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03.07.13

Meze 88 Classics Ebenholz-Kopfhörer im Test: Ungewöhnliches Design, toller Klang

2011 gründete der aus Rumänien stammende Industriedesigner Antonio Meze das Unternehmen Meze Headphones, das verschiedene Serien von Holzkopfhörern für die audiophile Zielgruppe produziert. Wir haben die Meze 88 Classics ausprobiert.

Schlicht und edel: Das ist der erste Eindruck nach dem Öffnen der Verpackung. Die Meze 88 Classics liegen in einer in Schaumstoff gestanzten Form und präsentieren ihre Oberfläche aus satiniertem Ebenholz. Außer den Kopfhörern ist nur noch ein Tütchen mit einem rund zwei Meter langen Kabel in der Verpackung.

Auch die Griffe der vergoldeten Stecker bestehen aus Ebenholz. Und bevor das schlechte Umweltgewissen ruft: Viele Ebenholzarten sind zwar gefährdet, aber Antonio Meze verwendet nur Ebenholz aus legalen kommerziellen Plantagen. Zudem verarbeitet er in seinen Kopfhörern - wie auf den Bilder zu erkennen - gestreiftes Holz, das ansonsten vielfach als Aussschuss betrachtet und nicht verwendet wird.

Der 6,3-mm-Steckeradapter lässt sich abschrauben, darunter kommt ein 3,5-mm-Klinkenstecker zum Vorschein. Die Meze 88 Classics lassen sich also universell einsetzen und passen sowhl an die heimische Hifi-Anlage als auch an mobile Player. Ihre Impedanz beträgt 36 Ohm – das schaffen auch noch iPhone und Co. noch locker.

Was neben der edlen Holzoberfläche gleich noch auffällt, ist die ungewöhnliche Kopfhalterung. Von einem Kopfband oder -bügel kann man bei den Meze 88 Classics eigentlich nicht sprechen, denn auf dem Kopf liegen nur zwei dicke Polster auf, die für den optimalen Sitz sorgen. Das sieht etwas gewöhnungsbedürftig und alienesk aus, trägt sich aber ganz angenehm.

Der Klang der Meze 88 Classics

Beim Anhören von Max Richters Stück "November" mit 320 kBits/s am MacBook Pro deklassieren die Meze 88 Classiscs Kopfhörer die Marshall Kopfhörer, die ich zum Vergleich herangezogen habe, in jeder Beziehung. Die Meze klingen klar, aber nicht schrill. Druckvoll und transparent. Die Marshall Monitor wirken dagegen fast etwas dumpf.

Das ändert sich etwas bei Stücken wie You ain’t the next DJ von Wick-It the Instigator, bei denen der Marshall seine Stärken ausspielen kann. Aber auch hier besticht der Meze 88 Classics durch klaren, druckvollen Klang.

Das gleiche Ergebnis bei "November" von Ben Harper und den Blind Boys of Alabama.

Der Sitz: nicht ohrumschließend

Trotz eines Durchmessers von 88 mm sind die Meze 88 Classics nicht ohrumschließend. Der dicke gepolsterte Rand sitzt eher auf den Ohren, das Loch in der Mitte hat einen Durchmessern von rund 40 mm. Und rund ist hier wörtlich zu nehmen. Ich kennen niemanden der 40 mm große, kreisrunde Ohren hat, also sitzt die Polsterung auf den Ohren. Allerdings ist sie sehr weich und bequem. Auch nach längerem Tragen drückt sie nicht.

Fazit: stilvolles Design, hervorragender Klang

Die Kopfhörer Meze 88 Classics sind ungewöhnlich gestaltet, sehen edel aus und hören sich hervorragend an.

Sie verleihen kahlköpfigen Trägern ein leicht alienhaftes Aussehen. Der Druck wird zwar nicht über den ganzen Kopf verteilt, da sie aber mit rund 290 g nicht viel wiegen und die Kopfhalterung dick gepolstert ist, tragen sie sich auch über längere Zeit sehr angenehm.

Die Meze 88 Classics klingen für meine Ohren sehr klar, natürlich und druckvoll, ohne einen Bereich des Klangspektrums zu sehr zu betonen. Damit eignen sie sich für alle Musikarten.

Die Meze 88 Classics kann man direkt im Online Shop von Meze Headphones für 239 Euro ordern. Dazu kommen noch 20 Euro für den Versand nach Europa. Mehr Infos gibt es auf der Produktseite der Meze 88 Classics.

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