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21.02.11

Meguru Elektro-Rikscha: Laufen war gestern

Japan bricht mit Traditionen und beschenkt die Rikscha mit einem Elektromotor.

Japan, das Land der Kontraste und Widersprüche, vereint Kultur und High-Tech nebeneinander; wo eine Frau im Kimono die Strasse entlang geht, eilt ihr ein ins Smartphone quasselnder Geschäftsmann entgegen. Wo Kultur zur Last wird, tauscht man sie gegen Neues: In diesem Fall rückt man der liebgewonnenen Rikscha zu Leibe, mit der Meguru Elektro-Rikscha.Meguru ist ein Drei-Rad-drei-Personen Fahrzeug, das die herkömmliche Rikscha ablösen soll. Statt Muskelkraft kann sich der Fahrer auf eine Lithium-Ionen Batterie freuen, die ihn und seine Fahrgäste mit bis zu 40km/h durch die Stadt bringt. Nobuyuki Ogura unterstreicht die Umweltfreundlichkeit seines Projektes, denn bis auf die Batterie wurde alles aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt: So kam hauptsächlich Bambus zum Einsatz, die Fensterscheiben bestehen aus traditionellemWashi-Papier.

Auf eine Klimaanlage oder gar Heizung wurde konsequent verzichtet, stattdessen gibt es serienmäßig ein Windrad und Decken für die kalten Wintertage. Der Halter benötigt zur Nutzung einer Elektro-Rikscha einen gültigen Führerschein, darf jedoch auf ein Nummernschild verzichten. Stolz verkündet Ogura zum Schluss: «Wir haben ausschließlich Naturmaterialien verwendet, wenn Sie sich entschließen sollten, sich ihres Fahrzeugs zu entledigen, brennen Sie es einfach nieder.» Eine Entscheidung, über die man angesichts des deftigen Preises von umgerechnet 8800 Euro ruhig eine Nacht schlafen sollte.

Via Reuters.

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