Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

05.11.14

Lo-Fi SES: Das Musikinstrument für Chiptunes-Liebhaber

Lo-Fi SES könnte das perfekte Musikinstrument für Retroliebhaber, Nostalgiker und ältere Semester sein, die mit Spielautomaten, C64 und NES aufgewachsen sind. Denn die kleine Peripherie erzeugt typische Chiptunes-Melodien.

Chiptunes mit kleiner Hardware erzeugen. (Foto: Assorted Wires) Chiptunes mit kleiner Hardware erzeugen. (Foto: Assorted Wires)

Das 8bit-Piepen nostalgischer Arcade-, Computer- und Videospiele ist wohl vielen bestens bekannt. Die Klänge früherer Tage erzeugen auch heutzutage noch sehr viel Charme, vor allem bei Soundtracks legendärer Games. Und es gibt nach wie vor Musiker, die sich an den technischen Limitierung von damals versuchen, um so nostalgisch anmutende Töne zu erzeugen. Mit dem Lo-Fi SES soll dies bald schon zu einer Leichtigkeit werden. Denn es handelt sich hierbei um ein elektronisches Instrument, das genau diese „Geräusche“ erzeugen kann.

 

Etwas mehr als Arduino

Der Schöpfer modifizierte offenbar einen Arduino-Controller in vielerlei Hinsicht, um ein eigenständiges Gerät zu erschaffen. Herausgekommen ist Lo-Fi SES, ein Instrument mit etlichen Tasten. Beim Betätigen dieser entstehen Klänge, die miteinander kombiniert werden können.  Und so spielt man auf Wunsch ganze Songs, die auch direkt im Lo-Fi SES gespeichert werden dürfen. Über eine USB-Verbindung zum PC überträgt man seine Werke zum Rechner, um sie dort weiterzuverwenden. Dank Kopfhörer-Anschluss kann man jederzeit und überall in aller Ruhe musizieren.

Wie das genau funktioniert? Das zeigt das Video der Macher...

Lo-Fi SES ist eine eigenständige Lösung, die mit sechs AA-Batterien betrieben wird. Einige LEDs stellen zudem dar, welche Tasten man gerade betätigt. Und durch die Schnittstelle zu einem Rechner und der Kompatibilität zu Arduino sind weitere Optionen denkbar. Beispielsweise belegt man die Buttons mit neuen Tönen. Kurioser sind die sogenannten Cartridges.

Module?

Sichtlich ist der Erfinder ein Fan alter Spielkonsolen, denn Lo-Fi SES kann man auch mit Cartridges erweitern. Ähnlich wie bei den Spielemaschinen der 1980er- und 1990er Jahren steckt man hierzu Module in einen vorgesehenen Slot, um einen USB-Anschluss zu ermöglichen oder der Hardware neue Töne zu entlocken. Es soll also Musikfreunden leicht gemacht werden, vor allem wenn sie nicht selbst programmieren möchten.

Bedauerlich ist dennoch, dass Lo-Fi SES offenbar auf ein stabiles Gehäuse verzichtet, man also die Platine in der Hand hält. Das ist nicht gerade komfortabel. Andererseits kann man sich schon für unter umgerechnet 40 Euro ein Exemplar des Gadgets sichern. Bei Kickstarter wurde die anvisierte Summe von 5000 US-Dollar bereits überschritten. Mit etwas Glück erscheint Lo-Fi SES im April 2014.

Alle Details findet man bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite.

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer