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06.09.12

Nokia Lumia 920 und Lumia 820: Windows Phone mit vielen Extras

Nokia zeigt seine neuen Modelle für Windows Phone 8: das Lumia 820 und das Lumia 920. Während ersteres mit AMOLED, Wechselakku und microSD-Kartenslot aufwartet, hat das Lumia 920 eine optische Bildstabilisierung, die sogar Spiegelreflexkameras Konkurrenz machen soll.

Nokias Windows-Phone-8-Katze ist aus dem Sack: Es sind die Namen „Lumia 820” und „Lumia 920” geworden, die Bildverbesserung „PureView” ist mit an Bord, NFC und kabelloses Laden stechen dabei sofort hervor. Nun stellt sich die Frage: Können diese Lumias der Konkurrenz das Wasser reichen? Schauen wir uns die technischen Daten an und entscheiden danach.

Die technischen Daten

Das Nokia Lumia 920 stellt das Vorzeigemodell dar, was sich sowohl in der Displayauflösung, als auch der Kameralinse niederschlägt:

  • 4,5 Zoll IPS-LCD mit 1.280 x 768 px, Nokia nennt das PureMotion HD+
    • Das Display reagiert auch auf Handschuhe, die Finnen nennen das „Super Sensitive Touch”, ähnliches setzt Sony mit der „Floating Touch” Technologie um.
    • Außerdem soll das Display je nach Umgebungshelligkeit für eine verbesserte Lesbarkeit den Displaykontrast anpassen.
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  • 1,5 GHz Dual Core Snapdragon S4
  • 1 GB Arbeitsspeicher
  • 32 GB integrierter Speicher, ohne Erweiterungsschacht für microSD-Karten
  • 8,7 Megapixel-Kamera mit PureView-Technologie
    • "PureView" bedeutet in diesem Fall einen optischen Bildstabilisator (der Linsenapparat ist über Federn gelagert und gleicht Wackler aus, was insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen zu klaren Bildern führen soll).
    • 1.080p Aufnahmen bei 30 Bildern pro Sekunde
  • 2.000mAh Akku
  • Qi Wireless Charging (kabellose Ladetechnologie)
  • 1,2-Megapixel-Frontkamera
  • LTE, HSDPA+, HSUPA
  • NFC
  • A-GPS und Glonass-Unterstützung

Der kleinere Bruder Lumia 820 setzt auf die gleiche Technik und verwendet auch die selben Finessen, lediglich bei der Display-Technik werden es nur 800 x 480 px bei einem AMOLED - so wie es auch bisher bei WP7-Smartphones üblich ist - und die spezielle Linsenaufhängung fehlt. Diesen Umstand gleicht es dafür mit einem wechselbaren Akku und einem microSD-Kartenslot aus.

Die Ausstattungsliste beider Geräte zeigt keine Technologiesprünge oder grandiose Fortschritte, sondern stellt nur eine Zusammenfassung aller momentan gängigen Möglichkeiten dar. Doch das alles auf einmal in einem Gerät zu finden, ist neu.

Die Software

Eine Möglichkeit zur Differenzierung ist die Software-Anpassung. Neben den heiß ersehnten Windows-Phone-8-Funktionen legt Nokia noch einiges bei, was andere Hersteller (und auch Betriebssysteme) nicht liefern. Da wäre zum einen die hervorragende Navigations-Software zu nennen: Nokia Drive funktioniert völlig ohne Internet, gibt klare Sprachansagen und darf mit Fug und Recht als die beste mobile, kostenlose Navigationslösung für Smartphones angesehen werden. Hinzu kommt die Kameraerweiterung, die es erlaubt, Personen im Bild zu entfernen oder deren Gesichtsaudruck zu verändern. Man stelle sich vor, man möchte den Freund fotografieren und es spaziert jemand durchs Bild. Nach der Aufnahme markiert man einfach die Person und schon ist sie verschwunden. Und hatte der Freund gerade eine merkwürdige Grimasse geschnitten, dreht man einfach den Gesichtsausdruck so weit in der Vergangenheit zurück, dass alles stimmt.

Weitere exklusive Software stellen Nokia Music (Online Radiodienst mit Offline-Funktionalität), Nokia eBook oder auch Nokia Bus & Bahn dar. Letzteres berechnet die Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und stellt sie wie die Android App „Öffi” grafisch dar, inklusive Navigationsanweisung.

Die Aussichten

Nokia tut das, was man schon immer gut konnte: den momentanen Stand der Technik in ein einziges Gerät hineinquetschen. Und die Rechnung scheint aufzugehen, denn in Sachen Bildqualität verspricht die optische Stabilisierung gute Ergebnisse, gönnt man sich mit der kabellosen Ladetechnik eine Menge Komfort und erhält mit den vielen Softwarezusätzen eine Menge Mehrwert.

Was bisher jedoch nicht bekannt ist: der Preis. Nach den bisherigen Gesprächen mit Nokia-Mitarbeitern will man sich bei seinen Flaggschiffen nicht auf Preiskämpfe einlassen. Ich vermute deshalb eine Spanne bei den unverbindlichen Preisempfehlungen von 550 bis 600 Euro für das Lumia 920 und 100 Euro weniger für das fast gleich ausgestattete Lumia 820.

Einen exakten Veröffentlichungstermin gibt es ebenfalls noch nicht. Beide Geräte sollen aber noch vor Jahresende 2012 auf den Markt kommen.

Technisches Datenblatt Lumia 820.

Technisches Datenblatt Lumia 920.

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