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13.02.12Leser-Kommentar

Motorola Razr XT910 im Test (1/2): Scharf und dünn

Die Razr-Serie blickt auf eine erfolgreiche Historie zurück. Mit dem Motorola Razr XT910 ist ein Smartphone auf den Markt gelangt, dass seiner Konkurrenz das Fürchten lehrt. Dieser Test wird zeigen warum dem so ist.

 

Motorola XT910 - Kräftige Farben und eine potente Hardware lassen fast keine Wünsche offen (Bild: kaz)Es gab Zeiten, da buhlten Hersteller um den Titel «Kleinstes Mobiltelefon». Doch dieser Wettlauf ist beendet, denn heutzutage setzt man auf Grösse, nicht Innere, sondern Displaygrösse. Ein «Dell Streak 5» oder ein «Samsung Galaxy Note» mit mehr als fünf Zoll Displaydiagonale kämpfen um Marktanteile. Das Razr XT910 wirkt im Vergleich dazu noch handlich: Ein 4,3-Zoll-AMOLED-Display packt Motorola in das 7,1 mm flache Gehäuse. Ob die Smartphone-Flunder auch in anderen Bereichen überzeugt, wird dieser Test zeigen.

Es war einmal...

Der einstige Mobilfunkpionier Motorola kämpfte in letzter Zeit mit sinkenden Absatzzahlen und verlor massiv Marktanteile. Teilweise lag es an der Hardware, teilweise am biederen Design und teilweise auch an der Auskunft, man werde keine Custom-ROMs auf Motorola Smartphones installieren können. Das hat sich glücklicherweise geändert und die Amerikaner lassen das alte Flair wieder erwachen, indem sie ein Razr ins Rennen schicken, das die Konkurrenz unter Druck setzen soll.

Motorola XT910 - (Bild: kaz)

Haben-Will-Faktor

Ist die Verpackung geöffnet, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Metallrahmen, Corning-Gorilla-Glas-Display und Kevlarrückseite sprechen eine exklusive Sprache. Auch wenn es den Titel des dünnsten Smartphones nicht in Anspruch nehmen kann, 7,1 mm sind verdammt flach! Es ist aber alles andere als zierlich, das starre Gehäuse gibt keinen Millimeter nach und dank des Knubbel an der Rückseite liegt das Razr auch gut in der Hand. Die Verdickung am oberen Ende ist auch bitter nötig, denn die flache Bauweise lässt keinen Raum für Anschlüsse und Kamera. So sind die Seiten denn auch aufgeräumt: Rechts sitzen Tastensperre und Lautstärkekontrolle und links, hinter Gummilippen geschützt, verstaut man microSIM und microSD-Karte.

Wie erwähnt sitzen an der oberen Verdickung die Anschlüsse: microUSB, microHDMI und 3,5 mm Klinkenstecker werden durch einen schwarzen Gummirahmen eingefasst, der Kratzer wegsteckt und sich um das ganze Gehäuse herumzieht. So hält man das Smartphone fest im Griff. Auch die 8 Megapixel-Kamera, deren LED-Blitz und der Lautsprecher müssen sich den Platz im Knubbel teilen. Die Kevlarrückseite überzieht Motorola mit hartem Gummi, der nochmals für einen sicheren Griff sorgt.

Motorola XT910 - Unterschied in der Auflösung des PenTile zum normalen AMOLED. Die Dichte bei PenTile ist deutlich geringer und mit blossem Auge sichtbar. (Bild: kaz)

Technisches

Auch technisch lässt das XT910 keine Wünsche offen: Der 1,2 GHz Dual-Core (TI OMAP 4430) und der PowerVR SGX540-Grafikchip machen Google Android Gingerbread ordentlich Dampf. Zusammen mit den 16 GB internen Speichers, einer Erweiterung bis 32 GB und dem 1 GB Arbeitsspeicher dürften auch künftige Android-Versionen rund laufen. Auf dem riesigen Display hat Motorola 540 x 960 px untergebracht.

Leider wirkt das Display bei näherem Hinsehen befremdlich, da auf dem Super-AMOLED-Screen die schwarzen Subpixel klar erkennbar sind. Das ist der PenTile Matrix geschuldet (siehe Wikipedia). Persönlich habe ich mich schnell daran gewöhnt, Schriften und Kanten sind jedoch leicht ausgefranst. Der Vorteil solcher Displays soll im verringerten Stromverbrauch liegen. Um Bedenken auszuräumen: Die Farben sind knackig und kräftig. Obwohl die maximale Helligkeit unter einem iPad 1 oder iPhone 4 liegt, ist die Ablesbarkeit bei direktem Sonnenlicht super - mir ist das Display gar zu grell. Filme sehen fantastisch auf dem Display aus und bei der täglichen Arbeit fällt die PenTile-Technology nicht negativ auf.

Die Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche des Razr XT910 ist erfrischend anders und bietet einige intelligente Funktionen. Es sind diese Kleinigkeiten, die eine aussergewöhnliche Detailliebe erkennen lassen: Der Sperrbildschirm bietet die Möglichkeit die Kamera zu starten oder das Telefon lautlos zu schalten. Steckt man das Smartphone in die Tasche, so sperrt es sich automatisch (unter folgenden Bedingungen: Der Näherungssensor muss bedeckt sein und das Telefon hochkant in der Tasche stecken). Mit «Smart Action» avanciert das Razr zu einem echten Smartphone: Je nach Standort aktiviert es vordefinierte Regeln, die das WLAN steuern, reguliert in Abhängigkeit des Terminplans die Klingeltöne oder beantwortet Anrufe mit angepassten SMS.

Kurzum, das Razr weckt Begehrlichkeiten, überzeugt mit schierer Leistung, liegt gut in der Hand und zeigt keine nennenswerten Schwächen - bis jetzt. Doch wie steht es um die Kamera, die Klangqualität und die Akkulaufzeit. Im zweiten Teil werden wir darüber berichten.

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Kommentare

  • Dirk Schepers

    13.01.13 (15:28:05)

    Also zweifellllsfrei ist das neue RAZR XT 910 ein Hammer, aber es hat sooo viel irre Funktionen und leider eine ganz andere Menuführung als die gängigeren Sony Erricsson oder Nokia. Daher ists schwierig ,bis man so richtig damit umgehen kann. Ich habs nun 5 Monate und kenne noch nicht mal die Hälfte der Funktionen. Also mein Fazit ist, ich hätte mir lieber ein Sony Erricsson holen sollen. Aber sonst ists echt gut das RAZR XT 910.

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