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22.06.12 08:49

, von Thomas Jungbluth

Apple, Asus, Acer, Fujitsu, Toshiba: MacBook Air vs Ultrabooks - ein Marktüberblick

Apple hat seinen Bestseller MacBook Air aufgefrischt, und auch die Konkurrenz aus dem Ultrabook-Lager ist mit neuen Geräten am Start. Dieser Artikel zeigt euch, was diese Laptops können und was sie voneinander unterscheidet.

Nach der Sandbrücke, Sandy Bridge kommt die Ivy..., englisch für Efeu. Die "grüne Welle" besteht aus der dritten Generation der Intel iCore-Prozessoren, die mit neuer Technik produziert wird: 22 Nanometer sowie 3D-Transistoren sorgen für noch mehr Leistung auf gleichem Raum bei verminderter Stromaufnahme - perfekt für Notebooks, oder "Ultrabooks", wie Intel die neue Klasse der leichten, edlen Schleppies auch gerne nennt.

Doch auch andere Hersteller machen sich das zunutze: So ist neben dem Flaggschiff MacBook Pro auch die komplette MacBook Air-Flotte mit Efeu-, pardon, Ivy-Bridge-Rechenknechten ausgestattet. Nach Angaben von Intel sind ab sofort bis in einem Monat mehr als 35 neue "Ultrabook"-Systeme zu erwarten, und im kommenden Jahr sollen weitere hundert dazu kommen. In diesem Beitrag stellen wir ein paar von den ersten vor, die zur Computex und später präsentiert wurden.

Neben dem "Intel Core der dritten Generation", wie Intel seine Ivy-Bridge-Bausteine offiziell nennt, gibt es weitere Neuerungen, wie die Integration von Touchscreens. Intel hat mit verschiedenen Herstellern von entsprechenden Technologien Abkommen geschlossen, um Ultrabooks damit zu produzieren, sogenannte Convertibles (also mit Tastatur im Gegensatz zu den Slates ohne).

Doch die ersten Geräte kommen aus der zweiten Stufe der Intel-Strategie für Ultrabooks. Es handelt sich nach Lesart des Chipherstellers nicht nur um normale Notebooks, nur in superflach, sondern Intel verfolgt damit eine Strategie, wie Karen Regis, verantwortlich für Mobile Computing beim Chiphersteller, erläutert. Das Motto lautet:

Es ist ein Tablet, wenn ich es will. Es ist ein PC, wenn ich es brauche. Alle Tage, jeden Tag.

Man kann auch sagen: Ultrabooks sind richtige PCs, eventuell mit einem Touchscreen, während Tabletcomputer (die andere Welle, die gerade über uns hinweg rollt) meist Touchscreengeräte mit angedockter Tastatur sind. Wie normale Notebooks auch, gleichen sich Ultrabooks, und so suchen die Hersteller Alleinstellungsmerkmale über die Bilddiagonale hinaus, die auch unterschiedlich ist).

Wir greifen einige neuere Modelle heraus, die aus unserer Sicht einen Überblick dazu geben, wie der Markt derzeit aussieht. Um alle Geräte zu zeigen, könnte man inzwischen schließlich leicht ein eigenes Blog einrichten...

Acer: Touch me, ich bin ein Ultra

Acer Aspire S3, ab sofort auch mit Ivy Bridge-Prozessoren

Die neuen Notebooks von Acer wurden Anfang Juni auf der Computex in Taiwan vorgestellt. Sie sind noch so geheim, dass uns die Agentur mitteilte, sie könne uns etwas erzählen, müsse uns dann aber umbringen habe noch keine Informationen oder Fotos. Zum Glück ist Acer Global mitteilsamer. So wissen wir, dass die Geräte Acer Aspire S7 heißen, mit 11- und 13-Zoll-Display erhältlich sind. Das beste an ihnen ist nicht die Full-HD-Auflösung, sondern die Multitouch-Fähigkeit . Sie werden offensiv als Windows-8-Maschinen beworben, man quält sich hier nicht mehr mit der Vorgängerversion. Das Bild zeigt das Aspire S3. Den Touchscreen kann man sich ja denken...

Die Preise sind entsprechend stolz und sollen zwischen 999 und 1.799 US-Dollar liegen. Die kleinere Ultrabook-Variante Aspire S3 mit 13,3-Zoll-Normalbildschirm gibt es schon, sie ist schon ab etwa 800 Euro erhältlich und enthält ab sofort auch die Intel-Chips der Generation 3.

Asus: das Zen des Notebook

Asus Zenbook: Konzentrische Kreise stimulieren die Sinne

Die Zenbooks von Asus gehen gleich mit sechs Modellvarianten an den Start, zwei davon mit 11,6-Zoll-Display (UX21) und vier mit 13 Zoll (UX31). Die Ultrabooks erhalten den Zusatz "Premium". Der Hersteller betont "die klare Linienführung in innovativer Zen-Optik. Konzentrische Kreise auf der Gehäuseoberseite brechen das Licht und stimulieren die Sinne."

