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16.01.13Leser-Kommentar

Lomography Smartphone Film Scanner: 35-mm-Negative per Smartphone digitalisieren

Mit einer simplen Vorrichtung und einer Smartphone-App soll jeder aus einem klassischen 35-mm-Negativfilm digitale Bilder erstellen können. Das ist jedenfalls die Idee des Smartphone Film Scanners, den das Wiener Unternehmen Lomographische AG derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter anpreist.

Lomography Smartphone Film ScannerWie bei so vielen, teilt sich auch bei mir das fotografische Leben in den analogen und den digitalen Part. Alles, was seit meiner ersten Digitalkamera entstanden ist, habe ich auf meinem Computer. Alles davor findet sich in einer großen Holzkiste. An sich wäre es schön, die alten Bilder einzuscannen, aber der Aufwand ist einfach zu groß. Und extra dafür einen speziellen Negativscanner anschaffen, der es eventuell erleichtert?

An dieser Stelle möchte das Wiener Unternehmen Lomographische AG mit ihrem Smartphone Film Scanner eingreifen. Er ist preisgünstig und soll dabei leicht zu bedienen sein. Als eigentlicher Scanner hält dafür ein Smartphone her. Die passende App hat die Aufgabe, aus der Vorlage ein ordentliches Ergebnis zu liefern. Wer die Lomographische AG schon kennt, wird allerdings wissen: Hier geht es weniger um hohe Qualität.

Die 1992 von Wiener Studenten gegründete Lomographische AG vertrieb anfangs die russische Kamera Lomo LC-A. Inzwischen gehören weitere Importe und auch eigene Kameras und Zubehör zum Produktportfolio. Bei der "Lomografie" steht das Analoge im Vordergrund und daher ist es gewollt und gewünscht, dass die Bilder eben nicht digital perfekt sind, sondern ihren eigenen Charakter haben.

Auf der Lomography-Website wird der geplante Smartphone Film Scanner prominent beworben. Und wahrscheinlich ist die Hauptzielgruppe auch dort zu suchen. Denn Lomographien haben im Zeitalter der Social Networks einen großen Nachteil: Man kann nicht mal eben der Welt zeigen, was man Großartiges fotografiert hat.

Das folgende Video stellt das Gerät vor:

Funktioniert mit iPhones und Android-Smartphones

Auf der Kickstarter-Projektseite zum Smartphone Film Scanner finden sich mehrere Beispielbilder. Insofern kann sich jeder mit eigenen Augen einen Eindruck davon verschaffen, worauf er sich einlässt.

Der Smartphone Film Scanner funktioniert dabei mit allen iPhone-Modellen und sollte auch mit den meisten Android-Smartphones nutzbar sein. Laut der FAQ auf der Kickstarter-Seite sollte die Kamera in der oberen Ecke oder oben mittig platziert sein. Problematisch kann es sein, falls das Handy seinen Auslöseknopf an der Seite hat, denn dort wird es in die Apparatur eingeklemmt.

Beispielscan, hier inklusive der Filmränder.

Der Scanner selbst kommt mit allen Arten von 35-mm-Filmen zurecht, egal ob es sich um Negative oder Dias, Farb- oder Schwarz-Weiß-Bilder handelt. Betrieben wird er über 2 AA-Batterien oder entsprechende Akkus. Dank des geringen Gewichts von 244 g und den vergleichsweise kompakten Maßen (14 x 7 x 13 cm) ist er leicht zu transportieren.

Mit der App beschneidet man die Bilder passend. Dadurch geht etwas von der Auflösung verloren, die logischerweise von der eingesetzten Smartphone-Kamera abhängt. Über die App soll man die Bilder dann auch zu Social Networks sharen können. Die App wird es fürs iPhone und für Android geben.

Preis und Lieferbarkeit

Das Kickstarter-Projekt hat sein Finanzierungsziel bereits erreicht. Noch haben Interessenten knapp drei Wochen Zeit, sich ebenfalls zu beteiligen. Die Scanner sollen im März 2013 ausgeliefert werden. Der günstigste Preis inklusive Versand und Steuern liegt bei umgerechnet rund 53 Euro. Wer mehr ausgeben möchte, findet darüber hinaus Pakete, die eine Kamera enthalten – eine analoge Kamera, versteht sich.

Weitere Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

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Kommentare

  • Alex der Fotograf

    18.01.13 (09:00:02)

    Ist doch eine tolle Idee... Es gibt zwar heute sehr viele Scandienste im deutschsprachigen Raum... aber mal gemütlich zu Hause ein paar alte Fotos auf Facebook zu laden... das würde ich auch noch machen... Niedrigere Qualität kann auch *Massenmarkt* heissen, also Wirtschaftlichkeit, also tiefere Preise... freu mich drauf.

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