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19.11.12 11:22

, von Jan Tißler

Lichtfeld-Fotografie: Lytro lernt interessante neue Tricks

Mit der Lytro Lichtfeld-Kamera konnte man bisher schon im Nachhinein festlegen, worauf das Bild fokussiert sein soll. Nun lernt die dazugehörige Desktop-Software zwei weitere Dinge, die das ganze Potenzial dieses neuen Ansatzes aufzeigen.

Einer der neuen "Living Filter", die per Fingertipp oder Klick auf einen Bereich des Bildes angewendet werden.

Schon als wir Mitte 2011 das erste Mal über die Lytro berichtet haben, war von zwei zentralen Features die Rede: Zum einen kann man bei den Aufnahmen hinterher festlegen oder auch den Betrachtern überlassen, welcher Teil scharf sein soll und welcher unscharf. Und man sollte zudem die Perspektive der Aufnahme verändern können. Diese zweite Funktion wurde jetzt nachgelegt. Die gute Nachricht für Lytro-Besitzer: Das funktioniert auch mit Aufnahmen, die man schon gemacht hat. Die Daten waren also schon vorhanden, sie werden aber erst jetzt verwendet.

Neben diesem "Perspective Shift" genannten Feature kommen "Living Filters" hinzu, mit denen man den Bildern eine besondere Optik verpassen kann. Aber auch hier spielt die Lytro ihre Fähigkeiten aus: Die Filter lassen sich beliebig auf verschiedene Bereiche des Bildes anwenden. Wie das aussieht, zeigen euch die Fotostrecke oben und die beiden Videos unten.

Einschränkend muss man sagen, dass der Effekt beim Verändern der Perspektive minimal ist. Zudem muss das Motiv das logischerweise überhaupt hergeben. Sprich: Je größer man den Unterschied zwischen Vorder- und Hintergrund bei der Aufnahme gestaltet, desto größer der Effekt.

Die Bilder kann man dann auch in Social Networks wie Facebook teilen, wo sie direkt eingebettet werden. Die Betrachter können dann selbst den Schärfepunkt festlegen oder eben jetzt auch mit der Perspektive herumspielen. Die iPad-App nutzt zudem den Lagesensor des Tablets, so dass ein Kippen des Geräts auch ein Kippen der Perspektive bewirkt.

Alles in allem ist es eine faszinierende Technik, die wie Kollegin Gabriele Remmers in ihrem Lytro-Test schrieb, einen "großen Haben-Wollen-Faktor" hat. Dort erklärt sie auch einige weitere Hintergründe zur Technik und vor allem, wie sich die Kamera in der Praxis macht. Denn bei aller Faszination für die Möglichkeiten dieses Gadgets wirkt die erste Generation noch nicht besonders ausgereift.

Das ist dann auch ein Trostpflaster dafür, dass sie noch immer nicht in Europa erhältlich ist.

Persepctive Shift

Living Filters

Weitere Informationen in diesem Post im offiziellen Lytro-Blog.

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Kommentare: Lichtfeld-Fotografie: Lytro lernt interessante neue Tricks

Für mich werden solche Kameras erst interessant, wenn die Auflösung entsprechend hoch ist und der Preis dabei bezahlbar bleibt. Die Lichtfeldkameras der Raytrix GmbH haben zwar (soweit ich weiß) eine höhere Auflösung als diese hier, kosten aber auch entsprechend mehr. Aber vielleicht ändert sich das ja in den nächsten 5 Jahren. Mal abwarten.

Diese Nachricht wurde von Dachs am 26.11.12 (15:39:18) kommentiert.
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