Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

14.04.13Kommentieren

Low Fi High Tech Headphones: Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

Kann man einen Kopfhörer komplett selbst bauen, ohne auf vorproduzierte Spezialkomponenten zurückzugreifen? Die "Low Fi High Tech Headphones" des Designers J. C. Karich sollen genau das sein. Wer sie nachbauen will, braucht einen 3D-Drucker und einige Basismaterialien.

Die Kopfhörer von J. C. Karich kommen ohne vorproduzierte Spezialkomponenten aus. Die Kopfhörer von J. C. Karich kommen ohne vorproduzierte Spezialkomponenten aus.

Der in Chile geborene und in Frankreich lebende Industriedesigner J. C. Karich ist im Bereich 3D-Druck schon einigen bekannt. 2011 hatte er seinen "Ear Adapter" vorgestellt. In ihn steckt man Apples Standardkopfhörer ein und macht sie so zum Over-Ear-Kopfhörer. Hergestellt wurde der Adapter per 3D-Drucker. 2012 hatte er den verbesserten "Ear Adapter v2" gezeigt. Und nun meldet er sich mit den "Low Fi High Tech Headphones" zurück, die noch viel weiter gehen. Diesmal wollte er den Kopfhörer von Grund auf selbst bauen.

Das folgende Video zeigt euch den Kopfhörer. Wie man sieht, hat sich J. C. Karich zusätzlich Gedanken über eine ansehnliche Präsentation der einzelnen Komponenten gemacht. Danach sieht man im Video auszugsweise, wie der Kopfhörer entstanden ist:

J. C. Karich bezeichnet die Low Fi High Tech Headphones als Forschungsprojekt. Entsprechend haben sie nicht den Anspruch, in dieser Form den Markt für Kopfhörer zu revolutionieren. Vielmehr geht es darum, die Grenzen des Machbaren auszuloten. Sogar der Stecker für den Kopfhöreranschluss sollte deshalb nicht einfach im Laden gekauft, sondern selbst hergestellt werden. Und auch wenn der vielleicht nicht vertrauenerweckend aussehe, funktioniere er doch ganz hervorragend, schreibt der Designer.

Der 3D-Druck-Kopfhörer ist an Quellen wie MP3-Playern oder Smartphones allerdings zu leise und benötigt eine zusätzliche Verstärkung. Über den Sound kann man trotz der Hörprobe im Video nur spekulieren – über den Tragekomfort sowieso. Zudem ist im aktuellen Design offenbar nur eine der beiden Hörmuscheln wirklich angeschlossen. Da die Dateien auf Thingiverse zum Download zur Verfügung stehen, kann sich jeder selbst einen Eindruck verschaffen, der Zugriff auf einen 3D-Drucker hat und sich die Bastelarbeit zutraut.

Und wer weiß, wie die nächste Version dieser Kopfhörer ausfallen wird.

Gefunden bei Yanko Design.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer