Sucher, bei den E-P-Modellen musste ein solcher noch frickelig eingesteckt werden. Dank fünfachsiger Bildstabilisierung - bislang sind nur zwei Achsen üblich – sollen verwacklungsfreiere Aufnahmen möglich sein. Das Paket runden ab: der nach Herstellerangabe momentan schnellste Autofokus der Welt, eine Weiterentwicklung des Olympus FAST (Frequency Acceleration Sensor Technology) AF sowie ein neuer Bildprozessor.

Auch Full-HD-Video (1.920 x 1.080 px) können aufgezeichnet werden, jetzt in MPEG-4, was gewisse Hoffnungen weckt, dass nicht mehr ein GB Daten pro Videominute anfallen, wie noch bei der E-PL1, und dass so auch längere Videoaufzeichnungen möglich sind.

Als neues Zubehör kündigt Olympus den optionalen, zweiteiligen Batteriehandgriff HLD-6 an, den nun auch staub- und spritzwassergeschützten Four-Thirds-Bajonettadapter MMF-3 und das elektronische Blitzgerät FL-600R. Das PT-EP08-Unterwassergehäuse, das ab Juli/August folgt, soll bis zu einem Wasserdruck entsprechend 45 m wasserdicht sein.

Später sollen noch zwei neue Objektive dazu kommen: das M.ZUIKO DIGITAL ED 75 mm 1:1.8 sowie das staub- und spritzwassergeschützte M.ZUIKO DIGITAL ED 60 mm 1:2.8 Makro. Die OM-D (E-M5) selbst ist ähnlich E-3 und E-5 ebenfalls in einem staub- und spritzwassergeschützten Gehäuse aus Magnesiumlegierung mit wahlweise klassisch schwarzen oder edlem silberfarbenen Finish, eben ähnlich der alten OM-SLRs oder auch einer klassischen Praktika.

Die Olympus OM-D soll ab April 2012 für EUR 1'099,00 beziehungsweise CHF 1'299,00 oder als Kit mit dem schwarzen M.ZUIKO DIGITAL ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ-Objektiv für EUR 1'299.00 beziehungsweise CHF 1'599.00 erhältlich sein.

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