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10.03.12Leser-Kommentare

Nokia Lumia 610: Erstes Hands-On

Das kürzlich vorgestellte Lumia 610 macht alles besser als das billig-wirkende Lumia 710 und soll gerade mal EUR 190 kosten.

 

Nokia Lumia 610 - Billiger als der Vorgänger und wertiger anmutend (Bild: kaz)Neben CES und MWC gerät die CeBIT etwas ins Hintertreffen. Da verwundert es nicht, wenn verschiedene Mobilfunkhersteller keinen eigenen Stand anmieten. Auch Nokia sparte sich diesen Aufwand und verzichtete auf die eigenen vier Messewände. Doch die neuen Smartphones tauchten trotzdem auf. Der neue Preisbrecher soll Nokia Lumia 610 heißen und ist ein wahres Schnäppchen: EUR 190 peilt man für das Windows-Phone-7.5-Gerät an.

Der Test des Lumia 710 war wenig schmeichelhaft und offenbarte, dass das Schnäppchen-Lumia sich nicht gegen die preiswertere Konkurrenz behaupten kann. Verschlechtert sich das fast EUR 100 billigere Smartphone noch mehr?

[photos title=""]Nein. Stattdessen erhält man das Gefühl, man halte ein wertigeres, ausgereifteres Smartphone in der Hand: Kräftiges Plastik, kein Knarzen beim Drücken und eine insgesamt wohlgefällige Haptik. Ganz klar hatten die Ingenieure mehr Zeit um dieses Lumia zu durchdenken – das Lumia 800 profitierte von der Erfahrung mit dem N9. Doch das Lumia 710 erscheint in aller Eile entworfen zu sein.

Noch haben Hersteller bei Einsatz von Windows Phone 7.5 wenig Handlungsspielraum. Der Preis kommt zum einen durch die auf 800 MHz entschleunigte CPU (Lumia 710: 1,4 GHz) und den um die Hälfte geschrumpften Arbeitsspeicher von 256 MB. Davon war jedoch im kurzen Test am Microsoft Stand nichts zu bemerken, Windows Phone 7.5 scheint sehr genügsam mit Ressourcen umzugehen. Trotz des Preiskampfes darf man auf 8 GB vertrauen, erhält ein Corning Gorilla Glass und sogar eine 5 MP-Kamera mit Autofokus – eigentlich wird den billigen Smartphones nur eine EDoF-Kamera mitgegeben. Auch bei der Akkulaufzeit trifft man auf Rätsel: Nokia verbaut den gleichen Akku, gibt zwar eine höhere Standbyzeit an (580h, statt 400h beim Lumia 710), doch bei Nutzung bringt die langsamere CPU keinen Vorteil. Im MP3-Modus sinkt die Akkulaufzeit gar um 3 Stunden auf 35h.

Durch die rigiden Vorgaben darf man die gleiche Leistung wie bei anderen WP-Smartphones erwarten, dies jedoch zu einem weitaus geringeren Preis. Rein optisch und haptisch ist das Lumia 610 dem 710er weit überlegen. Und sollte ein folgender Langzeittest ein positives Urteil zutage fördern, muss sich die Konkurrenz auf einen harten Preiskampf einstellen.

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Kommentare

  • jan

    11.03.12 (09:07:09)

    na das is aber arg beschnitten an der hardware... das xperia neo bietet deutlich mehr für fast den gleichen preis.

  • Kai Zantke

    11.03.12 (10:12:49)

    Da hast Du nicht ganz Unrecht, das Xperia Neo kostet zur Zeit jedoch 260€, 70€ mehr als das Nokia. Und beim Neo V gibt es einige Forenkommentare, dass die Qualitätssicherung nicht ganz aufgepasst habe. Aber klar: Mit Android 2.3, HDMI und 1GHz CPU hat das Neo V mehr Rumms als das Lumia 610. Ich kann noch nicht mal das Preisargument "UVP" geltend machen, da ich befürchte, dass die 190€ schon knapp kalkuliert sind und es keinen großen Preisverfall mehr geben wird. Das Neo V ist also klar ein starker Konkurrent - die schnellere CPU ist aber nicht zwangsläufig ein Vorteil, denn beim ersten Anfassen konnte ich keine Aussetzer oder Wartepausen feststellen.

  • jan

    11.03.12 (19:26:38)

    gemeint war natürlich das neo V, sorry! Kostet ca 210 €

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