Dem haben wir nichts hinzuzufügen, außer den Preisen: sie liegen zwischen etwa 1.100 und 1.300 Euro.

Toshiba, der Breitschirm

Toshiba Satellite U840W mit 21:9-Display

Fast alle neuen Computer (außer iPads) haben ja inzwischen ein Display im 16:9-Format (manchmal auch 16:10). Vorteil: Damit kann man prima Filme ansehen. Vorteil aus Anwendersicht (um mal das reine Argument zu entkräften, es ginge nur um Spaß): Man kann prima zwei Anwendungen nebeneinander platzieren (etwa die Quelle links, den eigentlichen Text rechts).

So wie Philips bei den Fernsehern geht Toshiba bei den Ultrabooks noch einen Schritt weiter und präsentiert einen 21:9-Bildschirm. Der Satellite U840W hat einen mit 14,4 Zoll in eben diesem Breitmaulfroschformat. Bei der Größe wirkt das zwar nur für einen Zuschauer, aber der kann seinen Flugsitz in ein veritables Bordkino verwandeln. Preise wurden noch nicht genannt.

Fujitsu, die Schnellfunker

Fujitsu Lifebook UH572 funkt wahlweise auch via LTE

Fujitsus neueste Ultrabooks sind Teil einer Runderneuerung der "Lifebook" genannten Notebook-Reihe. Zwei davon entsprechen dem "Ultrabook"-Standard: Lifebook UH572 (13,3 Zoll) und UH772 (14 Zoll ).

Die edlen Rechenknechte bieten zwei Alleinstellungsmerkmale (zunächst jedenfalls): Wahlweise eine rote Hülle und außerdem ein optionales LTE-Funkmodul. Da Fujitsu-Notebooks bei uns gefertigt sind, funktionieren die Funkmodule auch bei uns. Unser aller Lieblingswort "optional" bedeutet allerdings, dass man hierfür extra etwas drauf legen muss. Stichwort drauflegen: Preise und Lieferbarkeit stehen noch nicht fest.

Apple: sind wir nicht alle ein wenig ultra?

Die Väter aller Ultrabooks? Apple MacBook Air-Modelle

Nein, heißt die Antwort bei Apple, die - ohne Teil der Welle zu sein - sie in Wirklichkeit ausgelöst haben. Denn ohne Zweifel war das MacBook Air Ideengeber und hat die Hersteller zu dem einen oder anderen Merkmal inspiriert.

Und sie entsprechen auch von den Eckdaten den Vorgaben von Intel, selbst das neueste MacBook Pro mit seinem Retina-Display liegt trotz 15 Zoll Diagonale mit einer Dicke von 18 mm unter der von Intel vorgegebenen Schwelle.

Das teuerste Ultra-Notebook: MacBook Pro mit Retina-Display

Ich kenne Menschen, die sich vor einiger Zeit ein MacBook Air gekauft, Mac OS X davon gelöscht haben und es nur mit Windows 7 als "Ultrabook" einsetzen. Das ist sicher nicht im Sinne der Erfinder und dank der Fülle der vorgestellten Ultrabooks (jetzt ohne Anführungszeichen) auch nicht mehr notwendig. Wer ein Apple-Gerät kauft, sollte sich auch in dieser anderen Welt bewegen (was ja ebenso empfehlenswert ist).

Die perfekte Welle?

Die Ultrabooks scheinen genau die Windows-PCs zu sein, auf die wir schon immer gewartet haben: leicht, leistungsstark und in verschiedenen Größen von taschenfreundlich bis schreibtischgeeignet, mit oder ohne Touchscreen, ganz nach Vorliebe. Das beste: Die Dinger halten endlich mal eine vernünftige Zeit lang durch!

Der einzige Nachteil: Sie sind preislich noch keine Schnäppchen. Aber von der ersten Welle der Ultrabooks bis zur jetzt losgetretenen ist nicht einmal ein halbes Jahr vergangen. Da dürfte schnell von oben Nachschub kommen und dementsprechend die Preise der vorherigen Generationen fallen. Denn schlecht sind die Geräte alle nicht. Die neueren sind nur besser.

Wie immer gilt: Man sollte sich nicht vom schönen schnellen Schein blenden lassen, sondern genau hinsehen, ob das Gerät mit seinen Details zu den eigenen Anforderungen passt – sei es ein Kino-Display oder ein pinkes Gehäuse.

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Kommentare: Apple, Asus, Acer, Fujitsu, Toshiba: MacBook Air vs Ultrabooks - ein Marktüberblick

Genau das richtige für meinen Gebrauch. Kleine, platzsparende Rennmaschinen. Mal abwarten wie die Preisentwicklung aussieht. Wenn sie in 1/2 bis 1 Jahr günstiger werden, schlage ich zu.

Diese Nachricht wurde von Tilo am 22.06.12 (09:17:37) kommentiert.

Meine Herren, was ist mit dem Sony Vaio Z? Find ich herrlich udn hätt ich hier erwartet. Mahlzeit miteinander.

Diese Nachricht wurde von Knut am 22.06.12 (15:14:30) kommentiert.
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