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10.02.12 12:30

, von Thomas Jungbluth

Kodak: Keine Kameras mehr

Eastman Kodak, die erst im letzten Monat Insolvenz nach US-Recht anmeldeten, hat bekannt gegeben, sich aus dem Bereich der Digitalkameras und Bilderrahmen zurückzuziehen.

Kodak baut keine Digitalkameras mehr {David Duprey/File/AP Photo / August 17, 2005 via LA Times online;http://www.latimes.com/business/technology/la-fi-tn-kodak-to-stop-making-cameras-digital-photo-frames-20120209,0,2138581.story}

Wenn man so will, endet damit eine über 130-jährige Geschichte, denn Eastman ist seit 1880 in der Fotoindustrie. Zumindest ist das der Schlussstrich für eine über 37 Jahren andauernde Geschichte, denn Kodak war 1975 der erste Hersteller einer Kamera mit digitaler Bildaufzeichnung, damals noch auf Kassette.

Und jetzt sind sie eine der ersten Firmen, die das Geschäft aufgeben: Kodak konzentriert sich im Consumerbereich ab sofort auf das was hinten rauskommt, also Foto- und Tintendrucker - wobei hier auch ein Preiskampf tobt, der nicht gesund sein kann. Immerhin: auch die Kodak-Drucker in Fotoläden und Einkaufszentren sollen uns erhalten bleiben.

Im Professional-Bereich gibt man auch Gas, wie die kurz vor dem Ausstieg verkündete Meldung beweist, man engagiere sich auf der drupa, einer Messe für Drucktechnik.

Bei den Digitalkameras konnte Kodak jedoch immer mehr schlecht als recht mitschwimmen. Zwar legte man Wert auf einfache Bedienung, so gab es einen Drucker, auf den man die Kamera nur aufsetzen musste, um die Bilder auszugeben.

In punkto Bildqualität waren Geräte anderer Hersteller - Nikon, Canon, Panasonic, et cetera - dem Pionier jedoch meist überlegen. Und auch die Flucht in den Videobereich konnte verlorenen Boden nicht wieder gut machen.

Kodak ist kein Hersteller, dem man viele Tränen nachweint. Die Generation der Geräte, mit denen Kodak gross und berühmt geworden ist, gibt es schon lange nicht mehr.

(via LA Times)

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Kommentare: Kodak: Keine Kameras mehr

Mir macht das Angst. Immer und immer mehr Traditionsunternehmen melden Insolvenz an. Als ich vor rund 3 Jahren, als Besucher, auf der Nürnberger Spielzeugmesse war meldete just während dieser Märklin Insolvenz an. Es war komisch, regelrecht andächtig, an deren Stand vorbeizulaufen. Life dabei, ist dass ein Gefühl wie bei einer Beisetzung. Sowas wünsche ich niemandem !

Diese Nachricht wurde von Florian am 10.02.12 (17:06:07) kommentiert.
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