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02.11.12Leser-Kommentare

Samsung inside: iFixit nimmt iPad 4 und iPad mini auseinander

Immer wenn ein neues Tablet oder Smartphone auf den Markt kommt, sind die Jungs von iFixit nicht weit. Mit Schraubendreher und Zange, manchmal auch mit kreativeren Werkzeugen wie Nagelfeile, Kreditkarte und Plektron machen sie sich ans Werk, um die neuesten Gadgets auseinander zu nehmen. Warum? Um herauszufinden, ob die Hersteller ihre Versprechen halten und ob das jeweilige Gadget leicht zu reparieren ist. Neu im Teardown: iPad mini und iPad 4.

iPad 4 aufgeklappt

Und es beginnt für iFixit mit einer freudigen Überraschung: Das Deckungsglas im iPad mini ist nicht mit dem Screen verklebt. Beim iPad 2 etwa mussten die Jungs das verklebte Display noch mit einer Heißluftpistole ablösen. Das ist beim iPad mini nicht der Fall. Allerdings ist auch hier zum Ende hin das gleiche Werkzeug nötig, um die verklebte Elektronik vom Gehäuse zu lösen. Die Heimwerker fanden beim iPad mini immerhin heraus, dass Apple Wort gehalten hat: Das Tablet hat Stereo-Lautsprecher. Amazon hatte in einem Vergleich mit dem Kindle Fire HD fälschlicherweise behauptet, das iPad mini musiziere nur in Mono. Ferner bestätigte iFixit den verbauten A5-Chip und stieß zur eigenen Verwunderung auf einen Display-Driver von Samsung. Für das iPad mini setzt Apple also noch auf die LCDs des Nebenbuhlers, obwohl Analysten erwarten, dass Apple künftig ohne die Dienste der Koreaner auskommen will.

'Wirklich mini - Apple hat auch bei den Schrauben Wort gehalten. Aber niest nicht zu stark, sonst sind sie weg.'

Was iFixit noch fand: Die wohl kleinsten Schrauben, die die Welt je gesehen hat, die gleichen RAM-Bausteine wie im jüngsten iPod touch und einen Akku, dessen Leistung man nicht genau feststellen konnte. Irgendetwas zwischen 16 und 17 Wattstunden leiste er wohl, und das wäre in jedem Fall deutlich weniger als der Akku im iPad 3 oder iPad 4 (43 Wh) und auch im iPad 2 (25 Wh).

Beim iPad 4 verzichteten die Bastler diesmal auf den üblichen Teardown und posteten statt dessen einen Vergleich. Grund: Im Vergleich zum iPad 3 hat sich die Architektur nicht verändert. Apple hat lediglich einige Bauteile aufgerüstet, wie den A6X-Prozessor, eine stärkere Frontkamera und natürlich den Lightning-Connector. Immerhin: Das Display ist im iPad 4 von LG statt von Samsung. Hier hat Apple also schon reagiert. Alles in allem täuscht der Verdacht nicht, dass das iPad 4 nichts anderes als ein iPad 3 mit aufgerüsteten Komponenten ist. Ein ähnliches Schicksal könnte auch dem iPad 4 blühen: Wie man hört, soll das iPad 5 bereits im Frühjahr kommen.

Insgesamt stellt iFixit dem iPad 4 und dem iPad mini keine guten Noten aus. Die Einfachheit der Reparatur liege bei beiden auf einer Skala von 1 bis 10 nur bei 2. Vor allem der Klebstoff sei daran Schuld, im iPad mini kämen erschwerend noch versteckte Schrauben hinzu.

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Kommentare

  • Jürgen

    02.11.12 (17:22:00)

    So eine Konstruktion ist nicht im Sinne des Kunden. Billig verklebt und teuer verkauft.

  • Johannes

    05.11.12 (16:39:32)

    Da bin ich ja mal neugierig was beim iPad 5 raus kommt beziehungsweise was zum Vorgänger der unterschied sein soll. Vieleicht ein anderer Kleber?! :D

  • Jan

    06.11.12 (23:52:49)

    Das Ikleb 5 .-)

  • Christian

    07.11.12 (14:27:35)

    Miniaturisierung ist ja schön und gut, nur mir tun die Leute leid, die das Gerät dann später reparieren dürfen. Der Arbeitsaufwand wird zudem immer größer, was das ganze irgendwann unrentabel werden lässt, was ich auch immer wieder von Partnern höre. Da hilft dann irgendwann nur noch ein Neukauf des Geräts, sollte es kaputt gehen.

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