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15.01.16

Gadgets

Oomph, MoJoe und mehr: Mobile Kaffeemaschinen und Kaffeebecher für Geschäftsreisende

Wer unterwegs einen frisch gebrühten Kaffee genießen möchte, muss dafür keinen Stopp bei Starbucks, McCafè & Co. einlegen. Coffee-To-Go kann man auch selbst brühen - mit ausgeklügelten, mobilen Kaffeemaschinen.


Der mobile Kaffeezubereiter The Oomph (Bild: Oomph)

Kaffee ist beliebter denn je

Weltweit werden pro Tag über 2,5 Milliarden Tassen Kaffee getrunken. Umgerechnet bedeutet das, dass in Finnland jeder Einwohner täglich über vier Tassen konsumiert, bei den Deutschen sind es laut einer Erhebung durchschnittlich zwischen zwei und drei Tassen.

Da der Konsum seit ein paar Jahren ungebrochen hoch ausfällt, inspiriert das immer mehr Hersteller und auch private Tüftler, neue Produkte rund ums Thema Kaffee vorzustellen. Ein solches ist das Crowdfunding-Projekt The Oomph.

Heißer Kaffee statt lauter Musik

Das britische Konzept mag zwar genau wie eine deutsche Rockgruppe heißen, aber außer dem ungewöhnlichen Namen haben beide wohl nichts gemeinsam. Bei The Oomph (oder kurz einfach Oomph) handelt es sich um einen Becher, mit dem man laut den Erfindern schnell und einfach Kaffee zubereiten kann. Und das geht so: 25 Gramm Kaffeepulver in das Gefäß geben, heißes Wasser einschütten, das Oberteil runterdrücken – fertig.

Im Grunde funktioniert Oomph ähnlich wie ein klassischer Kaffeezubereiter, zum Beispiel der Marke Bodum. Allerdings fokussieren sich die Briten auf den Aspekt „To-Go“. Das heißt: Alles geschieht in einem großen Kaffeebecher, den man mit sich herumtragen oder im Auto in die Mittelkonsole stellen kann. Mit diesem Konzept sollen besonders Pendler und Geschäftsreisende angesprochen werden, die auf ihren ganz speziellen, selbst gebrühten Pulverkaffee nicht verzichten wollen, aber wenig Zeit haben.

Ein Erfolg trotz wenig Innovationskraft

Obwohl ein Oomph derzeit zirka 40 britische Pfund kostet (umgerechnet 55 Euro), verlief die Schwarmfinanzierung bestens. Über die gesamten Laufzeit sollten mindestens 26.000 Pfund (35.500 Euro) zusammenkommen, das Ziel wurde aber bereits vorher deutlich überschritten. Der Endbetrag lag bei 66.000 Pfund.

So interessant Oomph auch klingen mag, so verwundert es ein bisschen, dass der mobile Kaffeezubereiter erfolgreich finanziert wurde. Flink und bequem Kaffee zubereiten – das ist keine innovative Idee. Derlei Konzepte wurden in den letzten Jahren immer wieder mal vorgestellt. Dabei fiel manch eine Produkt sogar noch einen Tick raffinierter aus.

Echte mobile Kaffeemaschinen 

Wir denken da beispielsweise an die Hey Joe Coffee Mug und Mojoe. Diese wurden ebenfalls über Crowdfunding finanziert. Beide boten den gleichen Ansatz: In einem großen Becher findet der gesamte Brühprozess statt, damit man ganz bequem unterwegs frisch zubereiteten Kaffee genießen kann. Mit dem großen Unterschied zu Oomph, dass bei Hey Joe und Mojoe mit Strom bzw. Akkus betrieben werden. Somit entfällt das externe Erhitzen des Wassers und das manuelle Eingreifen, um das Pulver zu filtern.

Ebenfalls elektrisch, aber etwas komplizierter konstruiert ist Progresso Coffee. Dieses Produkt besteht aus mehreren Einheiten, die aber im Auto Platz finden sollen. Mehr in Richtung von Oomph geht wieder Cafflano: Auch hier muss zusätzlich Wasser aufgekocht werden, um dann im Becher den Brühprozess durchzuführen.

Heizende Becher

Wer dagegen die Zubereitung des Koffeingebräus lieber stationären Profimaschinen überlassen will, aber trotzdem seinen Kaffee über längeren Zeitraum im Zug oder Flugzeug genießen will, der wird ebenfalls in der reichen Welt der Erfindungen fündig.

Die Nanoheat Mug wie auch Ember bieten – wieder einmal – einen ähnlichen Lösungsansatz: Diese XL-Becher besitzen integrierte Akkus, die so stark sind, dass sie den Kaffee über längere Zeit konstant warm halten.

Fazit

Wer im Berufsverkehr oder auf einer Geschäftsreise einen leckeren, frischgebrühten Kaffee konsumieren will, muss dazu nicht bei einer Kaffeekette einen Zwischenstopp einlegen. Mit etwas Vorbereitung und der entsprechenden technischen Ausstattung lässt sich der Coffee-To-Go heutzutage auch ganz anders genießen. 

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