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15.06.10

Kodak PlaySport Pocket-Camcorder im Test: Anmachen und losfilmen

Kodak macht mit seinem wassergeschützten HD-Pocket-Camcorder PlaySport dem alten Firmenmotto alle Ehre: „Sie drücken den Knopf, wir machen den Rest.“ Wir haben den Kodak Playsport einem ausführlichen Test unterzogen.

Filmen, Ansehen, Löschen und Einstellungen - das sind die vier Knöpfe des Kodak Playsport, deren Funktion wirklich jeder sofort versteht. Dazu kommt noch ein klassisches Bedienelement, mit dem man in Menüs nach oben, unten, links und rechts gehen kann. Ein Druck auf die Mitte zur Bestätigung, das war’s.

Die Knöpfe sind so angeordnet, dass auch Linkshänder keine Schwierigkeiten damit haben dürften. Der gute Eindruck, den wir in unserem ersten Artikel über den Kodak Playsport gewonnen hatten, bestätigt sich.

Keine tausend Knöpfchen und Schalterchen, alles ist sehr übersichtlich und simpel gehalten. Der Einschaltknopf findet sich an der Seite, nach einer Sekunde kann man loslegen. Einfach in die Mitte der Schaltwippe drücken, und die Aufnahme beginnt.

Zum Heranzoomen des Motivs drückt man die Wippe oben, um wieder herauszuzoomen unten. Alles sehr einfach, wie gesagt. Drückt man die Wippe links oder rechts, kann man zwischen 5-Megapixel Standfotos oder verschiedenen Videomodi wählen. Zur Verfügung stehen

  • 1080p: 1920 x 1080, 30 Bilder pro Sekunde
  • 720p/60 Bilder pro Sekunde: 1280 x 720, 60 Bilder pro Sekunde
  • 720p: 1280 x 720, 30 Bilder pro Sekunde
  • WVGA: 848 x 480, 30 Bilder pro Sekunde
  • Foto: 5,3 Megapixel, Bildschirmformat 16:9, interpoliert

Bei voller Auflösung könnte das Objektiv für meinen Geschmack etwas weitwinkliger sein. Die Brennweite des Objektivs beträgt 5,54 mm, das würde bei einer Kleinbildkamera folgenden Brennweiten entsprechen:

  • 48 mm bei 1080p
  • 36 mm bei 720p
  • 36 mm bei WVGA
  • 36 mm bei Fotos

Bei 1080 p muss man also schon ein Stückchen zurücktreten, um Personen ganz aufzunehmen oder mehrere Menschen gleichzeitig aufs Bild zu bekommen. Dafür besitzt der Kodak Playsport eine gut funktionierende Gesichtserkennung.

Auch sonst ist der Kodak Playsport wirklich praktisch. Das Display lässt sich über die Kameraeinstellungen quasi entspiegeln - zwei Filteroptionen verändern das Display so, dass man auch draußen in der Sonne etwas erkennt. Die gummierte Oberfläche verhindert, dass einem die Kamera aus der Hand rutscht, eine Schlaufe dient als zusätzliche Sicherung. Sie passt prima in die Hosentasche und robust genug, um auch wirklich dort getragen zu werden.

Schließlich ist sie sogar wasserdicht bis 3 Meter Tiefe. Nutzt man die Möglichkeit und filmt unter Wasser, kann man die Farben durch ein paar Tastendrücke korrigieren. Die Menüs verfügen über selbst erklärende Symbole.

Ein Bildstabilisator sorgt dafür, dass die Bilder nicht zu sehr verwackelt sind, wenn man mal beim Laufen filmt. Für extreme Kontraste gibt es eine eigene Einstellung, ebenso für Schwarz-weiß-Videos.

Der Kodak Playsport lässt sich nicht nur per USB an den Rechner (Mac oder PC) anschließen, um die gedrehten Videos direkt an Youtube zu schicken oder vorher zu bearbeiten. Es gibt auch einen Mini-HDMI-Anschluss und ein dazugehöriges Kabel, so dass man die Videos direkt vom Kodak Playsport aus an jedem modernen Flachbilfernseher betrachten kann. Allerdings reagiert die Kamera dann etwas träge, so dass man wirklich nach jedem Tastendruck 2-3 Sekunden warten sollte, um die Reaktion abzuwarten.

Das folgende Beispiel soll einen kleinen Eindruck von der Bild- und Tonqualität geben. Ich habe auf das Schneiden verzichtet, um möglichst wenig an der Datei zu verändern. Nur ein wenig getrimmt und so exportiert, dass YouTube nicht meckert. Eigentlich Quatsch, das Original ist deutlich schärfer, aber jetzt habe ich es schon mal hochgeladen…

<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Imx8wTbtEGo&hl=de&fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Imx8wTbtEGo&hl=de&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>

Der Kodak Playsport ist der erste Camcorder dieser Art, den ich teste, so dass mir ein wenig der Vergleich fehlt, aber mich als Amateur auf diesem Gebiet hat er mit seinem robusten, wasserdichten Gehäuse und der einfachen Bedienung auf Anhieb überzeugt. Durch die Aufnahme auf SD-Karten bis 32 GB ist die Speicherkapazität nahezu unbegrenzt. Ich hatte eine microSD-KArte mit 16 GB im Adapter in Gebrauch.

Ich würde mir allerdings gleich einen zweiten Akku zum Videorecorder dazu bestellen: Wenn man mal so ein Stündchen zum Filmen rausgeht, sieht man den Ladebalken deutlich kleiner werden. Das ist aber wohl bei allen Geräten dieser Art der Fall.

Den Kodak PlaySport Waterproof Pocket-Camcorder gibt es online für rund 130 Euro.

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