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23.08.12Leser-Kommentare

Kaspersky Internet Security 2013 im Test (2): Linux bietet die Rettung

Die Kaspersky Internet Security 2013 bietet mehr als „nur” Virenabwehr. Durch ausgeklügelte Mechanismen soll auch Online-Banking geschützt sein und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, hilft die Notfall-CD.

Kaspersky Internet Security 2013 - Bootscreen der Notfall-CD (Bild: Kai Zantke)Der erste Teil machte deutlich, dass Kaspersky den PC ab Installation unter Kontrolle hat und (hoffentlich) gegen jedwede Bedrohung absichert. Doch was ist, wenn der PC nicht mehr startet? Wenn ein neuer Virus, Trojaner oder Wurm sich eingenistet hat? Ab diesem Zeitpunkt stehen einem nicht nur die Schweißperlen auf der Stirn, sondern auch der Angstschweiß: Was ist mit all den Dokumenten, den vertraulichen Dateien und den Familienfotos? Jede gute Antiviren-Lösung bietet eine Notfall-CD und „Kaspersky Internet Security 2013” macht hier keine Ausnahme.

Szenario 2: CD rein, Viren raus

Kaspersky Internet Security 2013 - Der Dateimanager hilft bei der Rettung persönlicher Daten (Bild: Kai Zantke)Unter versierten PC-Kennern sind Live-CDs wie „Knoppix” oder „Penguin Penicillin” bekannt und werden bereitwilling eingesetzt. Von so einer eingelegten CD startet ein Linux, mit dessen Hilfe man das Windows bearbeiten und vielleicht auch den Virus loswerden kann. Kaspersky erleichtert seinen Käufern die Mühe und liefert eine fast vollständig autarke Notfall-Umgebung mit. Von der CD gestartet, landet man direkt in einem Debian-Linux mit bekannter Windows-Optik. (In Wahrheit sieht das moderne Linux heutzutage immer so aus.)

Mit den beiden großen Icons für „Kaspersky Rescue Disk” und „Kaspersky Registry Editor” steht einer erfolgreichen Rettung nichts mehr im Wege. Insbesondere der „Registry Editor” soll hier hervorgehoben werden, denn damit ist es ohne weitere Konfiguration möglich, die Windows-Registrierungs-Datenbank zu verändern. Das geht mit einem handelsüblichen Linux nur über Umwege und einer Menge Frickelei.

Während Kaspersky selbstständig versucht zu retten, was zu retten ist, kann man mit dem Dateimanager seine persönlichen Daten auf eine externe Festplatte kopieren und im Internet surfen bzw. seine E-Mails abrufen. Wer völlig auf Sicherheit bedacht ist, könnte dieses System auch für Onlinebanking einsetzen. Aber wieso? Kaspersky schützt auch diesen Datenverkehr.

Schutz vor Online-Banking-Attacken

Kaspersky Internet Security 2013 - Die virtuelle Tastatur ist sicher gegen Ausspionieren (Bild: Kai Zantke)Zurück im reparierten System ist nun auch das Onlinebanking gesichert. Dies geschieht über zwei verschiedene Mechanismen: Zum einen überprüft Kaspersky über eine Datenbank, ob die aufgerufene Adresse als gefährlich gemeldet wurde. Das ist jedoch nichts Besonderes und jeder moderne Browser beherrscht das inzwischen. Der zweite Mechanismus greift am heimischen PC an: Über eine virtuelle Tastatur können PIN und Transaktionsnummern eingetippt werden, um zu verhindern, dass Keylogger und Trojaner die Daten auslesen.

Aber Moment, jetzt muss ich doch einmal innehalten: Wieso benötige ich eine virtuelle Tastatur, wenn Kaspersky mich doch gegen genau diese Bedrohungen schützen soll? Vertraut man den eigenen Sicherheitsmechanismen nicht? Tatsächlich ist das nur eine zweite Schutzmauer gegen neue Bedrohungen. Trotz Heuristik und aktualisierten Virendefinitionen haben Hacker mit neuen Viren immer einen kleinen Vorsprung, damit dieser Vorteil ins Leere läuft gibt es die virtuelle Tastatur. Denkbar ist, dass man längere Zeit unterwegs ohne Update-Möglichkeit war und sich dann über einen USB-Stick genau so eine Bedrohung einfängt.

Fazit

Bei Sicherheitssoftware können eigentlich nur Hacker ein wirklich fundiertes Urteil abgeben. Die Standardtests mit Virendefinitionen besteht die Kaspersky Internet Security 2013 ebenso, wie Penetrationstests in Netzwerken. Kaspersky hat sich einen Namen bei Antivirenlösungen gemacht und auf diesem Ruf baut die neue Version auf. Die Benutzung gestaltet sich einfach und selbsterklärend. Die CPU-Belastung ist kaum spürbar, während Kindersicherung und Privatsphärenschutz das maximal Mögliche tun, den Benutzer zu schützen. Und auch bei einer bestehenden Infektion könnte Kaspersky gute Dienste leisten.

Eine Jahreslizenz kostet 60 Euro und kann bei Kaspersky bestellt werden.

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Kommentare

  • Thomas

    23.08.12 (13:58:31)

    Anmerkung zum Preis: In der Vergangenheit (und ich glaube auch jetzt noch) war es bei Amazon als Schachtel günstiger als bei Hersteller als Download. Kranke Welt...

  • Johannes

    23.08.12 (15:09:50)

    Jaja ... Linux macht es halt möglich. Ist doch eine ganz Runde Sache das neue Kaspersky. Der Schutz bezüglich Onlinebanking klingt sehr interessant.

  • Stefan S

    24.08.12 (06:13:29)

    Naja Onlinebanking mit Adressencheck und virtueller Tastatur klingt eher nach Paranoia als nach etwasem, was ich regelmässig machen würde.

  • Mika

    24.08.12 (09:39:42)

    Guter Review! Ich nutze Kaspersky auch schon seit einigen Jahren und bin sehr zufrieden! Freu mich auch schon auf die neue Version. Zum Preis: Auf der Herstellerseite steht 39,95€. Meiner Meinung nach ok aber man kann ja auch günstiger kaufen.

  • Kai Zantke

    24.08.12 (17:32:38)

    Danke für den Hinweis, dabei handelt es sich um die 2012 Version. Der Test bezieht sich auf die noch nicht erhältliche Version „2013”. greetz kai!

  • FritzWlan

    27.08.12 (18:05:29)

    Es gibt viele Anbieter die den nur noch Keys verkaufen und damit deutlich günstiger sind. Ich habe die umfangreichere Kaspersky Pure 2.0 Lizenz für 3 PCs für nur 34,99€ erstanden. 1 Jahr gültig...

  • BrollyLSSJ

    02.09.12 (10:36:43)

    Ein kleiner Punkt muss korrigiert werden. Die Rescue CD basiert nicht auf debian, sondern auf gentoo.

  • Kai Zantke

    02.09.12 (10:39:25)

    Mache ich gerne, woran erkennst Du das denn?

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