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27.03.12Leser-Kommentare

Drucker Kodak Hero 9.1 und Office Hero 6.1 im Test (2/2): Für jedes Betriebssystem, inklusive Smartphones

Die Drucker Kodak Hero 9.1 und Office Hero 6.1 mussten sich im Praxiseinsatz beweisen. Insbesondere das Webinterface, mit dem jedes Gerät den Drucker bedienen kann, überzeugt.

 

Kodak Office Hero 6.1 - (Bild: Kodak)„Gut Ding will Weile haben” heißt es bekanntlich und es ist nun ein Monat vergangen, seitdem ich die Kodak Drucker Hero 9.1 und Office Hero 6.1 im ersten Test hatte. Wie schlagen sich die zwei im täglichen Einsatz? Die Kurze Antwort lautet: hervorragend. Beide Drucker bieten im Prinzip die gleichen Funktionen, abgesehen vom separaten Fotofach und dem großen ausklappbaren Touchscreen am Hero 9.1. Das Folgende gilt folglich für beide:

Netzwerk-Drucker

Kein Testparcour ist anspruchsvoller, als der ganz alltägliche Wahnsinn. Dafür musste zuerst der Google Cloud-Print-Dienst aktiviert werden, nach drei Klicks war der Drucker registriert und nach weiteren drei lassen sich Dokumente über „Kodak Eprint” an den Drucker schicken. Dafür stellt Kodak eine individuelle E-Mailadresse zur Verfügung. Jedes Dokument, das man an diese Adresse schickt, druckt der Hero klaglos aus. Enthält die E-Mail einen Anhang, druckt der Kodak sowohl den Nachrichtentext, als auch den Anhang aus - der Betreff oder die Absendeadresse tauchen nicht auf.

Diese Möglichkeit hat zwei große Vorteile: Erstens kann man schon von unterwegs E-Mailanhänge ausdrucken, zweitens eignet sich der Drucker so für jedes Endgerät, egal ob Smartphone, Tablet oder Linux-PC. Diese Eignung stellen der Kodak Office Hero 6.1 und der Kodak Hero 9.1 auch durch das Webinterface unter Beweis: Befindet man sich im gleichen Netzwerk wie der Drucker, lassen sich sämtliche Funktionen durch Eingabe der IP-Adresse bedienen. Egal ob Einscannen von Dokumenten, Fax versenden oder den Tintenfüllstand überprüfen: Die lokale IP-Adresse macht das Installieren von Software überflüssig.

Druck- und Scanqualität

Die Hauptaufgabe eines Druckers ist es natürlich, Papier mit Inhalt zu versehen. Das machen der Kodak Hero 9.1 und der Office Hero 6.1 mit Bravour: Die Ausdrucke sind gerade, korrekt ausgerichtet und fein aufgelöst. In diesem Zusammenhang überzeugt auch die Nutzerfreundlichkeit, denn im Drucker sind einige Vorlagen hinterlegt: „Kariertes Papier”, „Tic-Tac-Toe” oder auch die „Einkaufsliste” werden direkt über das Display gedruckt und erleichtern den täglichen Einsatz.

Auch farblich lassen die Kodaks keine Wünsche offen: Die Pigmenttinte deckt gut und erzielt kräftige Farben. Ein Testausdruck zeigte im Farbverlauf keine Auffälligkeiten, alle Farbtöne und -mischungen wurden korrekt wiedergegeben.

Kleine Ärgernisse

Kodak Office Hero 6.1 - Leider nur eine Farbpatrone, statt vier einzelne (Bild: kaz)Trotz meiner Begeisterung für die Heros, gibt es doch noch ein paar Problemchen: Der Office Hero 6.1 beherrscht zwar Duplexdruck, doch der beliebte „Papierstau” sucht ihn bei dünnem Papier ab und an heim. So bietet es sich an, lieber darauf zu verzichten und stattdessen einseitig zu drucken und dann von Hand umzudrehen. Beim Scannen über das Webinterface kann es passieren, dass sich der Scanvorgang aufhängt. Da hilft dann nur ein Druck auf die „Cancel“-Taste.

Kodak wirbt zwar, man drucke sehr billig, doch das Konzept ist etwas unausgegoren, denn es wird nur nach Farbpatrone und schwarzer Tinte getrennt. Damit ist man gezwungen, die Farbpatrone selbst dann zu wechseln, wenn beispielsweise rot leer ist, aber die anderen Farben noch gedruckt werden könnten. Kodak täte gut daran, die Farben endlich einzeln zu verkaufen, dann wäre die Ersparnis sicherlich größer.

Fazit

Sowohl der Kodak Hero 9.1, als auch der Kodak Office Hero 6.1 bieten alles, was man sich von einem Drucker wünscht: gute Scans, langlebige Ausdrucke, Faxmodus und Fotodruck. Die Möglichkeit über Google Docs Ausdrucke zu erstellen, ist sehr bequem und hat sich im täglichen Arbeitsablauf als sehr effizient erwiesen. Tablet-Nutzer und Linuxer wird das Webinterface freuen, das sämtliche Funktionen auch ohne die Software bereitstellt. Welchen Drucker man sich holt, hängt von den Einsatzzwecken ab: Der Kodak Hero 9.1 bietet zwar nur ein kleines Papierfach, kann dafür aber schnell zwischen Foto- und Papierausdruck wechseln. Am Office Hero 6.1 dagegen muss erst das Papier entnommen werden, bevor auch Fotos ausgedruckt werden können, dafür erledigt man mit 200 Blättern doppelt so viele Ausdrucke, bevor man Papier nachfüllen muss. Der Touchscreen am 9.1 sollte keinen Entscheidungsgrund darstellen, da er nur beim ersten Einrichten seine Stärken ausspielt.

Ein Wort zur Kodak-Insolvenz: Die Kamerasparte von Kodak wird bekanntlich aufgegeben, der Service soll aber weiterhin bestehen bleiben. Davon unberührt wird es auch weiterhin Kodak-Drucker zu kaufen geben, es soll sogar das neue Kerngeschäft werden. Natürlich bin ich als Geek kein Wirtschaftsweiser, aber selbst wenn Kodak verschwinden sollte, gibt es immer noch Drittanbieter für Druckertinte. Insofern sollte zumindest dieser Punkt geklärt sein.

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Kommentare

  • Jürgen

    27.03.12 (10:59:13)

    So und nicht anders sollte ein Drucker funktionieren. Bin mal gespannt ob die anderen Hersteller da nachziehen.

  • Chron2

    31.03.12 (16:20:32)

    Danke für den ausführlichen Test. Du hast mich dazu bewegt den Office mir zuzulegen. Bis jetzt bereue ich es auch nicht. Aber sag mal hast du die tollen Übersetzungen der Anleitung nicht bemerkt? http://www.technikfutter.de/2012/03/bedienungsanleitung-ubersetzung/

  • Kai Zantke

    31.03.12 (17:19:19)

    Na das ist aber ein super Fund! Habe ich glatt übersehen. Toll!

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