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28.07.15Leser-Kommentar

Lesen lernen: Die beste Methode - Lesen mit Spaß

Die meisten von uns lesen täglich, ohne groß darüber nachzudenken. Auf Papier, am Smartphone, am Rechner. Diesen Text zum Beispiel. Aber diese Fähigkeit muss erst einmal erlernt werden. Über die beste Methode streiten sich die Experten.

Lustige TaschenBücher

Im Großen und Ganzen werden zwei Methoden angewandt, um Kindern in der Grundschule das Lesen beizubringen.

Bei der neueren Methode „Lesen durch Schreiben“ lernen die Kinder Worte, indem sie sie mit Hilfe einer sogenannten Anlauttabelle schreiben. Fehler werden dabei zunächst nicht korrigiert.

Einige iPad Apps wie [itunes itunes.apple.com/de/app/erstes-schreiben-erstes-lesen/id422263702] Erstes Schreiben, erstes Lesen [/itunes], die von Apple zur „App der Woche“ gewählt wurde, arbeiten mit dieser Methode und der Anlauttabelle.

Bei der herkömmlichen Fibel-Methode dagegen lesen die Kinder einfache Worte, bei denen man jeden Laut hören kann, wenn man das Wort langsam spricht, zum Beispiel Auto.

Welche Methode besser ist, darüber streiten die Pädagogen

Langfristig scheint es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zu geben. Allerdings sieht es so aus, als hätten Migrantenkinder und generell zweisprachige Schülerinnen und Schüler massive Nachteile durch die Methode „Lesen durch Schreiben“.

Ich würde grundsätzlich eher für die Methode „Lesen durch Spaß“ plädieren. Comics sind nach meiner Erfahrung ein idealer Einstieg. Als das LTB Nr. 1 „Der Kolumbusfalter“ von Ehapa 1967 erschien, war ich fünf. Als ich mit sechs in die Schule kam, konnte ich lesen. Gut, damals gab es noch keine zig Fernsehkanäle, kein Internet und keine Smartphones. Dann hätte die Sache vielleicht anders ausgesehen.

So aber konnte ich durch Comics die Liebe zum Lesen entdecken und eine Fähigkeit entwickeln, die in allen Bereichen unverzichtbar ist - die Fähigkeit, Texte schnell und umfassend aufzunehmen. Diese Fähigkeit erwirbt man nur durch Übung, durch beständiges Lesen. Und das muss Spaß machen.

Mein Kolumbusfalter ist vor Jahren davongeflattert, einige andere zerfledderte Comics aus der Zeit sind noch geblieben. Genauso wie die Liebe zum Lesen, die ich nicht irgendwelchen Methoden verdanke sondern dem Spaß, den die Comics in den genialen Übersetzungen von Dr. Erika Fuchs mir machten - und noch heute machen.

Was sind Eure Erfahrungen, welche Methoden nutzen Eure Kinder und was empfehlen Euch die Lehrer für Medien und Apps zum Lesen und Schreiben lernen?

Kommentare

  • jan

    05.08.15 (13:24:53)

    Schade dass du die Silbenmethode außer Acht gelassen hast. Comics haben mich auch in der Grundschule begleitet. Jedoch sind Kinder sehr unterschiedlich. Viele brauchen doch eine Art Anker, an der sie sich festkrallen können (Anlauttabelle). Wenn sie dann Buchstabe für Buchstabe schreiben lernen, kommt die Motivation und das Lesen funktioniert auch. Andere Kinder lernen aber deutlich schneller und flüssiger lesen mit der Silbenmethode.

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