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23.02.12

Jokey Dampfdusche Supersteam Quad im Test (2/2): "Shower me up, Scotty"

Eine elektrische Dampfdusche? Steampunk oder nützliches Haushaltsgerät? neuerdings.com hat kein Risiko gescheut und für Sie todesmutig mit 230 V / 16 A und 3 kW bei Licht und Musik geduscht.

Tückisch ist, dass eine Dampfdusche nur mit per Ionenaustauscher entkalktem oder von Natur aus weichem Wasser funktioniert, sonst ist der Dampfgenerator bei häufiger Nutzung schnell verkalkt und defekt. Derartige Entkalker sind aber teuer und für die Nutzung des Leistungswassers als Trinkwasser nicht gesund. Duscht - beziehungsweise dampfduscht - der Geek aber wirklich nur drei mal im Jahr, dann geht alles auch ohne Entkalker ein paar Jahre lang gut.

Normales Duschen ist bei der Supersteam Quad dagegen auch mit hartem Wasser kein Problem, die Kalkrückstände lassen sich aus den flexiblen Düsen leicht herauspulen, ohne diese zu verstopfen, wie es bei Standard-Duschen mit Metallsieben im Duschkopf der Fall ist.

Der Dampfgenerator ist mit 3 kW für eine Dampfdusche eher schwach - selbst für diese kompakte Kabine. Dementsprechend ist der Dampfbetrieb dann doch etwas kompliziert und enttäuschend: Die Dusche ist fast 20 Minuten vorzuheizen, wenn man sie als Dampfdusche nutzen und dabei nicht erst frierend in kalter Luft sitzen will. Allerdings ist so eben der Betrieb an einer normalen, mit 16 A abgesicherten Stromleitung möglich - grössere Dampfgeneratoren benötigen Drehstrom.

Unerwartet angenehm ist allerdings der normale Duschbetrieb: Da die Kabine, um für den Dampfbetrieb geeignet zu sein, komplett geschlossen ist - normale Duschkabinen sind oft nach oben offen und grenzen an die kalte Aussenwand des Gebäudes - ist es in der Dampfdusche wesentlich wärmer und angenehmer. Zudem gibt es eben noch die Regendusche von oben, die auch denen gefallen wird, die fest installierte Duschköpfe, wie sie beispielsweise im Schwimmbad zu finden sind, nicht ausstehen können.

Der Telefonanschluss wird in Deutschland nicht benutzt und klingt zunächst auch ziemlich absurd, doch ist ein normales Telefon in der Dusche wegen Feuchtigkeit und Lärm natürlich nicht benutzbar - und in der Dampfdusche sitzt man ja durchaus mal 30 Minuten.

Komplett abgedreht und definitiv bei Raumschiff Enterprise abgeschaut ist allerdings die Beleuchtung mit LEDs. Der praktische Nutzen mag gering sein, aber es schaut sehr geekig-cool aus und jeder Besucher will es sehen. Das UKW-Radio ist auch nützlich, wenn auch im Klang ziemlich dumpf, man kann aber auch einen iPod anschließen, der freilich ausserhalb der Dusche liegen sollte. Das erspart einem extra Dusch-Dockingstations. Der Telefonanschluss und noch mehr das Geräusch, wenn der Dampfgenerator läuft, erinnern dagegen an die Tardis von Dr. Who - vielleicht kann man in dieser Telefonzelle ja nicht nur duschen und in Dampfschwaden abtauchen, sondern auch in der Zeit reisen?

Insgesamt ein durchaus praktisches Haushaltsgerät mit heftigem Hinguck-Faktor, auch wenn die Dampf-Funktion in der Praxis wohl nur selten benutzt werden wird.

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