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05.09.14

Moto X2, G2, 360 und Hint: Motorolas neue Produktserie mit Hinguckern, aber auch Schwächen

Motorola hat im Zuge der IFA in Berlin neue Versionen der Smartphones Moto G und Moto X vorgestellt. Auch der Moto Maker zur Personalisierung des Moto X kommt nach Deutschland. Darüber hinaus hieß es: Bühne frei für die sehnsüchtig erwartete Smartwatch Moto 360 und das interessante Headset Moto Hint.

Motorola Moto G2

Motorola war mehrere Jahre lang kaum noch auf dem Radar von Mobilfunkfreunden aufgetaucht. Mittlerweile bauen die Amerikaner wieder attraktive Telefone. Im vergangenen Jahr überraschte uns besonders das Moto G, das mit tollen Leistungen für weniger als 200 Euro die Einstiegsklasse aufmischte.

Heute gibt es eine neue, laut Motorola verbesserte Version: das Moto G2. Zusätzlich stellte der Anbieter das Moto X2, die Smartwatch Moto 360 und das erstaunlich attraktive Bluetooth-Headset Moto Hint vor.

 

Zunächst zur Luxusklasse: Motorolas neues Spitzenmodell heißt Moto X2, ist der Nachfolger des ein Jahr alten Moto X und soll bessere Optionen bieten. Dabei ist das Display um 0,5 Zoll größer geworden.

Moto X2

Das Moto X, 2. Generation, in der Schnellübersicht:

  • 5,2-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (1080p, 423 ppi), Gorilla Glass 3
  • Snapdragon 801, Quadcore-Prozessor mit 2,5 GHz, Grafik: Adreno 330 GPU
  • 2 GB RAM
  • 4G LTE, Bluetooth 4.0, WLAN a/b/g/n/ac, NFC
  • 16 GB Speicher, über den Moto Maker lassen sich auch 32 GB auswählen
  • 13-Megapixel-Hauptkamera mit Full-HD- und 4K-Videoaufnahme, Ringblitz mit Doppel-LEDs. Frontkamera mit 2 Megapixeln und Full-HD-Aufnahme (1080p).
  • Akku: 2.300 mAh
  • Android 4.4.4

Zur absoluten Spitzenklasse gehört das Moto X2 damit nicht. Einige Hersteller bieten noch mehr ppi und RAM, noch etwas stärkere Prozessoren und Grafikchips und im Gegensatz zum Moto X auch Spritzwasserschutz oder Dual-Kameras. Dem Moto X2 fehlt außerdem weiterhin ein Micro-SD-Karten-Steckplatz zum Aufrüsten des Speichers. Außerdem ist die Akkukapazität bei der Größe des Displays zwar zufriedenstellend, aber nicht all zu üppig bemessen. Ansonsten ist das Moto X2 aber eine starke Weiterentwicklung.

Das Moto X der ersten Generation bot einen kleineren 4,7-Zoll-Screen, mit einfacher HD-Auflösung (kein Full HD), nur einen 1,7 GHz Dualcore Snapdragon S4 Pro, 2.200 mAh Akku mit - laut Motorola - der gleichen Ausdauer wie der neue Akku, 10 Megapixel-Hauptkamera, 2 GB RAM.

Neu ist immerhin, dass der Moto Maker in Deutschland verfügbar ist, mit dem man das Moto X nach eigenen Wünschen ein wenig designen kann, was die technische Ausrüstung (Speicher) und Farbe oder Material der Außenschale anbelangt.

