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01.03.13Kommentieren

Motorola MBP28 Babyphone im Test: Big Mother is watching you!

Babyphones gibt es schon länger, mit denen man nicht im Kinderzimmer bleiben muss, um zu hören, ob das Baby weint. Motorola liefert nun auch das Bild zum Ton.

Motorola MBP28 Sende- und Empfangseinheit (Bild: W.D.Roth)Wer nachts gut durchschlafen kann, hört ein hungriges Baby erst schreien, wenn auch die Nachbarn bereits entnervt an die Wände hämmern. Sitzt man im Garten oder ist im Urlaub am Strand, nicht einmal dann. Dafür wurden Babyphones erfunden, die über CB-Funk oder Stromnetz das Babygeschrei drahtlos übertragen. Was die CB-Funker meist verärgert, manchmal aber auch erheitert, wenn die Eltern vor der Produktion des nächsten Babys vergessen, das Gerät abzuschalten...

Abhilfe schafft der Babyphone-Modus gängiger DECT-Telefone: Da hört sonst niemand mit und die Reichweite ist auch noch für die Übertragung vom Hotelzimmer bis an den Hotelpool geeignet. Bleibt allerdings das Problem, von jedem Gluckser des Babys aus dem Schlaf gerissen zu werden.

Hier schafft Motorola mit dem MBP28 Abhilfe: Auch dieses Babyphone arbeitet sicher und abhörgeschützt über DECT, liefert aber noch ein einfaches Videobild, einer Webcam vergleichbar, tagsüber in Farbe und nachts dank Infrarot-LEDs auch noch im Dunkeln.

Damit kann man den Ton auch leise stellen und nur eine Alarmfunktion aktivieren, die bei erhöhter Lautstärke im Babyzimmer aktiv wird, während man zwischendurch per Kamera nachschauen kann, ob das Baby schläft.

Da DECT eigentlich nur für Audio und nicht für Video vorgesehen ist, ist die Bitrate gering und schnelle Bewegungen verwischen. Auch ist das Videobild ziemlich klein und hochkant - wie auf einem Handy. Man kann also nicht das ganze Zimmer einsehen, zumal dazu die Reichweite der nächtlichen Infrarot-Beleuchtung nicht ausreicht. Allerdings kann man auch bei älteren Kleinkindern nachsehen, ob diese schlafen. Außerdem kann über einen "Rückkanal" auch das Baby angesprochen und beruhigt werden - sofern das denn nur durch die Stimme möglich ist. Schließlich spielt das Gerät auch noch Schlaflieder ab und zeigt auch die Temperatur im Kinderzimemr an, um ggf. rechtzeitig vor eine Überhitzung oder Unterkühlung des Zimmers zu warnen.

Im neuerdings.com-Praxistest stand zwar kein Baby zur Verfügung und konnte in der kurzen Testzeit auch nicht ins Leben gerufen werden. In einem normalen Kinderzimmer aufgestellt, erfüllte das Gerät jedoch ebenfalls seinen Zweck, wobei die Reichweite der Infrarot-LEDs nachts allerdings nicht ausreichte, um wirklich etwas zu erkennen und die grüne Kontroll-LED an der Kamera abgeklebt werden musste, um den Schlaf des Kindes nicht zu sabotieren. Das Empfangsgerät kann jedoch praktisch mobil im Haus genutzt werden - nur die Sendeeinheit mit der Kamera benötigt einen Netzanschluss.

Bis zu vier Kameras können angeschlossen werden, ein Satz aus Kamera und Empfangseinheit ist zwischen 120 und 150 Euro im Handel.

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