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31.05.12Leser-Kommentar

Iomega eGo im Test: Hardware-Verschlüsselung und hart im Nehmen

Die externe Festplatte Iomega eGo ist nicht ganz billig, doch wenn es um Datensicherheit geht, gibt es kaum eine Alternative: Stoßsicheres Gehäuse und sichere Hardware-Verschlüsselung machen dieses Gerät interessant.

iomega eGo (Bild: kaz)Eine externe Festplatte an sich ist eine ziemlich langweilige Angelegenheit: Gehäuse, USB-Stecker und vielleicht noch eine blinkende LED – mehr gibt es da kaum zu berichten. Natürlich können die Hersteller noch etwas am Design feilen und Software mitgeben, die mehr oder minder zufriedenstellend funktioniert. Aber das war's dann auch schon. Darüber einen Test zu schreiben, wäre ziemlich dröge, oder nicht?

Die Iomega eGo ist hier eine Ausnahme, denn die Hardware-Verschlüsselung mit 256-bit AES XTS ist alleine schon Grund genug, näher hinzuschauen. Ich habe sie einmal genauer unter die Lupe genommen.

Design

"Nackt" scheint die eGo ziemlich langweilig: glänzendes Plastik, das schnell verkratzen kann und eine hässliche Fuge, um die beiden Gehäuseteile zusammenzusetzen. Doch mit dem Silikonband drumherum wirkt die eGo nicht nur ziemlich cool, sondern sitzt auch wackelfrei und vibrationsarm auf dem Schreibtisch. Das Band verläuft rund um die Kanten und Iomega garantiert die Stoßfestigkeit für bis zu 2 m Höhe.

Hardware

Wie oben angesprochen, handelt es sich bei dieser Festplatte um eine besondere, deshalb wohl auch das große "eGo" dieser Platte: Die eGo kann sämtliche Daten verschlüsseln. Da dies über eine Hardware-Lösung innerhalb der Festplatte geschieht, ist der Zugriff um einiges sicherer, als bei softwarebasierten Lösungen und gleichzeitig wird der PC entlastet. Andererseits verlangsamt sich die Übertragung etwas, da die Daten zuerst durch den Chip wandern müssen. Im Praxistest zeigten sich entsprechende Transferraten:

  • USB 3.0 (gemessen mit Crystal DiskMark)
    • ~85 MB/s sequenzielles Lesen
    • ~36 MB/s 512k Lesen
    • ~82 MB/s sequentielles Schreiben
    • ~42 MB/s 512k Lesen
  • USB 2.0 (gemessen mit Crystal DiskMark)
    • ~35 MB/s sequenzielles Lesen
    • ~22 MB/s 512k Lesen
    • ~32 MB/s sequentielles Schreiben
    • ~30 MB/s 512k Lesen

Das ist für eine externe Festplatte ein ordentlicher Wert und bedenkt man, dass andere Platten ohne Verschlüsselung nicht zwangsläufig schneller transferieren, ist das sogar sehr gut. Im Paket gibt es noch viel Software, am interessantesten dürfte davon die Trend Micro Internet Security sein, die eine einjährige kostenlose Lizenz beinhaltet.

Fazit

Die Iomega eGo überzeugt mich völlig, denn die Daten sind hier gleich zweifach sicher: Zum einen sind sie mechanisch geschützt, zum anderen per Hardware verschlüsselt. Die Geschwindigkeiten zur Datenübertragung liegen im guten oberen Mittelfeld. Allein der Preis von 120 Euro für das Modell mit 500 GB ist saftig. Da überlege ich ernsthaft, ob eine Software-Verschlüsselung nicht doch ausreicht - die Buffalo Ministation liefert bei ähnlicher Robustheit sogar noch die doppelte Speichergröße bei niedrigerem Preis, ihr fehlt aber die Trend-Micro-Lizenz. Wenn es um Sicherheit geht, führt fast kein Weg an der Iomega eGo vorbei.

Die hier getestete Iomega eGo mit 500 GB gibt es beispielsweise bei Amazon.

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Kommentare

  • Manfred Aubert

    03.01.14 (15:04:33)

    Also ich bin bis letzte Woche absolut begeistert gewesen. Dann bekam die Platte keinen Kontakt mehr zum Rechner. Ich denke, dass dadurch, dass der Stecker etwas Luft hat im Gehäuse, die inneren Lötstellen sich gelöst haben. Ich komme nur mit viel Geduld und Drücken, Kanten, Drehen des Kabelsteckers an die Daten. Das nervt!!!

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