Moto G2

Auch die neue Generation des Einstiegsgeräts Moto G soll die Vorversion übertreffen. Hier die Specs des Moto G2:

  • 5,0-Zoll-Display mit HD-Auflösung (720p)
  • Prozessor: 1,2 GHz Quadcore, GPU Adreno 305
  • 1 GB RAM, Motorola spricht sogar von "weniger als" 1 GB
  • Bluetooth 4.0, WLAN bis ac
  • 8 GB Speicher, aufrüstbar
  • 8-Megapixel-Hauptkamera mit Full-HD-Videoaufnahme und Autofokus. Frontkamera mit 2 Megapixeln.
  • Akku: 2.070 mAh
  • Android 4.4.4

Auch das Moto G hat in der 2. Generation ein größeres Display erhalten als der Vorgänger (4,5 Zoll). Die Kameras lösten in der 1. Generation nur mit 5 und 1,3 MP auf. Einen Quadcore mit 1,2 GHz und einen gleich starken Akku mit 2.070 mAh gab es aber auch schon damals. Dank des kleineren Displays dürfte er in der alten Generation auch länger durchhalten. Damals gab es zum gleichen Preis von 199 Euro sogar noch 16 GB Speicher. Der auffälligste Unterschied ist also der neue Prozessor-Grafik-Chip und die bessere Kamera. Ob ein größerer Bildschirm besser ist, liegt in Auge und Hand des Betrachters.

Moto 360 endlich offiziell vorgestellt

Ferner hat Motorola die seit langem erwartete, runde Smartwatch Moto 360 vorgestellt. Die verfügt über Googles Betriebssystem für Wearables, Android Wear, ein 1,56 Zoll großes Display mit Hintergrundbeleuchtung, 4 GB Speicher, 512 MB RAM, Bluetooth 4.0, Schrittzähler, Pulsmesser, zwei Mikrofone für die Sprachsteuerung und einen Vibrationsmotor. Die Uhr ist wasserfest nach IP-67. Der Akku verfügt über 320 mAh und lässt sich über eine mitgelieferte Basisstation kabellos laden.

www.youtube.com/watch

Erste Tester sind sehr angetan von den Möglichkeiten und der Optik der Uhr, bemängeln aber auch die Akkulaufzeit, die - wie schon die ersten Smartwatches mit Android Wear - netto gerade einmal 12 Stunden betragen soll.

Moto Hint: Bluetooth-Headset mal anders

Und dann hatte Motorola noch ein besonderes Zubehör im Gepäck: Das Moto Hint ist ein Bluetooth-Headset als Zubehör zum Moto X2 oder Moto G2. Es ist ein kleiner, quaderförmiger Knopf, der mehr wie übergroßer Ring aussieht und einfach ins Ohr gesteckt wird. Er registriert dann sogleich, dass er in Betrieb genommen werden soll, schaltet sich automatisch ein und lässt sich dann über das Smartphone bedienen. Er registriert auch, wenn er wieder aus dem Ohr herausgenommen wird.

So ließe sich mitten im Gespräch ein Telefonat auf dem Smartphone fortführen, das über das Moto Hint begonnen wurde. Ein edler Kasten, der auch als Reserveakku dient, lädt das Hint kabellos wieder auf. Die Kollegen von The Verge haben direkt ein Testvideo dazu gedreht:

www.youtube.com/watch

Alles in allem nicht schlecht, was der mittlerweile zu Lenovo gehörende Hersteller hier vorgestellt hat. Das Moto X wurde in seiner neuen Version deutlich besser ausgestattet, das Moto G2 hingegen ist im Vergleich zum Vorgänger nur marginal besser, sonst aber vor allem größer geworden. Moto 360 und Moto Hint beweisen, dass Motorola auch in der neuen Produktklasse der Wearables mitmischen kann. Problematisch bleibt bei diesen Geräten aber die derzeit noch sehr kurze Akkulaufzeit.

Das Moto G2 ist ab sofort in Deutschland UVP für 199 Euro erhältlich, das Moto X2 soll 499 Euro kosten. Die Smartwatch Moto 360 soll 250 Euro kosten und das Moto Hint 150 Euro. Schade ist, dass das Moto X über den Moto Maker nicht vertragsfrei bestellt werden kann. Das geht derzeit in Deutschland nur über einen Laufzeitvertrag mit dem Anbieter The Phone House.

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