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13.05.12

Mag-Lite LED im Test: Suchscheinwerfer für die Hosentasche

Die Glühlampe hat ausgedient. Auch und gerade als Lichtquelle in Taschenlampen. Nun gibt es auch die Mag-Lite in vollwertiger LED-Ausführung.

Beim Vergleichstest 2008 musste die Mag-Lite, das US-Polizeilicht, noch mit gebremstem Schaum mitspielen: Die konventionelle Glühlampenvariante, 1998 selbst in den Staaten beschafft, durfte gegen moderne, weit kleinere LED-Taschenlampen antreten und lag in der Nähe immerhin gleichauf - auf weite Entfernungen half ihr der besser gebündelte Lichtstrahl zum Sieg.

Dass damals keine LED-Variante der Mag-Lite mitspielen durfte, die 2008 noch aus einem Nachrüstsatz bestand, der in vorhandenen Mag-Lites gegen die Glühlampe auszutauschen war, lag am Unwillen des Deutschlandimporteurs, der zwar teuer in der ADAC-Motorwelt inserierte, doch nicht lieferte.

Nun fand ich eine Vollblut-LED-Mag-Lite - kein Nachrüstsatz, sondern ab Werk mit LED ausgerüstet - bei einem Werbemittel-Hersteller, der dann größere Stückzahlen mit Firmenlogos versieht. Die Preise liegen im Bereich des damaligen US-Eigenimports, richten sich exklusive Mehrwertsteuer allerdings an Unternehmen. neuerdings.com durfte aber ein Exemplar testen:

Die US-Cops verwenden üblicherweise die Größe "4D" mit vier 1,5-V-Monozellen, da diese am schwersten ist, am längsten mit einem Batteriesatz läuft und notfalls auch als Schlagstock verwendbar ist. Ich hatte damals eine "3D" importiert, was aber mittlerweile lästig ist, da Mono-Zellen heutzutage eigentlich nur noch im Zweierpack verkauft werden und so beim nur selten notwendigen Batteriewechsel öfters eine bereits gut abgelagerte Monozelle gemeinsam mit einer frischen eingebaut werden muss, was wenig empfehlenswert ist: Eine beim Umpolen einer entladenen Alkali-Monozelle mögliche Explosion dürfte in ihrer Kraft auch die stabile Mag-Lite überfordern und beim Benutzer und dessen Behausung zu massiven Schäden führen.

Da die "4D" in Deutschland kaum zu finden ist, wählte ich eine "2D" zum Test - mit zwei Monozellen. 28 Stunden am Stück soll sie mit diesen laufen können.

Im Gegensatz zur Glühlampenvariante wird keine Ersatz-LED mitgeliefert - diese soll ja nun lange halten. Überraschend ist jedoch, wie gut Mag-Lite die ursprünglich schlechtere Fokussierbarkeit des LED-Lichstrahls gegenüber der Glühlampe in den Griff bekommen hat: Tatsächlich fokussiert die LED-Variante sogar besser als das Glühlampen-Modell und liefert einen um ein Vielfaches helleren Strahl.

Schon der Vergleichstest bei Tage - wie 2008 und ein weiteres Mal mit 2,5 Metern Abstand - zeigt, wie groß die Unterschiede zum bisherigen Testfeld ausfallen. Ein nächtlicher Test von einem Hügel aus musste gar nach weniger als einer Minute wegen massiver Störung der Nachtruhe abgebrochen werden, da beim ersten Einschalten der LED-Mag-Lite und dem Scannen der Umgebung etliche Vögel von den Bäumen kreischend aufflogen und nach einem Beleuchten der Häuser im etwa 1 km entfernten Tal auch noch dutzendweise Hunde anschlugen. Das Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage könnte also noch stehen, wenn es in der Reihenhaussiedlung Önkelstieg seinerzeit zu Weihnachten LED-Mag-Lites gegeben hätte...

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