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24.01.15

NEEO Remote Control: Die universellere Universalfernbedienung

Kickstarter-Projekte sind selten wirklich erfolgreich, manches Mal gibt es jedoch Projekte, die weit übers Ziel hinausschießen. So geschieht dies gerade bei "NEEO - The Thinking Remote". Das Ziel war vergleichsweise bescheiden, 50.000 Dollar wollte man während der Crowdfunding-Phase einnehmen. Drei Wochen vor Ende der Kamapgne sind jedoch schon über 500.000 Dollar zusammengekommen. Stellt sich die Frage, was an dieser Universalfernbedienung so viel besser sein soll, als bei den Logitechs, One4Alls und Philips' da draußen.

Neeo Remote Control

Was ist das Besondere an Neeo, der denkenden Fernbedienung? Wenn Neeo gegenüber den etablierten Anbietern von Universalfernbedienunge bestehen möchte, dann sollte sie zwei Grundvorraussetzungen erfüllen: Die Programmierung muss einfach sein und die Unterstützung von Endgeräten sollten so groß wie nur möglich sein. Die Programmierung soll, laut den Initiatoren der Kampagne, sehr einfach sein: man gibt an, welche Geräte im Einsatz sind und an welchen Anschlüssen diese miteinander interagieren, den Rest regelt das System von alleine: Die Aktion "Heimkino" würde zum Beispiel den Projektor einschalten, die Leinwand herunterlassen, den Media-Player einschalten, den Beamer auf die richtigen Eingangsquelle justieren und den AV-Receiver in den Kino-Modus schalten.

So weit, so gut - bis hierher können das auch die etablierten Mitspieler am Markt. Aber nun wird es mit Neeo erst interessant, denn Neeo unterstützt nicht nur Geräte, welche per Infrarot fernzubedienen sind. Neeo verfügt über eine breite Unterstützung verschiedener Funkprotokolle und die vier integrierten Antennen sorgen für Funkkontakt über die Standards Bluetooth 4.0, Bluetooth low energy (BLE), Wi-Fi, 6LowPAN, ZigBee, Thread und Z-Wave. Über diese Standards lassen sich nun Geräte fernbedienen, die eher der Hausautomation als dem Heimkino-Bereich zugeordnet sind. Rolläden absenken, Lichtquellen schalten oder dimmen, das Telefon stummschalten und vieles mehr wird damit möglich.

Neeo Remote Control

Dazu unterstützt Neeo mehrere zehntausend Geräte, welche alle in der Neeo-eigenen Datenbank zu finden sein werden. Darunter sind auch Geräte wie Sonos, das Apple TV, Roku oder die Philips' Beleuchtungsserie Hue. Vor allem durch das relativ verbreitete Z-Wave-Protokoll sind den Steuerungsmöglichkeiten kaum mehr Grenzen gesetzt.

Das Design

Neeo besteht im wesentlichen aus drei verschiedenen Elementen: die Neeo-App, welche es sowohl für iOS als auch für Android gibt, die Fernbedienung mit einigen Tasten und dem Touch-Screen und das sogenannte 'Brain'. Das Brain, macht die eigentliche Arbeit und sorgt für die Fernbedienung der programmierten Geräte über Funkimpulse oder per Infrarot. Mehrere Brains lassen sich miteinander verknüpfen, sodass auch komplexe Steuerungsaufgaben im gesamten Haus möglich werden. Selbst infrarotgesteuerte Systeme, die in Schränken versteckt sind, lassen sich steuern, denn ein sogenannter IR Blaster ist Teil des Lieferumfangs.

Interessanterweise verfügt das Brain auch über einen HDMI-Port. Über diesen werden jedoch weder Video- noch Audio-Signale fliesen, stattdessen ist dies die Vorbereitung auf den HDMI CEC Standard über welchem Heimkino-Hardware zu Steuern ist. Zum aktuellen Entwicklungsstand ist diese Funktion jedoch noch nicht implementiert.

Das Fazit

Der größte Vorteil der Neeo ist sicherlich Ihre Protokoll-Flexibilität. Die Möglichkeiten der Steuerungsmakros scheinen damit fast unbegrenzt. Das Kickstarter-Projekt läuft noch bis zum 12. Februar 2015 und während der Finanzierungsphase werden die NEEO-Sets schon ab 199 Dollar angeboten. Angesichts des großen Interesse und der wirklich gut laufenden Finanzierung wundert es aber nicht, dass die angeboten Sets teilweise schon ausverkauft sind. Trotzdem - reinschauen lohnt sich, denn die Neeo ist eine interessante Alternative zu den bekannten Universalfernbedienungen.

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