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28.02.15

myFC JAQ: kleinstes Brennstoffzellen-Ladegerät der Welt als Reserveakku

Das schwedische Unternehmen myFC (FC = Fuel Cell = Brennstoffzelle) hat sich auf die Entwicklung und produktion mobiler Brennstoffzellen spezialisiert. Nachdem das erste Produkt Powertrekk noch etwas klobig ausfiel, stellt myFC jetzt mit dem neuen JAQ auf dem Mobile World Congress in Barcelona das kleinste Brennstoffzellen-Ladegerät der Welt vor.

JAQ Purple Hero

Das kleine Brennstoffzellen-Ladegerät JAQ sieht schon schick aus. Deutlich eleganter als das erste Produkt von myFC, das PowerTrekk, über das wir vor ziemlich genau 4 Jahren berichtet haben, und das inzwischen zum Preis von 149 Euro zu haben ist.

Allerdings handelt es sich bei den schicken Bildern vorerst nur um Renderings, wenn mich mein Auge nicht täuscht. Das JAQ wird - so ist die Planung - erst im vierten Quartal 2015 serienreif sein. Aktuell wird dieses, laut Aussage von myFC, kleinste Brennstoffzellen-Ladegerät der Welt auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

So richtig viele harte Fakten gibt es noch nicht zum JAQ von myFC. Nur die Kapazität einer Ladung nennt myFC: 2.400 mAh. Das sollte reichen, um ein herkömmliches Smartphone einmal zu laden.

Anders als normale Reserveakkus kommt JAQ dann nicht ans Stromnetz, um wieder geladen zu werden, vielmehr legt man eine neue flache Kartusche ein, beziehungsweise Power Card, wie myFC sie nennt. Diese Power Card enthält Wasser und Kochsalz. Wird sie aktiviert, entsteht Wasserstoff, der wiederum in Strom umgewandelt wird.

Eine leere Power Card kann einfach mit dem Restmüll entsorgt werden. myFC betont, dass es sich dabei um eine besonders grüne, saubere Art der Stromerzeugung handelt. Die Power Card wird aus recycelten Materialien hergestellt, der Brennstoff besteht aus Wasser und Salz. Es werden keine fossilen Brennstoffe verwendet und es bleiben keine Rückstände, die entsorgt werden müssen (außer der Kartusche selbst).

Praktisch könnte JAQ für Menschen sein, die Abenteuer fernab jeglicher Steckdosen erleben und trotzdem genug Energie mitnehmen wollen. Ein JAQ und ein paar Power Cards mitzunehmen dürfte leichter werden als mehrere herkömmliche Reserve-Akkus mitzuschleppen.

Weitere Infos über das Brennstoffzellen-Ladegerät JAQ gibt es auf der Homepage des Herstellers myFC. Bisher ist noch nicht bekannt, wie viel ein JAQ kosten soll und wieviel man für die Power Cards wird ausgeben müssen.

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