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02.05.08

Livescribe Pulse: Der cleverste Stift aller Zeiten

Der Livescribe Pulse ist ein Stift, der unterwegs Gekritzeltes nicht nur automatisch auf den PC oder ins Internet bringt. Der Kugelschreiber "hört" sogar zu und weiss genau, was bei welcher Notiz gesprochen wurde.


Dieser Kugelschreiber digitalisiert Kritzeleien und ergänzt sie mit Sprachaufnahmen. Alle Bilder ansehen(© Livescribe)

Das wichtigste Werkzeug vieler Denker und Schaffer ist noch immer der Kugelschreiber. Livescribe Pulse bringt das Werkzeug ins Digitale Zeitalter. Der Hersteller bezeichnet den Smartpen stolz als "Computer":

 


Die Infrarotkamera erkennt die Stiftbewegungen auf dem Spezialpapier. (Bild: Livescribe)

Selbstprotokollierende Kugelschreiber sind keine neue Erfindung, haben bisher aber den Marktdurchbruch nicht geschafft. Der Trick funktioniert bei allen Modellen ähnlich: In der Schreibspitze befindet sich eine kleine Infrarotkamera, welche die Stiftbewegungen aufzeichnet. Beim Livescribe ist dazu spezielles Papier nötig, welches mit einem kaum sichtbaren "Orientierungsvordruck" versehen ist.

Das so aufgezeichnete Gekritzel landet im Speicher des Kugelschreibers, der beim Smartpen zwischen einem und zwei Gigabyte fasst.


Per USB überträgt der Livescribe Pulse - Stift Audio und Skizzen auf den PC oder ins Internet. (Bild: Lightscribe)

Wird der Stift später in die Dockingstation mit USB-Anschluss gestöpselt, landen die Notizen als grafische Abbilder auf dem PC. Integrierte Software versucht dabei, aus dem Gekritzel mittels Zeichenerkennung auch gleich computerverwertbaren Text für die Indizierung zu erstellen.

Bis hierhin ist vielen potenziellen Käufern nicht klar, warum sie nicht einfach normales Papier bekritzeln und später einfach einscannen sollen. Ein Vorteil der Smartpens ist, dass sie Gekritzeltes auch automatisch perfekt mit Zeitstempeln versehen können. Einige Modelle merken sogar, wenn man nachträglich an einer Skizze Änderungen vorgenommen hat.


Dank integriertem Lautsprecher kann der Pen Audio- Aufzeichnungen sofort wiedergeben. (Bild: Livescribe)

Die "Revolution" beim Livescribe-Pen liegt aber beim integrierten Mikrofon. Dieses zeichnet auf Wunsch auch synchron zum Gekritzel den Ton auf. Wer also beispielsweise einem Vortrag folgt, hat bei jedem Stichwort auch gleich den dazugehörigen Kommentar.

In der bis zu 100 Stunden langen Tonaufnahme kann man später navigieren, indem man einfach auf ein Wort in der Notiz klickt. Optische Gedankenstützen sind so fix mit einem Audio-Protokoll verknüpft.

Livescribe bindet ferner seine Lösung auch in ein Dienstleistungsangebot ein. Notizen und Ton lassen sich einfach ins Internet transferieren und werden dann dort von einem Transkribierungsdienst gegen Bezahlung abgetippt.


Die Livescribe-Plattform umfasst auch Internet-Dienste. (Bild: Livescribe)

Witzig ist auch der Papierrechner von Livescribe. Auf dem speziell bedruckten Papier findet sich ein wissenschaftlicher Taschenrechner. Tippt man mit dem Stift darauf herum, sieht man das Ergebnis im OLED-Display des Kugelschreibers.

Ein Datenblatt des Pulse beschreibt weitere Details.

Der Livescribe Pulse kostet mit einem Gigabyte Speicher 149 US-Dollar. Die 2-Gigabyte-Version kostet 199 US-Dollar. Ein Giga reicht für 100 Stunden Sprachaufzeichnung. Mitgeliefert wird ein Block mit 100 Seiten Spezialpapier. Nachschub kostet knapp 20 Dollar für 4 Spiralblöcke mit je 100 Seiten.

Der Pulse ist nur via Onlineshop in den USA erhältlich. Ferner scheint der Hersteller mit der Auslieferung einige Wochen im Rückstand zu sein.

Cnet-TV hat ein Video zum Livescribe Pulse gedreht.

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