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05.05.15Leser-Kommentar

Intel 2in1-Computer: Alleskönner oder "Nicht Fisch, nicht Fleisch"?

Zwischen den Mini-Tablets, mit denen man ja ob ihrer geringen Größe kaum richtig arbeiten kann und den richtig großen Notebooks und Ultrabooks, die mindestens eine vierstellige Investition erfordern, wächst eine Geräteklasse, die eigentlich das beste aus allen Welten vereinen sollte: die sogenannten "2in1"-Computer, von Intel so getauft, weil sie sowohl vollwertiges Tablet als auch vollwertiges Notebook sind. Oder sein sollen. Oder auch nur sein wollen.

Typischer 2-in-1-Tabletcomputer: Acer Aspire Switch 12

Auf dem Tabletmarkt pustet Intel und Microsoft ganz schön der Wind ins Gesicht, allen voran von der die Tablet-Fraktion von Apple und Samsung. Bei letzterem ist es kein Wunder, gibt es doch fast zu jedem Elektrogerät dieses Herstellers ein Galaxy Tablet gratis dazu.

Trotzdem ist der PC-Markt nicht tot und wächst sogar wieder. Ich kann das verstehen: viele, die ein Tablet benutzen, sehnen sich bald nach einem richtigen Computer, und sei es nur, um mit Word ordentlich schreiben, speichern und ausdrucken zu können. Das gilt übrigens nicht nur für Android, sondern auch für einige iPad-Eigner, die ich kenne - da hat selbst die Office-für-iOS-Variante nicht viel retten können.

Zwei mit einer Klasse

Intel und die Gerätehersteller möchten Interessenten, die beides nutzen wollen - PC- und Tablet - an einen (Schreib-)Tisch bringen, indem sie eine Geräteklasse schufen: 2-in-1. Solche Computer sind sowohl Tablet als auch Notebook, indem eine Tastatureinheit an das als Tablet agierende Display fest ab- und angedockt werden kann. Intel nimmt hier aber auch Convertibles oder Ultrabooks mit umklappbarem Display auf.

Sowohl Bauform als was in den Geräten drin steckt ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Allein schon die Gehäusegröße ist unterschiedlich. Aber auch die verwendeten Komponenten wie Prozessor, Speicher und Festplatte sind von Gerät zu Gerät anders. Das beginnt schon mit dem Prozessor.

Intel Core M: Lüfterlos glücklich

Einige Geräte, die zurzeit auf dem Markt sind, segeln unter der "2-in-1"-Flagge, obwohl sie noch mit "normalen" Notebook-Prozessoren der Haswell-Familie arbeiten - allen voran das Microsoft-Flaggschiff Surface 3, dass mit i3 bis i7 ausgestattet ist. Auch die Acer Switch 10 und 11 verwenden "alte" Intel-Hardware, erst das Switch 12 besticht nicht nur durch einen pfiffigen An- und Abdockmechanismus für die Tastatur, sondern auch durch Core M als CPU.

Eigentlich ist erst der Intel Core M das richtige Herzstück, erlaubt es doch den lüfterlosen Einsatz ohne Leistungsverlust. Auch die neuen Intel-Prozessoren der fünften Generation, die der Hersteller auf der CES Anfang Januar vorstellte, gehen in die Richtung. In den nächsten Wochen und Monaten werden hier sicher einige neue Geräte vorgestellt werden. So oder so muss man genau hinschauen, was drinsteckt, und welcher Generation der Chip entstammt, ob er mit Lüfter arbeitet oder ohne auskommt.

Warten auf 10

2-in-1-Tablets sind die perfekte Lösung für alle, die ein Tablet wollen und zugleich einen "richtigen" Windows-Computer. Doch richtig Fahrt aufnehmen wird der Zug der 2-in-1-Computer erst, wenn die Geräte durchweg mit Intel Core M ausgestattet sind und wenn Windows 10 auf dem Markt ist, das sich hoffentlich besser "mitti Fingers" bedienen lässt als die aktuelle Version 8.1, die im Desktop-Teil ohne Maus und Tastatur fast unbenutzbar ist. Zurzeit jedenfalls muss man genau hinschauen, ob 2-in-1-Computer auch das können, was man sucht.

Kommentare

  • E-Reader-Bestellen | Christoph

    19.05.15 (14:13:45)

    Ich verstehe nicht, wieso es für diese 2-1-Geräte einen Markt gibt. Klar, wenn man unterwegs ist, dann ist ein Tablet praktischer als ein Laptop. Aber Für alle Anwendungsfälle bei denen ich ein Laptop bräuchte, da würde mir persönlich so ein Tablet letztendlich dann nicht ausreichen... Und was man für das gesamte Zubehör dann immer bezahlen muss..:D VG Christoph

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