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24.07.15

Mipow Playbulb Garden: Schicke Gartenlampe mit Smartphone-Steuerung im Praxistest

Hersteller Mipow bewirbt die Playbulb Garden als erste smarte Gartenlampe. Ob sie das wirklich ist? Das spielt keine Rolle, denn so oder so handelt es sich hierbei um eine wirlich schöne Leuchte für den Garten, aber auch für die Terrasse oder gar den Balkon.

Unscheinbar, oder? (Foto: Sven Wernicke) Unscheinbar, oder? (Foto: Sven Wernicke)

Die Playbulb Garden reiht sich perfekt in die hauseigene Plattform von Mipow ein. Mit nur einer App können alle LEDs des Herstellers kontrolliert, einzeln oder in Gruppen angesprochen und mit Leuchteffekten versehen werden. Und sonst so?

 

Gute Qualität

Die ursprünglich bei Kickstarter finanzierte Lampe hinterlässt schon beim Auspacken einen positiven Eindruck. Sie ist relativ leicht, fühlt sich andererseits nicht billig an. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 39,99 Euro erwartet man das wohl auch. In wenigen Schritten ist die Ersteinrichtung erledigt: Playbulb X-App für iOS oder Android downloaden, Bluetooth am Smartphone bzw. Tablet aktivieren, Gerät an der Unterseite einschalten und App starten. Nach dem Koppeln können alle gewünschten Einstellungen vorgenommen werden. Simpel, fast selbsterklärend, so sollte es sein.

Persönlich gefällt mir die runde Form und die Präsentation der gewünschten Farbe sehr gut. Der breite Farbstreifen am Rand der Playbulb Garden wirkt natürlich in erster Linie bei Dunkelheit – dafür ist sie schließlich ausgelegt. Dank eines integrierten Sensors erkennt das Gadget selbständig, wenn die Dämmerung hereinbricht. Ebenfalls füllt sich der Akku dank der Solarfläche auf der Oberseite am Tag. Bei meinen Versuchen klappte das eigentlich völlig problemlos und genauso wie bei ähnlich gearteten Gartenlampen vom Baumarkt. Die 0,6 Watt starke RGB-LED genügt in der Nacht absolut und ist gefühlt auch recht sparsam. Eine Möglichkeit, zum Beispiel den 1000 mAh starken Akku über USB zu füllen, existiert nicht.

Die Solar-Fläche. (Foto: Sven Wernicke) Die Solar-Fläche. (Foto: Sven Wernicke)

Mitgeliefert werden zwei Plastikteile, die ihr dazu verwendet, die Playbulb Garden in den Boden zu stecken bzw. zu befestigen. Eines für den Gebrauch, eines als Ersatz. Praktisch. Das gilt auch für die Tatsache, dass die Lampe nach IP56 zertifiziert und somit vor Wasser und Wind geschützt ist. Einem Hagelsturm würde ich sie wohl nicht aussetzen, ein paar Tropfen sollten ihr nichts anhaben.

Im Alltag

So schön eine Playbulb Garden auch sein mag – erst mit mehreren dürfte sie sich im Garten oder an einem anderen Ort eurer Wahl entfalten. Illuminiert Wege, platziert mehrere um die Terrasse und spielt mit den Gruppierungen herum. Farbverläufe und automatische „Regenbögen“ sorgen ganz sicher für Spaß – wenn ihr eben mehr als eine euer Eigen nennt. Eine einzelne macht sich auf dem Balkon oder gar an einem Platz im Bad gut, besonders spektakulär ist das zugegeben nicht. Es sei denn, man verwendet noch weitere Mipow-LEDs. Ich testete dies zusammen mit den Playbulb Candles und der Playbulb Color – das machte schon etwas her. Und dank Bluetooth ist man glücklicherweise nicht von einem WIFI-Netz abhängig. Bis zu 20 Meter kann man sich von den Leuchten entfernen. Wer will, darf Timer programmieren oder die Garden zufällig einschalten lassen, um zu sugerrieren, dass jemand anwesend ist. Ob man damit Einbrecher wirklich abwehren kann? Schöner wäre ein echter Bewegungssensor gewesen.

Schöne Farben. (Foto: Sven Wernicke) Schöne Farben. (Foto: Sven Wernicke)

Trotzdem gibt es etwas zu nörgeln, was allerdings eine grundsätzliche Sache ist. Die Playbulb X-App von Mipow ist zwar simpel gehalten, verschenkt aber auch etwas Potential. Die automatischen Modi sind recht langweilig und manche Untermenüs verwirrend. Hier würde ich mir für die Zukunft mal ein Update wünschen, um den Komfort zu erhöhen, den man bei Verwendung von mehr als fünf Playbulbs erwartet. Doch keine Sorge: Das ist weniger tragisch, als es vielleicht klingen mag.

Fazit: Schicke Sache

Die Playbulb Garden ist optisch richtig ansprechend, besitzt ein wunderbares Licht und eignet sich gewiss nicht nur für den Schrebergarten. Die für den „Outdoor“-Einsatz geeignete Lampe bereitet Spaß und Freunde – garantiert. Wer kann und mag, sollte sich im besten Fall mehrere der Gartenlampen zulegen, dann wirkt das sehr viel besser als eine einzelne. Nur dann wird es leider Gottes recht teuer. Ein Dreierpack ist für rund 100 Euro zu haben. Nicht wenig, ich würde es dennoch empfehlen.

Weitere Details zur Mipow Playbulb Garden gibt’s auf der offiziellen Webseite.

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