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11.04.15

jamstick+: Dieser Controller bringt einem das Spielen auf einer Gitarre bei

Mit dem jamstik+ soll es eine Leichtigkeit sein, endlich das Spielen auf einer Gitarre zu erlernen. Das smarte Musikinstrument kann aber noch mehr, wenn man möchte.

Eine Gitarre aus Plastik. (Foto: Zivix LLC) Eine Gitarre aus Plastik. (Foto: Zivix LLC)

Gegenüber dem bei Kickstarter sehr erfolgreichen Artiphon beschränkt sich jamstik+ im Grunde genommen auf das „Simulieren“ einer Gitarre, mit der man einen Akkord innerhalb von Minuten perfekt spielen kann. So zumindest die Therorie.

 

Funktionsweise

Der jamstik+ wird über Bluetooth LE mit einem Smartphone oder Tablet schnurlos verbunden. Eingaben auf dem Gerät werden in Echtzeit an die Software übergeben und ausgewertet. Mit der sogenannten jamTutor-App soll man in Form etlicher Schulstunden das Gitarrespiel unterhaltsam erlernen. Alternativ musiziert man mit jamMix und erschafft eigene Songs. Bei Bedarf wird aus jamstik+ eine Ukulele, aber auch ein Keyboard bzw. Synthesizer. Durch den MIDI-Standard ist die Peripherie ein beliebiger Controller, der beispielsweise bei Programmen wie GarageBand, Loopy, SampleTank und vielen anderen Anwendungen Verwendung finden kann.

Fast eine echte Gitarre?

Interessant ist sicherlich, dass die Schöpfer bemüht waren, ein authentisches Spielgefühl zu erzeugen. Unter anderem erhält man sechs echte Gitarren-Saiten. Der integrierte Akku hält über acht Stunden, über Infrarot wird die Spielfläche abgetastet.

Insgesamt ist jamstik+ etwas über 40 Zentimeter lang, also doch sehr handlich und recht klein. Dass es dennoch ein „echtes“ Instrument sein kann, zeigen die Verantwortlichen in einem offiziellen Video.

Im Trend?

Unter anderem das Artiphon deutete es an: Smarte Musikinstrumente scheinen aktuell sehr beliebt und erfolgreich bei Kickstarter zu sein. Die gewünschten 50.000 US-Dollar, die die Macher via Crowdfunding einsammeln wollten, wurden längst geknackt – bis zum Ende der Finanzierungsphase könnte man die halbe Million erreicht haben. Dabei kostet ein Exemplar in der Anfangsphase immerhin 229 US-Dollar (rund 180 Euro) – also günstig ist das nicht. Wenn der jamstik+ im Juli 2015 hoffentlich veröffentlicht wird, soll der Preis sogar bei 300 US-Dollar liegen.

Ganz simpel? (Foto: Zivix LLC)

Trotzdem: Eine smarte Gitarre für Einsteiger und später auch ambitionierte Musikliebhaber hat schon jetzt das Interesse vieler Menschen geweckt. Das Konzept scheint schlüssig, mich persönlich spricht es sehr an. Denn insgeheim wollte ich schon immer einmal Gitarre spielen können. Fürs Lagerfeuer im Sommer oder, um meiner Frau etwas vorspielen zu können? Vielleicht wäre jamstik+ die perfekte Möglichkeit, um ein neues Hobby zu erlernen? Günstiger wäre wohl nur eine Anfänger-Gitarre und das Schauen zahlloser Youtube-Videos…

Moment! Existierte nicht schon vor weit über einem Jahr eine erfolgreiche Indiegogo-Aktion eines jamstick? Absolut richtig. Doch das neue Modell wurde in vielerlei Hinsicht verbessert, unter anderem gibt’s jetzt Bluetooth statt WIFI und ein generell optimiertes Spielgefühl. Und es ist auch durchaus erstaunlich, dass man damals bereits über 170.000 US-Dollar einsammelte und jetzt noch einiges mehr einnehmen konnte. Ob das wirklich nötig war?

Weitere Details finden sich bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite.

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