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08.12.12 11:13

, von Nadine Dressler

Kubi: Telepräsenz-System für Jedermann

Wer häufiger Video-Telefonat macht, wird bestätigen können: Eigentlich bräuchte man eines jener Hightech-Telepresence-Systeme, wie man sie aus großen Firmen oder aus dem Kino kennt. Das Startup Revolve Robotics möchte mit Kubi ein einfaches System für Jedermann herausbringen und stellt das Projekt bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo vor.

Wie wäre es, wenn der Gesprächspartner beim Video-Telefonat die Kamera steuern könnte, so dass er immer denjenigen im Blick hat, den er gerade adressieren möchte? Wie wäre es, wenn sich das Tablet nicht starr auf einem Ständer oder festem Platz befinden müsste, wenn man eine Video-Konferenz abhält? Klingt nach einer guten Idee, dachten sich die Tüftler von Revolve Robotics und erschufen einen roboterunterstützten Tablet-Ständer, der sich drehen und wenden kann und damit die Kamera immer mitten im Geschehen hält.

Kubi heißt das Produkt, das Video-Konferenzen verbessern soll. Der Name stammt aus dem japanischen und heißt so viel wie "Nacken", denn der Kubi dreht das Tablet so, wie der Nacken den menschlichen Kopf.

Das Video erklärt, wie das funktioniert:

Das Einsatzfeld ist weiträumig. Kubi könnte im privatem Umfeld ebenso eine große Hilfe sein wie im Unternehmen. Die Entwickler sehen Einsatzmöglichkeiten in Museen, Shopping-Centern und ähnlichem, zum Beispiel als virtuelle Empfangsdame und Kontaktmöglichkeit. Der Kubi funktioniert dabei prinzipiell mit jedem Tablet, das sich auf Bluetooth 4.0 versteht. Eine eigene App gibt es als erstes für iOS, Android soll folgen.

Die Finanzierung soll über Indiegogo reingeholt werden. 200.000 US-Dollar stehen als Ziel an. Der spätere Verkaufspreis soll bei 249 US-Dollar pro Stück liegen. In der Crowdfunding-Phase gibt es den Kubi günstiger, zum Beispiel als Early Bird Special ab 199 US-Dollar (umgerechnet rund 152 Euro).

Die ersten Kubis könnten im April 2013 ausgeliefert werden. Weitere Infos zu den Möglichkeiten der Finanzierungshilfe für das Projekt findet man auf der Indiegogo-Projektseite.

Wer hingegen nach einer Telepräsenz-Lösung sucht, die auch mobil ist, kann sich einmal das aufwändige Modell von Double Robotics ansehen, das aber allein schon wegen seines Preises nicht für den privaten Einsatz gedacht ist. Der preisgünstige Helios hat es hingegen nicht über die Kickstarter-Finanzierungshürde geschafft.

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