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22.08.12Kommentieren

Kaspersky Internet Security 2013 im Test (1): Big Papa is watching you!

Die Kaspersky Internet Security 2013 verbessert den Vorgänger um Komfortfunktionen und bleibt dabei still im Hintergrund. Insbesondere die geringe Belastung für den Rechner fällt positiv auf.

Kaspersky Internet Security 2013 (Bild: Kai Zantke)Bei Viren denkt man zuerst an die bösartigen Dinger aus dem Internet: Trojaner, Würmer und all das andere lästige Zeug, welches den PC überschwemmt und Probleme verursacht. Wie wäre es mit der anderen Seite? Im Kampf gegen die Bedrohung helfen Antiviren-Programme. Eines der bekanntesten Produkte dürfte die Antivirenlösung aus dem Hause Kaspersky sein. Hält die „Kaspersky Internet Security 2013”, was versprochen wird? Wir finden es heraus.

Szenario 1: Vor dem Virenbefall

Der glücklichste Fall dürfte sein, wenn die Virenlösung vor einem Problem installiert wurde. So sollte sich ein Angreifer erst gar nicht einrichten können. CD ins Laufwerk und die Installation wird gestartet, egal ob Windows XP, Vista oder 7 - ein Mac-User kann damit nichts anfangen.

Die Internet Security von Kaspersky soll gegen alle Bedrohungen schützen:

  • Viren
  • Spyware
  • Phishing-Angriffe
  • Spam
  • Rootkits
  • Bannerwerbung und
  • das Abfangen von wichtigen, privaten Daten bei Internettransaktionen wie Online-Banking.

Dafür bietet das Programm eine virtuelle, sichere Tastatur, eine Firewall und auch eine Programmkontrolle an. Eine nicht zu verachtende Funktion stellt die Kindersicherung dar, welche Seiten blockt, die nicht kindgerecht sind.

Kindersicherung

Kaspersky Internet Security 2013 (Bild: Kai Zantke)Nachdem das Programm installiert wurde, braucht es erstmal ein Update, um die Virendefinitionen auf den neuesten Stand zu bringen. Währenddessen kann man die Kindersicherung einrichten. Beim Durchstöbern der Einstellungen bekomme ich ein schlechtes Gewissen: Neben festen Zeiten, zu denen der PC oder das Internet benutzt werden dürfen, aktiviere ich die Sperre für den Besuch bestimmter Kategorien von Webseiten. Richtig heikel wird es jedoch beim Besuch von Sozialen Netzwerken. Über eine Protokollfunktion kann ich gezielt Personen blockieren und die gesamte Konversation mitlesen. Während es nützlich erscheint, persönliche Informationen zu schützen, indem ich meinen (und ihren) Nachnamen auf eine Sperrliste setze, sind bestimmte Schlüsselwörter fast schon zuviel des Guten. Wird ein Schlüsselwort eingetippt, zeichnet die Protokollfunktion mit, wann und wo ich dieses Wort eingegeben habe.

Kaspersky Internet Security 2013 (Bild: Kai Zantke)Mittlerweile zeigt mir Kaspersky bei meinem Test ein erfolgreiches Update an. Eine gute Antiviren-Lösung hat man dann, wenn sie im Hintergrund arbeitet und ihren Benutzer in Ruhe arbeiten lässt. In der vorhergehenden Version war vor allem die Überprüfung externer Medien nervig, da bei jedem Einstecken eines USB-Sticks ein Meldungsfenster auftauchte und plakativ sicherstellte, dass kein Virus darauf zu finden sei. In der neuen „Kaspersky Internet Security 2013” gibt es ein Häkchen, mit dem man für zukünftige Aktionen Pop-Ups unterdrücken kann. Und auch sonst bleibt Kaspersky dezent im Hintergrund und erledigt seine Arbeit auf Wunsch auch ganz ohne Interaktion.

Kaspersky Internet Security 2013 (Bild: Kai Zantke)Nun hat mich doch das schlechte Gewissen gepackt: Darf ich mein Kind einfach so ausspionieren? Ich beschließe, das einmal auszprobieren: In die Liste der unerlaubten Worte, habe ich meinen Nachnamen eingetragen. Jedesmal wenn „Zantke” im Internet eingegeben wird, soll Kaspersky dies blockieren. Bei Twitter ergibt eine Suche nach „zantke” keine Ergebnisse, die Zeichenfolge wurde jedoch ins Internet geschickt. Gebe ich dies jedoch in das Chat-/Tweetfenster ein, dann entschuldigt sich Twitter, man könne den Tweet zur Zeit nicht absetzen. Kaspersky bleibt auch hier unsichtbar im Hintergrund. Ich weiß aber genau, mit wem ich vor der Installation Direktnachrichten ausgetauscht habe und wer die Top drei meiner Chatpartner sind - glücklicherweise sind die Jungs von Kaspersky die Guten! So erhalte ich einen guten Eindruck davon, was eine Malware alles an persönlichen Daten ausspionieren kann.

Kaspersky Internet Security 2013 (Bild: Kai Zantke)Nun surfe ich neuerdings.com an, um nach mir zu suchen, doch ich werde jäh gestoppt: „ZUGRIFF VERBOTEN - Grund: Gewalt (heuristische Analyse)”. Die Probe aufs Exempel zeigt mir dann, dass ich bei Spiegel Online nach „Krieg” suchen kann, ohne vor irgendeiner Gewalt gewarnt zu werden... Kaspersky gilt als der Begründer der Heuristik. Die Heuristik soll sicherstellen, dass auch unbekannte Schädlinge und Bedrohungen anhand von eindeutigen Befehlen als Viren oder Trojaner entlarvt werden. Dabei kommt es manchmal zu sogenannten „False-Positive”, falsche Erkennung von Bedrohungen.

Erstes Fazit

Bisher macht Kaspersky Internet Security 2013 einen guten Eindruck: Es hat keinen Einfluss auf meine Rechnergeschwindigkeit, verhält sich ruhig ohne protzige „Wir haben sie davor gerettet!”-Meldungen und bietet durch die Heuristik ein gutes Maß an Sicherheit. Im nächsten Teil teste ich, wie sich Kaspersky bei bestehenden Infektionen verhält und ob es ein infiziertes System wieder komplett reinigen kann oder zumindest lauffähig bekommt, damit man seine persönlichen Daten noch retten kann.

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